Wer unter wiederkehrendem Schwindel oder Ohnmachtsanfällen leidet, muss oft von mehreren Fachärzten untersucht werden, bis die Diagnose fest steht. Erster Ansprechpartner ist der Hausarzt. Wichtig ist zunächst die Krankengeschichte (so genannte Anamnese). Hilfreich ist es, wenn Sie alles in einem Schwindeltagebuch notiert haben (s.o.). Schon damit lässt sich in neun von zehn Fällen die Diagnose stellen!
Körperliche Untersuchung:
- Blutdruck, Puls, Blutzucker
- Untersuchung der Augenbewegungen (Nystagmus)
- Gehör- und Gleichgewichtsprüfung
- Koordinationsprüfung
Zusätzlich je nach Befund nötig:
- Audiometrie (Gehörprüfung beim Facharzt)
- Vestibularistest (Gleichgewichtsprüfung beim Facharzt)
- Test um eine Sinusknotenerkrankung auszuschließen, insbes. bei Älteren EKG, ggf. sowohl in Ruhe als auch unter Belastung, ggf. 24-Stunden-Blutdrucküberwachung
- u.U. neurologische Untersuchungen, EEG, um eine Epilepsie auszuschließen
- gel. bildgebende Verfahren (Computer-Tomogramm, Kernspintomogramm) um z. B. einen Tumor auszuschließen
- Ultraschalluntersuchung von den hirnversorgenden Blutgefäßen
- Hirnfunktionsdiagnostik
- Psychiatrische Untersuchung
Autorin: Eva Maria Siefert