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Frau mit hochgezogenem Rollkragen (Bild:  colourbox.de)

Die richtige Pflege

So schützen Sie Ihre Haut vor Kälte

Klirrende Kälte, trockene Heizungsluft – das macht der Haut im Winter zu schaffen. service: gesundheit gibt Tipps, wie Sie der Winterhaut jetzt Fett und Feuchtigkeit geben.
 

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20.12.2012, 18:50 Uhr
Im Winter sehen Menschen hierzulande immer etwas grau und mitgenommen aus. Kälte und trockene Heizungsluft strapazieren unsere Haut. Mit der richtigen Pflege kommt man wieder zu einem strahlenden Teint. Spannende Gesichtshaut, aufgesprungene Lippen und raue Hände kommen im Winter häufig vor, weil die Witterung auch den Stoffwechsel unserer Haut beeinflusst.
 
Einfach für alle. Der Rundfunkbeitrag.
Weitere Informationen erhalten Sie [hier].
Veränderter Hautstoffwechsel im Winter
Bei Kälte ziehen sich die Blutgefäße in der Haut zusammen, um die Wärme im Inneren des Körpers zu halten. Leider bekommt die Haut deswegen nur eine gedrosselte Nährstoffzufuhr und auch weniger Sauerstoff. Der Stoffwechsel der Haut läuft nur auf Sparflamme. Deswegen sehen die Menschen im Winter blass und grau aus.

Im Winter produziert die Haut weniger Fett
Die Haut ist im Winter aber auch weniger geschützt. Die Talgdrüsen in der Haut erzeugen einen natürlichen Fettfilm, der unsere Haut gegen die Umwelt und gegen äußere Einflüsse schützt sowie einen Wasserverlust verhindert. Er wirkt so einer Austrocknung entgegen. Normalerweise bilden die Talgdrüsen täglich ein bis zwei Gramm Talg. Ist es mehr, wirkt die Haut fettig, ist es weniger, entsteht eine trockene Haut. Im Winter bekommen mehr Menschen als sonst eine trockene Haut. Denn je kälter es wird, desto weniger Talg produzieren die Talgdrüsen in der Haut. Der Schutzfilm auf der Haut wird dünner und der Verdunstungsschutz wird deswegen auch geringer. Die Haut wird schneller trocken und spröde, wenn man nichts dagegen unternimmt. Ab acht Grad minus produzieren die Talgdrüsen gar kein Fett mehr. Deshalb ist es sehr wichtig, die Haut - vor allem bei sehr kalter Witterung und beim Skifahren - gut zu schützen.
 
Heizungsluft trocknet die Haut aus
Die kalte Winterluft entzieht der Haut die Feuchtigkeit, aber auch die Luft in den Innenräumen - vor allem wenn sie stark beheizt sind. Der Wechsel zwischen den Temperaturen außen und innen strapaziert die Haut ebenso. Gleichgültig, ob drinnen oder draußen: Im Winter hat es die Haut nicht leicht. Der dünnere oder fehlende Fettfilm aus Talg schützt die Haut nicht genügend vor der Austrocknung. Bei manchen Menschen kommt es sogar zu Juckreiz, dem "Winterjucken", weil die geringe Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen die Haut stresst.

Besondere Pflege für Allergiker
Vor allem Ekzempatienten mit "Neurodermitis", Atopiker generell (also alle Menschen mit Allergien gegen Pollen, Katzenhaare etc.) sowie ältere Menschen müssen aufpassen. Neurodermitiker bekommen oft im Herbst, wenn die Luft trocken und kalt wird, vermehrt Ekzemschübe. Bei älteren Menschen kann die Schwelle von der trockenen Haut zum manifesten "Austrocknungsekzem" schnell überschritten werden. Die Haut von Atopikern weist dann eine erhöhte Entzündungsbereitschaft auf, kann gerötet, rau, entzündet und juckend werden.

Autorin: Annette Bögelein
 
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Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 22.01.2013, 11:08 Uhr
 

Hintergrund

Zu Gast in der Sendung:

Dr. med. Ulrich Kühne, Facharzt für Hautkrankheiten u. Allergologie
 
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