Schon seit Jahren hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Facebook an einem eigenen Smartphone bastelt. Was Android für Google ist, soll das "Facebook Phone" für das soziale Netzwerk werden. Auch wenn dies von Facebook bereits mehrfach dementiert wurde, waren sich viele bei der Einladung zum Presse-Event einig: "Jetzt kommt es!" Wenn schon kein eigenes Telefon, dann wenigstens ein Betriebssystem für Smartphones.
Eine neue Suche für Facebook
Doch weit gefehlt: Was Mark Zuckerberg vorstellte, war ein ganz anderes Produkt, mit dem niemand gerechnet hatte: eine neue Suche für Facebook, die "Graph Search".
Das steckt hinter der "Graph Search"
Wer bislang die Suchfunktion von Facebook benutzt hat, konnte damit bestenfalls verschollene Freunde, Gruppen und Produktseiten finden. Die aber auch mehr schlecht als recht. Das soll mit der "Graph Search" anders werden: Wer fortan wissen möchte, welcher seiner Freunde gerne Musik von Metallica hört oder was für Restaurants es in Kassel gibt, der soll mit der neuen Suche fündig werden.
Anfragen wie "Welche Musik hören Menschen, die Til Schweiger mögen" sollen ebenso möglich sein wie "Fotos auf denen mein Freund Heiko markiert ist" oder "Freunde von meinen Freunden, die in Bad Wildungen leben".
Dabei gibt "Graph Search" nur Daten aus, die man nach den Privatsphäreeinstellungen der jeweiligen Inhalte auch sehen darf. Wenn bestimmte Inhalte also nur für die eigenen Freunde freigegeben sind, dann können diese auch nur von denen gefunden werden. Was öffentlich ist, könnte aber fortan in "Graph Search"-Suchergebnissen auftauchen.
Die neuen Privatsphäre-Einstellungen von Facebook sind inzwischen online. Zum Beispiel können Sie jetzt mit Ihrem Chef auf Facebook befreundet sein, allzu private Posts aber vor ihm verbergen. Mit unserer aktuellen Checkliste haben Sie Ihre Daten im Griff.