Eigentlich sind Schwindel und Ohnmacht natürliche Körperreaktionen auf bestimmte Umgebungsbedingungen. Wer beispielsweise ein empfindliches Gleichgewichtssystem hat, leidet unter Seekrankheit, oder ihm wird schon beim Auto fahren übel. Verursacht wird das durch eine vorübergehende Störung der Sinnesorgane, Auge und Gleichgewichtsapparat melden Eindrücke, die nicht zueinander passen und die unser Gehirn verwirren.
Unser Gleichgewichtssystem
Es sorgt dafür, dass wir in Balance bleiben, beispielsweise aufrecht stehen können oder auch auf dem Kopf stehend noch klare Bilder bekommen. Dabei erhält unser Gehirn Informationen unterschiedlicher Sinnesorgane: Die Augen gewährleisten die optische Orientierung, Rezeptoren in unserer Wirbelsäule und unterschiedlichen Muskelgruppen melden dem Gehirn, ob wir stehen oder liegen. Das nämlich wissen wir auch mit geschlossenen Augen.
Unser Gehör spielt dabei auch noch eine Doppelrolle: Wer auf beiden Ohren gut hört, hört räumlich, kann also die Richtung von Geräuschen zuordnen. Zudem sitzen im rechten und linken Innenohr die beiden Gleichgewichtsorgane, drei Bogengänge, deren unterschiedliche räumliche Ausrichtung vielfältige Informationen gewährleistet. Die gesammelten Informationen dieser unterschiedlichen Messfühler werden an das Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet.
Ist eines dieser Organe krank, oder senden die Messfühler unterschiedliche Informationen, irritiert das unser Gehirn. Das Resultat können Schwindel und Gleichgewichtsstörungen und sogar Ohnmachten sein.
Den Schwindelkalender aus der Sendung finden Sie
hier zum Ausdrucken als PDF.