Tipps zur Tomatenzucht
Tomatensamen sollten im März oder April ausgebracht werden und das unbedingt in nährstoffarme, unkrautfreie Aussaaterde. Nach der Aussaat werden die Samen mit einer Schicht Erde bedeckt, denn Tomaten sind sogenannte Dunkelkeimer. An einem hellen, etwa 20 Grad warmen Standort keimt die Saat dann nach ein bis zwei Wochen. Tomatenliebhaber säen auch gern in Perlit aus. Dieses vulkanische Gestein ist steril und nimmt Feuchtigkeit gut auf. Das verhindert, dass sich Pilze festsetzen. Wichtig ist, dass bei einer Aussaat in Perlit unbedingt gedüngt werden muss, sobald die ersten Keimblätter zu sehen sind.
Nach den Eisheiligen, Mitte Mai, können die Jungpflanzen ausgesetzt werden. Die meisten Tomatensorten mögen kein Wasser von oben, denn das fördert die Kraut- und Braunfäule. Zudem brauchen die meisten Stöcke eine Rankhilfe. Am einfachsten und kostengünstigsten eignen sich Sisalschnüre. Der Tomatenstock sollte rundherum viel Platz haben, denn im Laufe des Sommers wird er noch einiges an Umfang zulegen.
Als Gießhilfe eignet sich ein einfacher Blumentopf. Neben die Pflanze in der Erde platziert sorgt er dafür, dass auch die tiefen Wurzeln ausreichend mit Wasser versorgt werden. Doch zu viel Wasser ist nicht gut. Als Faustregel gilt: Erst gießen, wenn sich die eingerollten Blätter am Morgen nicht wieder öffnen. Brennnesselsud ist ein kostenloser Dünger, der sich ganz einfach selbst herstellen lässt. Vorsicht gilt bei jungen Pflanzen und Setzlingen, hier muss der Sud stark verdünnt werden. Auf einen Teil Jauche kommen dann 20 Teile Wasser.