Der Opel-Aufsichtsrat hat den Sanierungsplan am Donnerstag bewilligt. Der kriselnde Autobauer will keine Werke schließen und setzt auf eine engere Kooperation mit PSA Peugeot Citroen.
Der Sanierungsplan ist der jüngste Versuch des Opel-Managements, einen Weg aus der seit Jahren andauernden Krise zu finden. Mit einer Reihe von Maßnahmen will Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke die Wende schaffen. Am Donnerstag erhielt er dafür Rückendeckung aus dem Aufsichtsrat des Unternehmens.
Der Plan sieht laut einer Mitteilung des Autobauers eine bessere Nutzung von Synergien mit PSA Peugeot Citroen sowie eine "Reduzierung der Material-, Entwicklungs- und Produktionskosten" vor. Zudem seien "massive Investitionen in die Produktpalette" sowie eine "neue Verkaufsstrategie" und eine "überarbeitete Markenstrategie" geplant. Auf Entlassungen oder gar Werksschließungen wurde vorerst verzichtet.
Auch Arbeitnehmervertreter für Plan
"Der heute angenommene Plan ebnet den Weg für eine starke Zukunft von Opel", sagte Aufsichtsratsboss Stephen Girsky, der gleichzeitig Strategiechef der Opel-Mutter General Motors (GM) ist. GM unterstütze Management und Arbeitnehmervertreter in dem gemeinsamen Ziel, Opel zügig zur Profitabilität zurückzuführen.
Auch die Arbeitnehmervertreter in dem Kontrollgremium stimmten für die Sanierungsvorschläge. Der Plan sei eine gute Basis, sagte Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug und betonte besonders die Unterstützung durch GM. Dies zeige, wie wichtig dem Mutterkonzern europäische Ingenieurskunst und die europäischen Standorte seien.
Schwierige Zeiten für Opel
Mit dem Sanierungsplan will Opel eine schwierige Trendwende schaffen. Denn der Markt für Massenautos wie jene vom Rüsselsheimer Unternehmen läuft derzeit nicht gut. Allein im ersten Quartal dieses Jahres verbuchte GM im Europageschäft einen Fehlbetrag von 256 Millionen Dollar.
Mit insgesamt 23 neuen Modellen in den kommenden vier Jahren will Opel-Chef Stracke den Autos mit dem Blitz ein neues Image verpassen und sich auch gegenüber jüngeren Kunden öffnen. Geplant sind mehrere besonders spritsparende Modelle. Diese Pläne sollen Hand in Hand gehen mit drastischen Kostensenkungen durch die Allianz mit Peugeot. Zumindest in der Theorie soll das die Talfahrt beenden.