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 (Bild:  colourbox.com)
Betroffenen fällt es oft schwer, morgens in Schwung zu kommen.
 
Während der ersten Phase ist der Blutdruck in den Adern am höchsten, während der zweiten am niedrigsten. Daher werden bei der Blutdruckmessung immer diese beiden Werte angegeben. Aufgebaut wird der Druck also vom Herzen, aber ebenso wichtig ist die Beschaffenheit der Blutbahnen. In engen Gefäßen ist der Fließwiderstand höher, so dass der Druck für die ja gleich bleibende Menge Blut gegenüber weiten Gefäßen steigt. Für die Weite der Gefäße ist ein kompliziertes Geflecht von Muskeln, Nerven und Botenstoffen verantwortlich. Natürlich ebenso die bekannten Kalkablagerungen, die innen auf den Gefäßwänden liegen.

Normalwerte
Für Erwachsene gelten 110 - 135 für den oberen systolischen Wert und 75 - 90 für den unteren diastolischen Wert als normal. Liegen beide Werte in diesem Bereich, ist die Kombination, beispielsweise 110 / 75 oder 135 / 75, nebensächlich. Die physikalische Maßeinheit für den Druck ist übrigens mmHg. Völlig unbedeutend für den Blutdruck ist übrigens das Alter. Die Normalwerte gelten gleichermaßen für Alt und Jung.
 

Das geht bei niedrigem Blutdruck im Körper vor sich

Statt bei den üblichen rund 120 mm Quecksilbersäule liegt der obere, der sogenannte systolische Druck in den Gefäßen bei niedrigem Blutdruck meist deutlich unter 100. Mehrere Faktoren spielen für die Höhe des Blutdruck eine Rolle: Der variable Durchmesser der Gefäße, die Kraft und Frequenz des Herzschlags und die Steuerung dieser Funktionen über unser Gehirn und Nervensystem sorgen normalerweise für ausreichende Versorgung überall im Körper. Oft betroffen vom niedrigen Blutdruck sind jüngere, schlanke Frauen.

Und das kann auch messbare körperliche Auswirkungen haben. Hinweise darauf gibt eine Untersuchung, die Psychologen an der Uni München an vierzig Probandinnen durchführten: Die Ruhedurchblutung des Gehirns ist ungefähr um 15 - 20 Prozent reduziert im Vergleich zu Menschen mit normalem Blutdruck, aber auch die Dynamik der Durchblutung ist eingeschränkt, erklärt Dr. Stefan Duschek. Normalerweise passt sich die Versorgung unseres Gehirns schnell und effektiv an die Schwere der Aufgaben an.

Denn geistige Anstrengung und hohe Konzentration erfordern mehr Energie. Autoregulation heißt dieser Vorgang. Aber genau diese Anpassung ist bei Menschen mit Hypotonie um bis zu 30 Prozent reduziert, sagt Dr. Duschek.
 

Vorsicht im Straßenverkehr

Das hat keine Auswirkungen auf die Intelligenz, kann aber überall da Einschränkungen mit sich bringen, wo längere Konzentration und Aufmerksamkeit gefordert sind. Durchaus gefährlich kann es z. B. im Straßenverkehr werden.

Deshalb sollte man auch bei niedrigem Blutdruck lieber zum Arzt gehen. Er klärt ab, ob die niedrigen Werte tatsächlich Veranlagung sind oder doch andere körperliche Ursachen haben.
 
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Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 18.01.2013, 14:16 Uhr
 
 
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