hr-online Informationen aus Hessen
ARD.de Hilfe Feedback Die RSS-Angebote des hr Folgen Sie uns auf twitter hr-online bei Facebook
 
Seite: 3/6
Erkältung (Bild:  colourbox.com)
 

Virusbeobachtung durch WHO

Seit Jahrhunderten ist die Grippe überall auf der Welt der Auslöser tödlicher Epidemien. So raffte die Spanische Grippe von 1918-1920 rund 20 Millionen Menschen dahin, rund eine halbe Milliarde erkrankte. Deshalb stehen die Grippeviren unter ständiger Kontrolle der Weltgesundheitsorganisation WHO. Sie bestimmt dann regelmäßig im Februar anhand ihrer Beobachtungen der Grippeaktivität in Asien jene Virenstämme, die uns in der nächsten Grippesaison gefährlich werden können. Und deren Oberflächenantigene unser Grippeimpfstoff im Herbst dann enthalten muss. Die Produktion des Impfstoffes mit den neuen Merkmalen dauert etwa ein halbes Jahr, dann ist der Grippeimpfstoff für diese Saison in Apotheken und beim Arzt zu haben.
 

Die Impfung

Wegen ihrer Wandlungsfähigkeit ändern sich Grippeviren ständig, deshalb schützt die Impfung auch nur vor dem aktuellen Virusstamm. Allerdings bauen Menschen, die sich regelmäßig impfen lassen, eine Art "Grundschutz" auf. Hat derjenige dann eine Impfung ausgelassen und wird von den Grippeviren erwischt, könnte die Erkrankung einen milderen Verlauf nehmen, schätzen Infektionsexperten. Allerdings hat sich das Virus nun im Vergleich zum Vorjahr so stark verändert, dass für die Impfstoffproduktion alle drei Virusstämme, die die Basis des Impfstoffes bilden, komplett ausgetauscht werden mussten. Auch wer also im vergangenen Jahr gegen Grippe geimpft wurde, kann auf den "Grundschutz" nicht hoffen und sollte sich deshalb unbedingt impfen lassen.

Eine Grippeimpfung ist für folgende Personen zu empfehlen:
  • Menschen über 60 Jahre
  • chronisch Kranke (z.B. Diabetes, Asthma, COPD, schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Menschen mit Immundefekten)
  • Menschen, die viel Kontakt mit Anderen haben, z.B. Lehrer, Ärzte und Pflegepersonal, alle Berufe mit Publikumsverkehr

Auf keinen Fall impfen:
  • sollten sich Personen mit einer Allergie gegen Hühnereiweiß, da herstellungsbedingt im Impfstoff Spuren davon enthalten sein können. Einen eiweißfreien Impfstoff gibt es in diesem Jahr wegen Probleme bei der Abfüllung leider nicht.
  • Außerdem nicht empfehlenswert: bei einem akuten Infekt.
 

Harmlose Erkältung oder doch Grippe?

Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Halsschmerzen, evtl. mäßiges Fieber, Kopf-, Glieder- und leichte Muskelschmerzen sowie Mattigkeit. Anfangs gleichen sich die Beschwerden bei beiden Krankheiten sehr. Allerdings sind die Symptome bei einer Grippe von Beginn an meist dramatischer: die Betroffenen fühlen sich richtig krank, die Beschwerden setzen oft so plötzlich und heftig ein, dass die Patienten sogar die Uhrzeit nennen können.

Hinzu kommen:
  • hohes Fieber (über 39 °C)
  • Schüttelfrost
  • Appetitlosigkeit
  • starke Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen
  • schmerzhafte Hustenanfälle
  • Schwächegefühl und oft massive Kreislaufbeschwerden.

Wann zum Arzt?
  • bei sehr hohem Fieber (über 39° C)
  • heftigen Ohren- oder Halsschmerzen
  • starkem Husten, bei eitrigem Auswurf, Atembeschwerden
  • falls sich die Erkältungsbeschwerden nach einigen Tagen nicht bessern
  • wenn das Allgemeinbefinden sehr stark eingeschränkt ist

Vorsicht!
Säuglinge, kleine Kinder, Schwangere, Ältere und Menschen, deren Abwehrsystem durch Vorerkrankungen bereits angeschlagen ist, sollten früher zum Arzt gehen!
 
Seite:   <<    1    2    [3]    4    5    6    >>   
Redaktion: mikr / anfi
Letzte Aktualisierung: 18.01.2013, 14:13 Uhr
 

Information

Kontaktadressen:

Deutsches Grünes Kreuz e.V. (DGK)
Im Kilian
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon: 0 64 21 / 29 30
Telefax: 0 64 21 / 229 10 E-Mail: dgk@kilian.de
Internet: www.dgk.de

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
Godesberger Allee 18
53175 Bonn
Telefon: 0228 / 3776-600 E-Mail: webmaster@dge.de
Internet: www.dge.de

Robert-Koch-Institut (RKI) Nordufer 20
13353 Berlin
Internet: www.rki.de

Mehr zum Thema

Buchtipps:

Die Hausapotheke: Bewährte Naturheilmittel zur Selbstbehandlung
Franziska von der Au
Bassermann Verlag 2007
ISBN-10: 3809421464
ISBN-13: 978-3809421467
Preis: 4,95 Euro

Hausapotheke. Wirksame Hilfe aus Naturheilkunde und Schulmedizin
Petra Wenzel
Gräfe & Unzer Verlag 3. Aufl. 2007,
ISBN-10: 3833802103
ISBN-13: 978-3833802102

Impfungen – 99 verblüffende Tatsachen
artina Lenzen-Schulte
Trias Verlag
ISBN: 9783830434412
Preis: 14,95 Euro

Hausmittel: Geprüfte Naturheilmittel ohne Nebenwirkungen
Jörg Zittlau, Norbert Kriegisch, Dagmar Heinke
Südwest-Verlag 2007
ISBN-10: 3517082503
ISBN-13: 978-3517082509
Preis: 12,95 Euro

Selbstmedikation: Rezeptfreie Mittel für Sie bewertet. Die 2000 wichtigsten Medikamente
Annette Bopp
Stiftung Warentest 2006
ISBN-10: 3937880275
Preis 20,00 Euro

Sanfte Hausmittel bei Husten, Schnupfen und Heiserkeit
Regina Sailer
Verlag Dr. Müller 2004
ISBN-10: 3936755647
ISBN-13: 978-3936755640
Preis: 9,95 Euro

Wege aus der Blasenschwäche
Anne Freimann
Schlütersche Verlag
ISBN 978-3-89993-537-0
Preis: 11,90 €

Diabetes - Gut leben mit Typ-2-Diabetes
Anne Freimann
Schlütersche Verlag 2008
ISBN-13: 9783899935431
ISBN-10: 3899935438
Preis: 12,90 Euro

Schwindel – So kommt die Welt wieder ins Gleichgewicht
Anne Freimann
Schlütersche Verlag
ISBN 978-3-89993-544-8
Preis: 11,90 €
 
hr-online enthält Links zu anderen Internetangeboten. Wir übernehmen keine Verantwortung für Inhalte fremder Webseiten.