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 (Bild:  colourbox.de)
Betroffenen fällt es oft schwer, morgens in Schwung zu kommen.
 

Das geht bei niedrigem Blutdruck im Körper vor sich

Statt bei den üblichen rund 120 mm Quecksilbersäule liegt der obere, der sogenannte systolische Druck in den Gefäßen bei niedrigem Blutdruck meist deutlich unter 100. Mehrere Faktoren spielen für die Höhe des Blutdruck eine Rolle: Der variable Durchmesser der Gefäße, die Kraft und Frequenz des Herzschlags und die Steuerung dieser Funktionen über unser Gehirn und Nervensystem sorgen normalerweise für ausreichende Versorgung überall im Körper. Oft betroffen vom niedrigen Blutdruck sind jüngere, schlanke Frauen.

Und das kann auch messbare körperliche Auswirkungen haben. Hinweise darauf gibt eine Untersuchung, die Psychologen an der Uni München an vierzig Probandinnen durchführten: Die Ruhedurchblutung des Gehirns ist ungefähr um 15 - 20 Prozent reduziert im Vergleich zu Menschen mit normalem Blutdruck, aber auch die Dynamik der Durchblutung ist eingeschränkt, erklärt Dr. Stefan Duschek. Normalerweise passt sich die Versorgung unseres Gehirns schnell und effektiv an die Schwere der Aufgaben an.

Denn geistige Anstrengung und hohe Konzentration erfordern mehr Energie. Autoregulation heißt dieser Vorgang. Aber genau diese Anpassung ist bei Menschen mit Hypotonie um bis zu 30 Prozent reduziert, sagt Dr. Duschek.
 

Vorsicht im Straßenverkehr

Das hat keine Auswirkungen auf die Intelligenz, kann aber überall da Einschränkungen mit sich bringen, wo längere Konzentration und Aufmerksamkeit gefordert sind. Durchaus gefährlich kann es z. B. im Straßenverkehr werden.

Deshalb sollte man auch bei niedrigem Blutdruck lieber zum Arzt gehen. Er klärt ab, ob die niedrigen Werte tatsächlich Veranlagung sind oder doch andere körperliche Ursachen haben.
 

So bringen Sie Ihren Kreislauf auf Trab

  • Mehr trinken: Mindestens 2 Liter Flüssigkeit am Tag sollten es sein. Aber auf Alkohol dabei verzichten!

  • Menschen mit niedrigem Blutdruck dürfen in diesem Fall, was für die meisten tabu sein sollte: Speisen kräftig nachsalzen

  • Regelmäßig Sport treiben, am besten Ausdauersport wie Laufen oder Radfahren. Auch regelmäßiges Krafttraining ist sinnvoll. Und möglichst früh beginnen mit Übungen für die so genannten Venenpumpen in den Beinen: Das beugt Krampfadern vor, denn die können den Blutdruck ebenfalls sinken lassen.

  • Einfach, alt bewährt und leicht auch zu Hause anzuwenden: Wechselduschen und Wasseranwendungen nach Kneipp.

  • Den Oberkörper in der Nacht leicht nach oben lagern.


Autoren: Annette Schlüter, Bernd Thomas
 
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Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 23.07.2013, 7:57 Uhr
 
 
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