Von hr-Reporterin Andrea Bonhagen
Das Rennen ums Rathaus von Wiesbaden mit 280.000 Einwohnern immerhin die zweitgrößte Stadt in Hessen wird nicht nur in der Region mit Spannung betrachtet: Interessant wird die Oberbürgermeisterwahl am kommenden Sonntag vor allem, wenn man sieht, wie zuletzt die CDU bei Wahlen in anderen Großstädten das Amt verlor: in Frankfurt an die SPD, in Stuttgart an die Grünen, in Karlsruhe an die SPD. "Die CDU wird zur Landpartei", kommentierte die "Frankfurter Rundschau" nach der Stuttgart-Wahl und Spiegel Online fragte, ob die CDU für Städter grüner und urbaner werden müsse.
Beim Sieg des Grünen Fritz Kuhn in Stuttgart führte der Weg zum Sieg über die Mitte der Gesellschaft, wie die "Süddeutsche" meinte. Und daher könnten die Dinge bei der Rathauswahl in Wiesbaden ganz anders liegen. Denn der amtierende Oberbürgermeister Helmut Müller Kandidat von CDU und FDP hat die Mitte ziemlich gut abgedeckt. So engagiert sich der konservative Amtsinhaber, der 2007 das Traumergebnis von 65,6 Prozent erhielt, in seinem Wahlkampf-Programm auch für Soziales wie altersgerechtes Wohnen und die Förderung von Langzeitarbeitslosen.