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Deos (Bild:  colourbox.de)

Kampfansage an den Schweiß

Wie gut sind Deos wirklich?

Welche Art von Deodorant wirkt am besten und wieso? Wie entstehen eigentlich Deoflecken auf der Kleidung - und wie bekommt man sie wieder heraus?
 

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11.05.2011, 21:00 Uhr
Aufregung, Hitze, heiße Getränke, scharfes Essen und schon geht es los mit dem Schwitzen. Das ist auch gut so, denn der Schweiß kühlt beim Verdunsten die Haut ab und schützt so den Körper vor Überhitzung. Schweiß ist übrigens auch wichtig für die Liebe. Er ist Teil unseres eigenen, unverwechselbaren Geruchs und der ist eben anziehend. Manchmal aber auch nicht.
 
Einfach für alle. Der Rundfunkbeitrag.
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Wann wird aus Geruch Gestank?

Die meisten der zwei bis vier Millionen Schweißdrüsen unserer Haut sind wichtig für die Wärmeregulation. Sie sind mit wässrigem Sekret gefüllt, und das riecht fast nicht. In einigen etwas anders aufgebauten Drüsen schlummert jedoch ein dickflüssiger Geruchscocktail, der eigentlich sexy machen soll. Auf der Haut wird er von Bakterien zersetzt und was da übrig bleibt, kann auch mal weniger gut riechen. Besonders viele dieser Duftdrüsen finden sich in der Achselhöhle.

Und hier kommen Deos ins Spiel. Wie wirksam sie sind, testen Hersteller in umfangreichen Studien. Dabei geht es auch um die Haut-Verträglichkeit. Hierzu tragen Test-Personen Flieseinlagen oder schwitzen in der werkseigenen Sauna unter kontrollierten Bedingungen. Die benutzten Einlagen werden luftdicht verschlossen und dann kommen sie ins Spiel: Sogenannte "Sniffer", also Schnüffler. Sie bewerten die Einlagen geruchlich: Stinkt es, ist der getestete Wirkstoff durchgefallen.

Die Suche nach neuen Deo-Stoffen läuft unter Hochdruck. Denn bislang gibt es nur eine Handvoll wirksamer Substanzen, die zum Teil aber unerwünschte Nebenwirkungen haben können oder umstritten sind.
 

Was wirkt in Deos?

Grundsätzlich beruht die Wirksamkeit eines Deodorants auf zwei unterschiedlichen Prinzipien: Prof. Heike Raddatz, Expertin für Kosmetikinhaltsstoffe, Fachhochschule Trier, erklärt das so: „Antitranspirantien sind Inhaltsstoffe, die die Hautoberfläche verdichten." So sollen die Ausführungsgänge der Schweißdrüsen verengt und die Schweißabgabe minimiert werden. "Das zweite Wirkprinzip sind richtige Deostoffe. Sie führen in der Regel dazu, dass geruchsbildende Bakterien gehemmt oder auch teilweise abgetötet werden können."

Und dann gibt es noch Parfüm- und Geruchsstoffe, die die eigenen Ausdünstungen überdecken sollen. Meist werden zwei oder drei Wirkstoffe kombiniert. In sehr vielen Deos enthalten sind Aluminiumsalze. Sie reduzieren die Schweißbildung sehr effektiv. Insgesamt werden drei Aluminiumverbindungen verwendet, so Prof. Heike Raddatz: "Am wichtigsten ist das Aluminiumchlorohydrat geworden, weil es momentan den effizientesten Wirkstoff auf dieser Strecke darstellt. Ein Problem bei diesem Wirkstoff kann entstehen, wenn er unsachgemäß angewendet wird. Und er kann bei empfindlichen Personen Hautreizungen hervorrufen."
 
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Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 18.07.2014, 10:09 Uhr
 
 
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