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Zimtsterne (Bild:  colourbox.com)

Gutes Gelingen

Weihnachtsplätzchen, Stollen und Co.

Mit dem Buß- und Bettag ist Saison für das Stollen, Lebkuchen und Plätzchen backen offiziell eröffnet. Schon seit jeher wird an bzw. nach diesem Feiertag mit der Weihnachtsbäckerei begonnen. Das hat seinen guten Grund.
 

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21.11.2012, 18:50 Uhr
Einige Backwaren wie zum Beispiel der Stollen schmecken erst so richtig, wenn sie noch einige Tage "liegen", bevor sie bei der Kaffeetafel aufgetischt werden. Auch Lebkuchen brauchen ihre Zeit, um "durchzuziehen" und ihr Aroma zu entfalten. Diese auch am besten nicht backfrisch essen. Nach rund 2 Wochen Lagerzeit schmecken sie einfach noch besser. Natürlich sind die Weihnachtsgebäcke gehaltvoll und was früher wichtig war, nämlich Energiespender zu sich zu nehmen, um über die kalte Jahreszeit zu kommen, ist heutzutage eher ein reines Genuss-Lebensmittel.

Trotzdem gilt: Genießen Sie ihre Weihnachtsplätzchen mit einem guten Gewissen und dafür in Maßen, denn in diesem Gebäck steckt jede Menge Gutes: Honig, Rosinen, Nüsse, Mandeln und die typischen Gewürze wie Nelken, Kardamom oder Ingwer sind sogar gesund. Nüsse und Mandeln sind kleine Kraftpakete. Sie liefern nämlich jede Menge Mineralstoffe und Vitamine, vor allem Vitamin B, Vitamin E und Niacin. Vitamin B stärkt die Konzentration und die Nerven. Vitamin E sorgt für schöne Haut. Niacin zählt zu den wasserlöslichen Vitaminen und spielt eine entscheidende Rolle in unserem Energiestoffwechsel. Der wichtigste Mineralstoff in Nüssen und Mandeln ist Kalium, das in unserem Wasserhaushalt den Natriumanteil reguliert und so Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindert. Außerdem stecken in Nüssen und Mandeln Magnesium, Kalzium, Phosphor und Eisen. Magnesium schützt vor Muskelkrämpfen. Kalzium und Phosphor stärken unsere Knochen und Zähne und beugen so Karies und Osteoporose (Knochenschwund) vor. Mit der Hilfe von Eisen kann der Körper Zellen erneuern und neue Blutkörperchen bilden. Den höchsten Mineralstoffgehalt haben Mandeln. Haselnüsse enthalten besonders viel Vitamin E, Walnüsse besonders viel Kalium.
 

Welches Mehl für die Weihnachtsbäckerei?

Video: Weihnachtsplätzchen, Stollen und Co. 24:53 Min
(© hr | service: trends, 21.11.2012)
Zum Plätzchenbacken eignet sich das ganz gewöhnliche Haushaltsmehl am besten, sprich: Weizenmehl. Roggen-, Buchweizen- oder Dinkelmehl sind ungeeignet. Der Grund: Roggenmehl muss, damit es auch gut verdaulich ist und eine bessere Bindung erhält, gesäuert werden und das funktioniert nur mit Sauerteig. Leider schmecken dann auch die Plätzchen säuerlich. Buchweizenmehl enthält dagegen keine Kleibereiweiße und ist deshalb zum Plätzchenbacken nur zu gebrauchen, wenn man es mit Weizenstärke oder Weizenmehl mischt. Bei Dinkelmehl sieht es ähnlich aus: Hier sind nur wenig Klebereiweiße enthalten und deshalb werden die Plätzchen nicht locker genug. Hier machen Experimente also wenig Sinn. Mit Weizenmehl in seinen verschiedenen Varianten sind Sie auf der sicheren Seite.

Weizenmehl Typ 405:
Diese Mehlsorte ist die gängigste und wirklich überall zu bekommen. Die Bezeichnung "Typ 405" bedeutet, dass in 100 g Mehl 405 mg Mikronährstoffe stecken. Weizenmehl Typ 405 ist ein sogenanntes "Auszugsmehl". Es ist besonders fein gemahlen und entsprechend locker wird auch der Teig. Allerdings hat es auch Nachteile: Durch das feine Mahlen gehen viele Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente) verloren, die vor allem in und unter der Schale des Korns stecken. Und im Vergleich zu anderen Mehlsorten enthält Mehl vom Typ 405 deutlich weniger verdauungsfördernde Ballaststoffe. Noch dazu gehen durch das feine Mahlen auch Klebereiweiße verloren, die für eine gute Teigbindung sorgen. Dadurch kann sich das Mehl schlechter mit den anderen Zutaten verbinden und der Teig kann beim Plätzchenbacken auseinanderlaufen.

Die Rezepte aus der Sendung finden Sie hier zum Ausdrucken als PDF.
 
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Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 23.11.2012, 8:36 Uhr
 

Hintergrund

Zu Gast in der Sendung:

Michael Beck, Koch
Dr. Stephan Lück, Ernährungswissenschaftler

Information

Literatur zum Thema:

Bernd Siefert "Weihnachtsbäckerei - Meine Backrezepte für die Weihnachtszeit"
159 Seiten, 19,90 Euro
ISBN: 978-3-941641-05-1
Verlag Tre Torri
September 2009

Gerd J. Grein "Weihnachten im alten Hessen"
191 Seiten, 15,95 Euro
ISBN: 3-373-00513-2
Verlag der Nation Ingwert Paulsen
2002

Gesine Harth "Die kreative Manufaktur - Süße Geschenke zu Weihnachten - Leckereien backen & verpacken"
111 Seiten, 14,99 Euro
ISBN: 103-7724-5901-3
Frech Verlag
Oktober 2011
 
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