"Paris - die Stadt der Liebe" jubeln die Deutschen. Die Franzosen dagegen beschwören die "Stadt des Lichts". Fest steht: Frankreichs Hauptstadt ist ein Mythos. Was hat sie bloß, was andere nicht haben?
Paris ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Staunen, Bummeln, das gewisse Etwas genießen die französische Metropole hält, was sie verspricht.
Wohlklingende Namen wie Montmartre, Sacré Coeur, Louvre, Notre Dame oder Moulin Rouge schlagen die Besucher in ihren Bann. Sie alle möchten wenigstens für kurze Zeit eintauchen in die Pariser Lebensart, ins savoir vivre, über breite Boulevards schlendern, träumend entlang der Seine promenieren, die beeindruckende Architektur bewundern, die Romantik der vielen Quartiers entdecken und vielleicht sogar die Liebe, die hier in aller Munde ist.
Und so lockt die französische Metropole jährlich über 30 Millionen Besucher an und zählt zu den meist besuchten Städten der Welt.
Um einen ersten Überblick über die Stadt mit all ihren Monumenten und Plätzen zu gewinnen, bietet sich eine Stadtrundfahrt an bei schönem Wetter natürlich mit einem offenen Bus (siehe aktuelle Informationen am Ende des Artikels). Nach dem "hop on, hop off-Prinzip" darf man nach Lust und Laune aus- und einsteigen und sich die Sehenswürdigkeiten genauer ansehen. Die Fahrt führt natürlich vorbei am Louvre, dem wohl bekanntesten Museum von Paris, wenn nicht der ganzen Welt. Denn hier hängt die berühmte Mona Lisa, deren faszinierendes Lächeln jährlich fast 8,5 Millionen Besucher anzieht. Es lohnt sich, die Karten online vorzubestellen, um langes Anstehen zu vermeiden.
Mit dem Bus geht es weiter zur Kathedrale Notre Dame auf der île de la Cité, der Insel in der Seine, dem ältesten Stadtteil und Herzen von Paris. Durch Victor Hugos Roman Der Glöckner von Notre Dame wurde die Kathedrale weltbekannt. Die Besucher können, wie einst der verliebte Quasimodo, den Turm besteigen und die Aussicht genießen. Der Eintritt zu den Türmen kostet für Erwachsene 8 Euro, die Besichtigung der Kirche ist kostenlos.
Paris hat eine lange Baugeschichte. Zu einer modernen Hauptstadt wurde sie im 19. Jahrhundert durch den Präfekten und Stadtplaner Georges-Eugène Baron Haussmann.
Und auch wenn sein Bauprojekt den Abriss des alten und engen Paris mit sich brachte, so wurde die Stadt erst durch seine perfekte Planung zu dem großzügigen Gesamtkunstwerk, als das sie sich heute präsentiert.
Der Place de Gaulle zählt zu den monumentalsten Plätzen. In seiner Mitte liegt der Arc de Triomphe, erbaut zu Ehren der napoleonischen Armee. Seinen früheren Namen Place de l'Étoile, Platz der Sterne, verdankt er der Tatsache, dass hier zwölf Boulevards aufeinander treffen, auch die Avenue des Champs-Élysées eine Prachtstraße, gesäumt von teuren Restaurants und luxuriösen Geschäften.
Das Seineufer und seine Promenade sind UNESCO Weltkulturerbe. Zwischen der Brücke Pont de Sully und Pont dIéna verläuft der historische Kern der Stadt, von wo aus die französische Aristokratie seit dem 10. Jahrhundert ihre Macht ausübte. Hier trifft man auch auf die weltberühmten Bouquinisten, die an diesem Ort seit jeher Bücher in Hülle und Fülle verkaufen. Hier fließt der Fluss sozusagen zwischen den Bücherregalen hindurch.