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 (Bild:  colourbox.com)
Mancher pfeift auf Regeln für den guten Umgangston.
 

So punkten Sie mit Tischmanieren

Kochen und gutes Essen stehen hoch im Kurs. Ob zu Hause oder im Restaurant. Damit man ein gutes Essen in Gesellschaft unbeschwert genießen kann, sollte man ein paar Grundregeln beherrschen, auch wenn die Konventionen heute nicht mehr so streng sind wie früher und selbst manche Top-Restaurants um lockere Atmosphäre bemüht sind.

  • Grundsätzlich gilt: Wenn Sie etwas nicht kennen, fragen Sie oder lassen Sie es sich zeigen. Sie sind der zahlende Gast. Eine selbstbewusste Frage kommt allemal besser als aus Unkenntnis folgende Peinlichkeiten.

  • Es beginnt mit dem Betreten des Restaurants: Der Mann geht voran, betritt den Gastraum als erster.

  • Nächste Hürde im guten Restaurant, die viele verschreckt: Der Aperitif, der "Magenöffner". Er sollte prickeln, also Kohlensäue enthalten, um den Appetit anzuregen. Wenn Sie keinen speziellen Wunsch haben, lassen Sie sich etwas empfehlen. Sie müssen aber keinen teuren Champagner bestellen. Wer noch Autofahren oder auf den Geldbeutel schauen muss, kann auch ein Mineralwasser oder eine Apfelschorle nehmen.

  • Das Sekt- oder Wein-Glas: Das nächste Fettnäpfchen. Bloß nicht am Kelch anfassen! Sondern unten am Stiel.

  • Anstoßen mit Sekt, zwar allgemein üblich, aber unter Kennern verpönt. Nur das Weinglas darf klingen. Sollten mehrere Gläser auf dem Tisch stehen: Auch wenn man Wasser in größeren Mengen trinkt als Wein, in der Regel ist das Wasserglas das kleinere. Rotweingläser sind bauchiger als Weißweingläser.

  • Die Serviette: Sie liegt auf dem Schoss und sollte einmal gefaltet werden. Die Serviette ist in erster Linie zum Mund abtupfen gedacht, damit keine Fettränder an die Gläser kommen, und nicht zum Händeabputzen. Zum Abtupfen wird die Serviette aufgefaltet und die benutzte Seite anschließend wieder nach innen gefaltet. In den USA ist es üblich, die Serviette auf den Stuhl zu legen, wenn man seinen Platz verlässt. Bei uns wird die Serviette auf den Tisch links neben das Gedeck gelegt.

  • Beim Besteck gilt die Regel "von außen nach innen", in der Folge der Gänge wird das Besteck von außen nach innen benutzt. Benutztes Besteck nicht auf dem Tischtuch, sondern auf dem Teller ablegen.

  • Bei einem flachen Messer mit einem Knick zwischen Griff und Schneide handelt es sich um das Fischmesser. Den Fisch schneidet man hinter den Kiemen und am Schwanz ein. Dann fährt man mit dem Messer am Rückgrat und den Gräten entlang und hebt das obere Filet ab. Das gleiche an der Unterseite und dann kann man Gräten, Kopf und Schwanz ganz elegant am Stück entfernen. In gehobenen Restaurants wird Ihnen die Arbeit abgenommen.

  • Wenn der Fisch sorgfältig zerlegt wurde, dann muss man nachher keine Gräten mehr mit den Fingern aus dem Mund ziehen. Passiert es doch, dann lieber rausnehmen als runterschlucken.

  • Auch beim Hühnchen heißt es "Finger weg"! Mit einem scharfen Messer ist das Tranchieren ein Kinderspiel, wenn man mit sanftem Druck durch die Gelenke schneidet. Die Brust wird in der Mitte eingeschnitten und dann mit dem Messer als Ganzes weggeschnitten.

  • Beim Nachtisch können Sie entspannen. Denn da kann man eigentlich nichts falsch machen. Den darf man sogar zu zweit von einem Teller genießen.
 
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Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 18.01.2013, 13:37 Uhr
 

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Zu Gast im Studio:

Lis Droste, Management-Trainerin für Stil und Etikette
 
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