Abwehrkräfte stärken Gemüse gegen Erkältungen
Wintergemüse
Kohl in allen Variationen, oder Winterwurzelgemüse ist reich an Folsäure, Vitamin C, an B-Vitaminen, und enthält reichlich sekundäre Pflanzenstoffe. Die können antientzündlich und sogar antibakteriell wirken.
Zwiebeln
Enthalten das schwefelhaltige Allicin, das beim Schneiden freigesetzt wird. Wirkt gut als Zwiebelsäckchen bei Ohrenschmerzen: Zwiebel zerkleinern, am besten zerquetschen, denn so wird noch mehr von dem "reizenden" Schwefelstoff frei. Auf einem umgedrehten Topfdeckel wird das Säckchen dann erwärmt und lauwarm auf das kranke Ohr gelegt.
Ein weiteres Hausmittel: Zwiebelsirup. Er gilt als Tausendsassa bei Husten und Erkältungen. Die kleingeschnittene Zwiebel wird mit Zucker oder Honig vermengt. Über Nacht bildet sich ein Sirup daraus. Drei bis fünfmal täglich ein Teelöffel voll, und die Erkältungskeime machen schlapp. Kleiner Nachteil: Der Zwiebelgeschmack.
Meerrettich
Enthält Bestandteile des Senföls und andere ätherische Öle, die machen aus ihm ein natürliches Antibiotikum. Er regt nicht nur die Verdauung an, sondern gilt, weichgegart zusammen mit Honig, als Medizin bei Erkältung. Dazu einen schwarzen Rettich kappen, aushöhlen, mit streichfestem Honig füllen und auf unterster Stufe im Ofen garen bis der Honig flüssig ist. Den Rettich herausnehmen und mit dem verflüssigten Honig mindestens eine Stunde ziehen lassen. Den so gewonnenen Saft mit einem Esslöffel herausnehmen und trinken, bis zu 2 EL pro Tag.
Sauerkraut
Der robuste Winterkohl liefert unserem Immunsystem jede Menge Nährstoffe. Vor allem Vitamin C, davon hat Weißkraut mehr als beispielsweise Kiwi. Durch den Gärprozess zum Sauerkraut entstehen Milchsäurebakterien, die wirken aufbauend im Darm, dem zentralen Organ unseres Immunsystems.
Autoren: Karin Teufel/Alenka Tschischka/Sandra Ließmann