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Grill mit Fleisch und Gemüse (Bild:  colourbox.com)
 

Tomaten aus dem eigenen Garten

Viele Gemüsesorten eignen sich zum eigenen Anbau im heimischen Garten. Tomaten sind dabei das liebste Gemüse der Deutschen. Jedes Jahr verzehren wir 16 bis 18 Kilogramm in allen Formen und Farben. 90 Millionen Tonnen Tomaten werden jährlich weltweit produziert.

Wer Tomaten selbst zieht, hat die aromatischsten und süßesten Sorten zur Auswahl. Weit über 4000 unterschiedliche Sorten sind bekannt. Aromatische Sorten sind unter anderem "Dolce Vita", "Dasher", "Phantasia", "Picolino", "Goldita", "Red Pear", "Zebrino" und "Agro", die sich für die Zucht im Gewächshaus besonders gut eignen. Aber auch im Freiland kann man sie ziehen, dann aber benötigen sie eine Rankhilfe und einen Regenschutz.

Tomatensorten wie "Bianca" und "Tomatito" und vor allen Wildtomatensorten wie "Rote Murmel" und "Golden Currant halten es auch im Regen aus. Sie wachsen buschig und ohne Rankhilfe und ihre Früchte sind aromatisch und süß.
 
Tipps zur Tomatenzucht
Tomatensamen sollten im März oder April ausgebracht werden und das unbedingt in nährstoffarme, unkrautfreie Aussaaterde. Nach der Aussaat werden die Samen mit einer Schicht Erde bedeckt, denn Tomaten sind sogenannte Dunkelkeimer. An einem hellen, etwa 20 Grad warmen Standort keimt die Saat dann nach ein bis zwei Wochen. Tomatenliebhaber säen auch gern in Perlit aus. Dieses vulkanische Gestein ist steril und nimmt Feuchtigkeit gut auf. Das verhindert, dass sich Pilze festsetzen. Wichtig ist, dass bei einer Aussaat in Perlit unbedingt gedüngt werden muss, sobald die ersten Keimblätter zu sehen sind.

Nach den Eisheiligen, Mitte Mai, können die Jungpflanzen ausgesetzt werden. Die meisten Tomatensorten mögen kein Wasser von oben, denn das fördert die Kraut- und Braunfäule. Zudem brauchen die meisten Stöcke eine Rankhilfe. Am einfachsten und kostengünstigsten eignen sich Sisalschnüre. Der Tomatenstock sollte rundherum viel Platz haben, denn im Laufe des Sommers wird er noch einiges an Umfang zulegen.

Als Gießhilfe eignet sich ein einfacher Blumentopf. Neben die Pflanze in der Erde platziert sorgt er dafür, dass auch die tiefen Wurzeln ausreichend mit Wasser versorgt werden. Doch zu viel Wasser ist nicht gut. Als Faustregel gilt: Erst gießen, wenn sich die eingerollten Blätter am Morgen nicht wieder öffnen. Brennnesselsud ist ein kostenloser Dünger, der sich ganz einfach selbst herstellen lässt. Vorsicht gilt bei jungen Pflanzen und Setzlingen, hier muss der Sud stark verdünnt werden. Auf einen Teil Jauche kommen dann 20 Teile Wasser.
 
Wie kann ich leckere Tomaten selbst vermehren?
Selbstgezogene Tomaten sind bekanntlich die leckersten. Wenn sich die ideale Sorte gefunden hat, sollte sie möglichst auch im nächsten Sommer auf dem eigenen Balkon oder im eigenen Garten wachsen. Das ist gar nicht so schwer, denn in einer Tomate sind viele kleine Samen verpackt. Die glitschige Hülle muss dafür aber weg, denn in dieser Hülle befinden sich Stoffe, die das Keimen der Samen verhindern. Mit einem kleinen Löffel lassen sich die Samen mit Fruchtfleisch in ein Glas Wasser geben. Nach spätestens zwei Tagen haben sich die Samen aus der glitschigen Hülle gelöst und sind auf den Boden des Glases gesunken. Die Samen können dann in einem Sieb unter fließendem Wasser gelöst werden und werden anschließend auf Küchenpapier getrocknet. Trocken und gut verschlossen lassen sich die Samen bis zu fünf Jahre lang aufbewahren.
 
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Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 28.06.2012, 8:11 Uhr
 

Hintergrund

Zu Gast in der Sendung:

Dorothée Waechter, Gartenbau-Ingenieurin
Gerhard Brandt, Gärtner
Volker Hintz, Koch

Information

Literatur zum Thema:

Dorothée Waechter "Outdoor-Küchen. Im Garten kochen, grillen und genießen"
127 Seiten, 19,95 Euro
ISBN: 978-3-8354-0684-1
BLV Buchverlag GmbH & Co.KG
2010

Jamie Purviance "Weber's Steak. Die besten Grillrezepte"
144 Seiten, 14,99 Euro
ISBN: 978-3-8338-2285-8
Gräfe und Unzer Verlag GmbH
2011

Renate Hudak u.a. "Gartenschätze: Küchengarten für Selbstversorger"
240 Seiten, 24,99 Euro
ISBN: 978-3-8338-2473-9
Gräfe und Unzer Verlag GmbH
2012
 
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