Chili
Aroma:
Chili ist ein scharfes Gewürz, je nach Sorte kann es mild bis feurigscharf schmecken. Man kann es als getrocknete, frische und eingelegte Schote sowie als Pulver kaufen. Der scharfe Wirkstoff ist das Capsaicin. Und das sitzt vorwiegend in den Scheidewänden und Kernen. Zum Entschärfen deshalb immer die Kerne entfernen.
Küchentipp:
In Chili con Carne darf dieses Gewürz natürlich nicht fehlen. Es passt aber auch, bescheiden dosiert, in Lammragouts, Bohneneintöpfe, Eierspeisen, zu Nudelsaucen, Tartar sowie zu einer Gazpacho (spanische kalte Gemüsesuppe).
Besonderer Clou: Zartbitterschokolade, Kuvertüre oder Kakao mit einem Hauch Chili gewürzt - die scharfe Prise verstärkt sogar den süßen Eigengeschmack. Bestes Beispiel: die traditionelle mexikanische Sauce "Mole". Sie wird hauptsächlich aus Chili und Schokolade hergestellt.
Einkaufstipp:
Die schärfsten Chilischoten, die "Habaneros" aus Mittelamerika, sind bei uns frisch und getrocknet erhältlich und zwar in grün, rot und gelb. Ebenfalls ein brennender Höhepunkt ist der französische "Espellette Chili", denn er ist nicht nur scharf, sondern auch fruchtig. Derlei ausgefallene Sorten gibt es in gut sortierten Gewürz- und Gemüsegeschäften.
Wer es nicht ganz so scharf möchte, kann auch getrocknete, ganze Chilischoten verwenden und sie in einer Gewürzmühle mahlen. Getrockneter Chili ist weniger aromatisch, dafür aber milder.
Beim Kauf von Pulver gilt: Es sollte nicht zu grob gemahlen sein, damit man nicht auf die scharfen Körner beißt. Bei sehr hellrotem bis orangenem Chilipulver wurden die weißen Körner mitgemahlen, es ist daher schärfer. Dunkelrotes Pulver ist milder, denn es enthält keine Körner. Häufig ist der Schärfegrad des Pulvers auch auf der Verpackung in Scoville-Einheiten, abgekürzt als SCO-Einheit, angegeben.
Vorsicht: Nach dem Würzen immer gründlich die Hände waschen! Denn schon kleinste Mengen brennen in Mund und Augen.