Fotos posten, Videos streamen oder mal ordentlich Dampf über den Chef ablassen - viele Dinge, die im Netz zum Alltag gehören, sind rechtlich nicht erlaubt. YOU FM weiß, wo Sie aufpassen sollten.
Rund 10.000 Euro soll laut Experten jede Facebook-Pinnwand wert sein, würde sie von einem fleißigen Abmahnanwalt entdeckt. Denn lustige Bilder teilen, Zitate von Künstlern posten oder gar selber Lieblingssongs mit der Gitarre covern und hochladen, verstoßen gegen das Urheber- oder Zitatrecht.
Post, Bilder, Links - was darf ich veröffentlichen?
Darf ich jedes Bild posten?
Nein. Bilder dürfen Sie nur posten, wenn Sie die Rechte daran haben. Das heißt, Sie haben die Bilder entweder selber gemacht oder die Erlaubnis vom Fotografen bekommen.
Ob Sie die Bilder selber hochladen oder sie nur teilen, ist dabei egal. Auch bei Partyfotos müssen Sie aufpassen. Die Leute, die gerade mit dem Bier oder Schnaps zu sehen sind, müssen Sie vorher fragen, bevor Sie das Foto bei Facebook veröffentlichen.
Und was ist mit den Vorschaubildern bei Links?
Auch die verletzen schon das Urheberrecht. Allerdings wird sich da wohl kaum ein Fotograf beschweren, da er erstens nicht viel Geld vor Gericht bekommen würde und Sie außerdem ja auch noch für ihn Werbung machen.
Mir gefällt das Zitat eines Sängers. Das darf ich aber doch posten, oder?
Für Texte gelten die gleichen Regeln wie für Bilder, nur dass Sie hier im Zweifel gegen das Zitatrecht verstossen. Besonders aufpassen sollten Sie bei verstorbenen Künstlern. Momentan ist es z.B. besonders gefährlich Loriot zu zitieren, da seine Erben viele Leute abmahnen lassen.
Ich blogge auch. Bei Themen, die mich aufregen, darf ich auch mal deutlicher werden, oder?
Schreiben Sie lieber nur, was Sie anderen Leuten auch ins Gesicht sagen würden. Dann sind Sie auf der sicheren Seite. Wenn Sie aber in Ihrem Blog über Ihren Chef lästern, riskieren Sie damit eine fristlose Kündigung. Und egal wie viele Leser Ihr Blog hat, Beleidigungen können strafrechtlich verfolgt werden.
Muss ich auch aufpassen, was andere Leute als Kommentare in meinen Blog schreiben?
Eine dauerhafte Überwachung ist nicht notwendig. Werden Sie allerdings darauf hingewiesen, dass ein Kommentar beleidigend ist und Sie lassen ihn stehen, haften Sie ab diesem Moment auch für den Inhalt.