Lenkrad einschlagen, in den Rückspiegel gucken, Gas geben - und schon hat man mit Karacho den Laternenmast gerammt - verflixt, es will einfach nicht klappen! Wie parkt man bloß ein Auto richtig ein?
Eigentlich sind wir am Steuer alle große Helden. Aber beim Einparken machen nicht alle eine gute Figur. Hans Waldeck hat als Fahrschullehrer in seinem Berufsleben über 3000 Menschen zum Führerschein geführt. Der Senior wundert sich immer wieder: "Ich habe hier in der Nachbarschaft einige Experten, da sehe ich an der Art wie es abgestellt ist sofort, wessen Auto das ist. Wenn das Auto mit dem Vorderrad 10 Zentimeter und mit dem Hinterrad 45 Zentimeter vom Bordstein weg steht, weiß ich genau, das war Herr oder Frau so und so." Dabei ließe sich seiner Meinung nach korrektes Einparken ganz einfach lernen: " Die Leute haben Probleme beim Einparken, nur weil sie den Spiegel nicht richtig einstellen." Der Spiegel ist die wichtigste Parkhilfe. Besonders für ältere Autofahrer, die nicht mehr gelenkig genug sind, sich nach hinten zu drehen. "Der rechte Spiegel sollte so eingestellt sein, dass man - eventuell auch mit einer kleinen Beugung nach rechts oder ein Hochrecken - den Hinterreifen sieht. Man sollte im Spiegel zentimetergenau sehen können, wie nah man vom Bordstein oder dem nächsten Auto entfernt ist. Man sieht auch mit dem Augenmaß, ob man gerade steht, parallel zur Fahrbahn oder diagonal." Bei luxuriösen Modellen verstellt sich der Rückspiegel automatisch zum Einparken beim Einlegen des Rückwärtsgangs.
Das optimale Parkmanöver
Wichtig beim Rückwärtseinparken ist:
Das Fahrzeug zuerst parallel neben das vordere Fahrzeug zu stellen.
Dann zurückstoßen, bis man auf der Höhe des Rücksitzes des Nachbarfahrzeugs ist.
Nun mit voll nach rechts eingeschlagener Lenkung einscheren, bis das Heck noch etwa einen halben Meter vom Bordstein entfernt ist.
Jetzt die Lenkung ganz nach links einschlagen und weiter zurücksetzen, bis der Wagen parallel zum Bordstein steht.
Beim Rückwärtseinparken heißt es: Kupplung langsam kommen lassen. Das Gaspedal, wenn möglich, unberührt lassen. Das schont die Kupplung, die Nerven der Nachbarn und bringt Ruhe ins Parkmanöver.
Hoffnung für die schweren Fälle
Bei wem das Einparken trotz jahrelanger Versuche gar nicht klappen will - es gibt auch für die ganz schweren Fälle noch Hoffnung. Aus der Werbung eines großen deutschen Automobilherstellers: "Der Parkassistent ist bis zu 30 km/h aktiv und vermisst die Parklücken, an denen Sie vorbeifahren." Richtig gelesen! Die Sensoren eines Parkassistenten machen automatisch eine Parklücke aus, die mindestens 1,40 Meter größer ist als das Fahrzeug. "Mit Einlegen des Rückwärtsgangs wird die Lenkassistenz aktiviert und im Display angezeigt. Sie übernimmt nun das Steuer und lenkt den Wagen. Sie müssen nur Gas geben und bremsen und können sich ganz auf den Verkehr konzentrieren." Aber unbedingt noch nach Parkverbotsschildern sehen. Für Knöllchen fühlt sich der Parkassistent noch nicht verantwortlich.