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Erkältung (Bild:  colourbox.com)
 

Komplikationen bei Erkältungen und Grippe

In der Regel ist eine Erkältung harmlos und nach ein bis zwei Wochen überstanden. Sie kann allerdings auf Nasennebenhöhlen (Sinusitis) oder die Bronchien (Bronchitis) übergreifen. Zu Beginn kann es auch zu einer leichten Bindehautentzündung oder zu einer begleitenden Mittelohrentzündung (vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern) kommen. Da die Erkältungsviren zudem den Körper schwächen, bereiten sie so den Boden für eine Zweitinfektion mit Bakterien, Ärzte sprechen dann von einer Superinfektion. Und die kann wie in unserem Fallbeispiel zu einer ernst zu nehmenden und langwierigen Lungenentzündung werden. Aber auch Nerven- oder Hirnentzündungen können als Folge einer Erkältung auftreten.
 

Unterschätzt: Herzmuskelentzündung nach Virusinfekt

Eine weitere, ernste Komplikation ist die Herzmuskelentzündung (Myokarditis). Sie ist nicht selten die Folge einer unvollständig ausgeheilten Grippe und äußert sich durch eine akut oder chronisch verlaufende Entzündung, die vor allem die Herzmuskelzellen aber auch die Zellen des Zellzwischenraumes oder die der Herzgefäße betrifft. In 50-80 Prozent der Fälle erholt sich das Herz spontan und ohne weitere Therapie wieder. In den übrigen Fällen zeigt sich ein lebensbedrohlicher Verlauf, bis hin zum schweren Pumpversagen mit tödlichem Ausgang bzw. der Notwendigkeit zur Herztransplantation. Bei etwa 15% der Betroffenen kommt es zu einer chronischen Herzmuskelentzündung. Die Viren setzen sich dann in den Herzmuskelzellen fest, zerstören sie und es entstehen kleine Narben im Gewebe. Da diese Narben die Leistung des Herzmuskels schwächen, pumpt das Herz immer schlechter, zusätzlich können Herzrhythmusstörungen auftreten. Besonders oft entwickelt sich eine solche Virusmyokarditis nach übergangenen oder nicht ausgeheilten Infekten und zu geringer körperlicher Schonung in der akuten Krankheitsphase.
 

Abwehrkräfte stärken – Gemüse gegen Erkältungen

Wintergemüse
Kohl in allen Variationen, oder Winterwurzelgemüse ist reich an Folsäure, Vitamin C, an B-Vitaminen, und enthält reichlich sekundäre Pflanzenstoffe. Die können antientzündlich und sogar antibakteriell wirken.

Zwiebeln
Enthalten das schwefelhaltige Allicin, das beim Schneiden freigesetzt wird. Wirkt gut als Zwiebelsäckchen bei Ohrenschmerzen: Zwiebel zerkleinern, am besten zerquetschen, denn so wird noch mehr von dem "reizenden" Schwefelstoff frei. Auf einem umgedrehten Topfdeckel wird das Säckchen dann erwärmt und lauwarm auf das kranke Ohr gelegt.

Ein weiteres Hausmittel: Zwiebelsirup. Er gilt als Tausendsassa bei Husten und Erkältungen. Die kleingeschnittene Zwiebel wird mit Zucker oder Honig vermengt. Über Nacht bildet sich ein Sirup daraus. Drei bis fünfmal täglich ein Teelöffel voll, und die Erkältungskeime machen schlapp. Kleiner Nachteil: Der Zwiebelgeschmack.

Meerrettich
Enthält Bestandteile des Senföls und andere ätherische Öle, die machen aus ihm ein natürliches Antibiotikum. Er regt nicht nur die Verdauung an, sondern gilt, weichgegart zusammen mit Honig, als Medizin bei Erkältung. Dazu einen schwarzen Rettich kappen, aushöhlen, mit streichfestem Honig füllen und auf unterster Stufe im Ofen garen bis der Honig flüssig ist. Den Rettich herausnehmen und mit dem verflüssigten Honig mindestens eine Stunde ziehen lassen. Den so gewonnenen Saft mit einem Esslöffel herausnehmen und trinken, bis zu 2 EL pro Tag.

Sauerkraut
Der robuste Winterkohl liefert unserem Immunsystem jede Menge Nährstoffe. Vor allem Vitamin C, davon hat Weißkraut mehr als beispielsweise Kiwi. Durch den Gärprozess zum Sauerkraut entstehen Milchsäurebakterien, die wirken aufbauend im Darm, dem zentralen Organ unseres Immunsystems.

Autoren: Karin Teufel/Alenka Tschischka/Sandra Ließmann
 
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Redaktion: mikr / anfi
Letzte Aktualisierung: 18.01.2013, 14:13 Uhr
 

Information

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13353 Berlin
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