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Mann schläft vor Computer (Bild:  colourbox.com)
Wer oft nachts arbeitet, bringt seinen Biorhythmus durcheinander.

Wenn Nachtschicht krank macht

Gesundheitstipps für Schichtarbeiter

Schichtarbeit kann ganz schön stressig sein. Neue Studien sagen, dass Nachtschichtarbeiter wie Polizisten, Krankenschwestern oder Wachpersonal besonders krebsgefährdet sind. Was kann man tun, damit unregelmäßige Arbeitszeit nicht krank macht?
 

Melatonin- und Vitamin D-Mangel

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4.01.2013, 7:15 Uhr
Denn Schichtarbeit ist ein Krankheitsrisiko, besonders wenn nachts gearbeitet wird. In neuen wissenschaftliche Studien aus Schweden und Irland wird impliziert, dass Nachtschichtarbeit sogar die Entstehung von Krebs fördern kann.

Dr. Jutta Mersch-Müller, Onkologin an der Kasseler Habichtswald-Klinik äußert ebenfalls Bedenken in Bezug auf Nachtschichtarbeit: "Insbesondere scheint das Melatonin, das Schlafhormon, eine wichtige Rolle zu spielen. Wenn man nachts arbeitet, wird dieses Melatonin nicht so gut gebildet." Menschen, die nachts arbeiten müssen, bilden zudem wenig Vitamin D.
 

Ernährungstipps

Der Tag und Nacht-Rhythmus des Körpers gerät völlig durcheinander, wenn man mehr als zwei Tage am Stück nachts arbeiten muss. Das kann krank machen.

Aber Krebsexpertin Mersch-Müller weiß, wie man das Krankheitsrisiko verringert - egal, ob man nachts oder tagsüber arbeitet. Zum Beispiel, indem man auf der Arbeit regelmäßig isst: "Man muss keine umfangreiche Mahlzeit zu sich nehmen sondern kann sich einen Snack machen. Obst ist günstig. Oder ein Brot mitnehmen, mit Gemüse." Vielleicht hat man auch die Möglichkeit, sich in einer Kantine zu versorgen.

Als Faustregel gilt: Bunt essen, also zum Beispiel viel Tomate, Paprika und Salat mit an den Arbeitsplatz nehmen, dazu Äpfel, Orangen oder was man sonst noch mag. Außerdem sollte man regelmäßige Essenszeiten einhalten.
 

Bewegungstipps für den Arbeitsplatz

Zur Gesundheit am Arbeitsplatz gehört aber auch Bewegung. Ein kleiner Gang an der frischen Luft, einmal Treppensteigen, oder auch kleine Übungen direkt am Arbeitsplatz. Jutta Mersch-Müller macht es vor: Sie streckt den Arm waagerecht zur Seite aus. Und hält ihn so über ein paar Minuten: "Haltearbeit leisten heißt Kraftaufbau. Das nennt man isometrische Anspannung. Und wenn Sie den Arm so halten, dann wissen Sie, was Haltearbeit ist!"

Andere Dehn- und Streckübungen kann man sich vom Krankengymnasten empfehlen lassen oder im Internet finden.

Informationen von Jens Wellhöner
 
Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 18.01.2013, 11:12 Uhr
 
 
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