Sonnenmilch-Produkte im Visier von Ökotest
Die warme Sommersonne fühlt sich toll auf unserer Haut an, wir fühlen uns wacher und sind insgesamt glücklicher. Das liegt am Glückshormon Serotonin, einem Botenstoff in unserem Gehirn. Um Serotonin herzustellen, benötigt der Körper die Lichtreize der Sonne, die er über die Augen empfängt. Gleichzeitig wird die Vitamin-D-Produktion in unserer Haut angeregt, dem wesentlichen Baustein für unser Knochenwachstum. Doch Vorsicht! Zu viel Sonne auf ungeschützter Haut begünstigt die Entstehung von Hautkrebs. Gerade deshalb ist guter Sonnenschutz wichtig. Ökotest hat 23 Sonnenschutzmittel getestet. Vom Naturprodukt bis zur preiswerten Discounter-Sonnencreme.
Von den 23 untersuchten Sonnenschutzmitteln fielen immerhin acht wegen bedenklicher Inhaltsstoffe vollständig durch. Allein sechsmal fanden die Tester so genanntes Diethylphtalat: ein Stoff, der für die Haut gefährlich werden kann, weil er eine hormonähnliche Wirkung besitzt. Zumal der Zusatz eine rein technische Funktion hat, und nur eingesetzt wird, um Parfüm zu stabilisieren, kritisierte Ökotest.
Dieser Stoff steckt in: Ombiasun Spray von Aldi, Cadeavera von Müller, Eucerin Age Protecting Sonnenlotion von Beiersdorf, Lancaster Sun Care , Lancome Soleil DNA Guard und Lóreal Solar Expertise Sonnenmilch.
In anderen Produkten fand Ökotest so genannte PEG-Derivate, die in den Sonnencremes Wasser mit Öl verbinden. Sie machen die Haut für Fremdstoffe durchlässig, also, genau das, was ein guter Sonnenschutz verhindern soll, so Ökotest.
PEG-Derivate fanden sich in: La Roche-Posay Anthelios Sonnenmilch, Eucerin, Garnier Ambre Solaire , Lancaster Sun Care, Lancome, L´Oreal und Vichy Capital Soleil Gel-Milch.