Draußen eisige Kälte, drinnen warme Heizungsluft, das sind die Extrema, denen wir im Winter ausgesetzt sind. Warme Luft kann viel mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Wenn also die Außenluft durch die geöffneten Fenster in unsere Wohnräume gelangt, wird sie durch die Heizung erwärmt, dabei nimmt sie alle verfügbare Feuchtigkeit auf. Als erstes merken wir das an unseren Schleimhäuten in Nase und Mund, die unsere Atemluft mit Feuchtigkeit versorgen. Aber auch der Haut wird Wasser entzogen, was wir aber erst bemerken , wenn sie spannt und juckt. Daher sollten Sie in geheizten Räumen immer viel trinken. Am besten ist es, wenn Sie in Ihrer Wohnung Luftbefeuchter verwenden. Es gibt sie in Form von Zimmerbrunnen oder aber die klassischen Keramikbehälter vor der Heizung. Auch eine einfache Schüssel mit Wasser auf der Heizung erfüllt ihren Zweck und schont Ihre Haut.
Periorale Dermatitis
Periorale Dermatitis ist ein typisches Frauenleiden. Meistens sind Frauen im Alter zwischen 16 und 45 Jahren betroffen. Zunächst rötet sich die Haut rund um den Mund und es bilden sich Pusteln und Bläschen. Außerdem können weitere Gesichtpartien betroffen sein: zunächst die Nasenflügel und das Kinn, später auch Wangen, die Augenpartien und die Stirn. Die Haut juckt, brennt oder spannt.
Sind Sie von solch schmerzhaften Pusteln und Bläschen befallen, sollten Sie von einem Dermatologen zunächst abklären lassen, ob eine bakterielle Infektion vorliegt. Diese muss nämlich mit einem geeigneten Antibiotikum behandelt werden. Die eigentliche Ursache muss jedoch ebenso beseitigt werden. Oft hatten die Betroffenen ursprünglich nur trockene Haut. Zur Minderung des Juckreizes sollten keine fetten Salben benutzt werden. Denn diese legen sich wie ein Film auf die Haut und verhindern die Bildung eigener Fette. Kortisonprodukte können zwar kurzfristig helfen und Reizungen mindern, führen aber langfristig auch zur Zerstörung der Oberhaut.
Autorin: Annette Schlüter
Filmbeitrag: Trockene Haut und periorale Dermatitis
Immer schön und gepflegt aussehen, dieses Ideal kann für so manche Frau in einem Teufelskreis enden. Gerade, wer im Beruf perfekt geschminkt sein muss, hat oft Probleme mit der Gesichtshaut. So auch Sabine M. Mit trocken schuppender Haut um den Mund herum fängt es an. Eincremen hilft nur kurzfristig, denn die Haut produziert selber weniger Fett, trocknet also aus. Wenig später zeigen sich auch an den Augenlidern und Nasenflügeln rote Pusteln. Die Haut juckt, brennt und spannt schmerzhaft. Daher greift Sabine M. zu einer milden Kortisonsalbe. Diese lindert die Entzündungen zwar, macht die Haut aber auf Dauer empfindlicher.
Make-up verdeckt zwar die Rötungen, aber durch die hautfremden Inhaltsstoffe reizt die Schminke weiter. Die Haut kann niemals durchatmen. Ursache ist nämlich die Überpflege der Haut. Bekannt auch als Stewardessenakne. Durch das ständige Reinigen, Cremen, Peelen und damit auch ständigem Kontakt mit synthetischen Konservierungs- und Duftstoffen, Alkohol und Fetten wird die hauteigene Schutzschicht zerstört. Die Hornhautbarriere, die Fremdstoffe abhalten soll, wird schlichtweg weggepflegt. So ist der Weg frei für alle unerwünschten Bakterien und Pilze. Der einzige, nicht medikamentöse Weg raus aus dem Teufelskreis ist der gänzliche Verzicht auf alle Reinigungs-, Pflege- und Make-up-Produkte. Die Haut muss selber ihre eigene Schutzschicht wieder aufbauen. Allerdings kann das vier bis zwölf Wochen dauern. Aber Durchhalten lohnt sich.
Autorin: Erika Brettschneider