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31.01.2013

Vorläufige Zahlen

Jedes dritte Gymnasium zurück zu G9

 (Bild:  picture-alliance/dpa - Archiv)
Gut ein Drittel der 107 Gymnasien im Land will im nächsten Schuljahr zu G9 zurückkehren. In vielen größeren Städten hat sich aber kein einziges Gymnasium dafür entschieden. [zum Artikel]
 
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Tassinois am 01.02.2013 10:30
Hier in Frankreich sind 8 Schuljahre komprimiert Pflicht und am Ende kommen Leute mit viel Wissen aus dem Schule, denen vor allen Dingen mangels Freizeit ein Großteil der sozialen und persönlichen Entwicklung fehlt.
Die Jugendarbeitslosigkeit mit französischem "G8" liegt daher bei etwa 1/3 (offiziell immer noch übe 20%), denn ohne soziale Kompetenz sind diese Jugendlichen nicht in die Arbeitswelt integrierbar.
Natürlich soll jeder frei wählen dürfen, aber persönliche Kompetenz wird nicht in PISA gemessen und ist dennoch sehr wichtig - dafür braucht man in meinen Augen G9.
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Alexander am 31.01.2013 22:51
Ich als Schulabgänger im Jahr 1999 habe eine schöne Schulzeit mit genug Freizeit, Engagement in Vereinen genossen. Sehe ich heute Dokumentationen über den Leistungsstress in den Schulen (G8), kann ich nur vermuten, dass den jungen Menschen wesentliche Grundkompetenzen verloren gehen. Der BA an den Hochschulen zeigt uns ebenfalls, dass soziale, ganzheitliche Entwicklung auf der Strecke bleibt. Herauskommen gestresste, psychisch anfällige ängstliche junge Menschen, welche den Stress nicht selten mit Aufputschmitteln bewältigen.
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Raholin am 31.01.2013 22:07
Stichpunkt Wahlfreiheit:
Es scheint so zu sein, dass in Hessen eine "Freiheit zu Wählen" bestünde. Wohlweißlich wird dies kommuniziert, ohne einen genauen Blick auf den Text zu werfen, der diese Wahlfreiheit vorgaukelt. Bei G8 zu bleiben uns dieses weiterzuentwickeln, erfordert keine Genehmigungen udn Konferenzen, hier haben die Schulen alle Freiheiten. Das Model G8 und G9 parallel laufen zu lassen, kann vom HKM den Schulen für zwei AJhre genehmigt werden, anschließend muss es erneut beantragt werden. (Der Haken hier: wenn dies ausgewählt wurde und es wird nicht mehr genehmigt, hat man seine Wahlmöglichkeit verbraucht!!!) Wenn eine Schule schließlich zu G9 zurück möchte dann müssen verschiedene Gremien durchlaufen werden: Gesamtkonferenz muss dafür Stimmen und eine Arbeitsgruppe benennen, die ein Konzept entwickelt. Dieses muss dann erneut abgestimmt werden. Schulkonferenz, Schulelternbeirat, Schülervertretung müssen mit 2/3 Mehrheit dafür stimmen.
Wenn in der Schule alle dafür gestimmt haben und nur dann, geht es weiter an den Kreisausschuss der darüber befinden muss ob das Projekt zurückzuwechseln zu G9 mit dem Schulentwicklungsplan hinsichtlich der Kosten für neubauen und renovierungen zu vereinbaren ist. Dann geht es weiter an das Land, dass wiederum entscheiden muss, ob in dieser Region genug G8 und G9-Plätze vorhanden sind, um den wünschen der Eltern zu entsprechen. Vergesst also bitte nicht: Der Grund dafür, dass sich viele Schulen noch nicht entschieden haben ist nicht das G8 so toll ist, sondern viel mehr, dass der Weg zu G9 ein steiniger ist. Zumal er, wenn schon viel Arbeit hineingesteckt wurde, mit nur EINEM "Nein" beendet sein kann.
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Friederike Schäfer am 31.01.2013 19:48
Friederike Schäfer, berufstätige Mutter drei schulpflichtiger Kinder
In keinem Land ist der soziale Status der Eltern für den schulischen Erfolg ihrer Kindern so entscheidend wie in Deutschland. Dies ist nicht meine Meinung sondern ein Ergebnis der Pisa-Studie. Wir Eltern sitzen mit unsren Kindern auf der Schulbank. Verschärft wird diese Situation durch die Einführung von G8. Schulstunden, Hausaufgaben und Vorbereitung auf Arbeiten überschreiten für meinen 12 jährigen Sohn deutlich die 40 Stunden-Woche. Ich werde bei der nächsten Landtagswahl gegen G8 stimmen, auch wenn es meinen Kindern nichts mehr nützen wird. Meine jüngeren Kinder habe ich bereits auf der Realschule angemeldet.
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