Morbus Menière - der Fall Christina V.
Hörsturz, Übelkeit, extreme Schwindelattacken. Wer zum ersten Mal einen Morbus Menière-Anfall hat, vergisst ihn nie wieder. Christina V. ging es so schlecht, dass sie am liebsten sterben wollte: "Mir ging es so schlecht. Ich hatte totale Angst, weil ich nicht wusste, was mit mir ist."
Die Ursache des Schwindels liegt im Innenohr. Dort sorgen zwei voneinander getrennte Flüssigkeiten dafür, dass wir das Gleichgewicht halten können. Aus bislang ungeklärten Gründen entsteht bei Morbus Menière ein erhöhter Druck im Innenohr. Die Flüssigkeiten vermischen sich, eine Art "giftige Brühe" entsteht und der Anfall ist da.
Christina V's. Gleichgewichtsorgan wird heute bei einer Untersuchung künstlich gereizt. Durch Spülungen mit kaltem und warmem Wasser kann bei ihr Schwindel ausgelöst werden. Das sieht man ganz deutlich an heftigen Augenbewegungen. Die Untersuchung zeigt, dass das rechte Gleichgewichtsorgan nicht mehr normal funktioniert, das linke funktioniert noch normal, d. h. der Morbus Menière betrifft ihr rechtes Ohr.
Der Hörtest zeigt, dass auch ihr Hörvermögen auf dem rechten Ohr inzwischen stark eingeschränkt ist. Bedingt durch den Morbus Menière. Die 54-Jährige Verwaltungsangestellte hatte vor zwei Jahren den ersten Anfall. Seitdem nimmt sie Medikamente. Eine Operation kommt für sie nicht in Frage.