Gegen welche Krankheit ist welches Kraut gewachsen? Die Natur hat jede Menge zu bieten. Wir sagen Ihnen, wie sie die "Grüne Apotheke" am besten für sich nutzen können.
Grüne Apotheke - Können Heilkräuter Pillen ersetzen?
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29.06.2009, 21:00 Uhr
Eine Pille für jedes Wehwehchen, verspricht die Werbung, und wir schlucken tapfer mit. Längst ist der Arzneimittel-Markt selbst für Ärzte kaum mehr zu überschauen, Online-Apotheken überhäufen uns mit Angeboten billiger Medikamente. Nicht immer steckt in denen auch das drin, was der Patient erwartet, es kann zu schweren Komplikationen kommen. Ab dem 40. Lebensjahr steigt die Zahl der Medikamentenabhängigen deutlich an. Jahrelange Überforderung, schmerzhafte Krankheiten, aber auch lebensspezifische Umbrüche und soziale Veränderungen lassen viele immer häufiger zu Tabletten greifen. Unerwünschte Neben- und Wechselwirkungen sind inzwischen die fünfthäufigste Todesursache in Deutschland.
Für viele Arzneimittel gibt es Alternativen aus der Naturapotheke: Ginseng hilft aus dem Leistungstief, Ingwer vertreibt Magen- Darm-Beschwerden und Anis wirkt krampflösend bei Husten. Und: Wussten Sie, dass aus der Rinde der Weide Salicylsäure gewonnen wird und die gegen Kopfschmerzen, Fieber und rheumatische Beschwerden hilft? Dazu kommt: Das Pulver der Weide wirkt wesentlich weniger reizend auf den Magen als die synthetische Nachfolgerin: Acetylsalicylsäure, die in den gängigen Kopfschmerzmedikamenten verwendet wird. Die Natur hat jede Menge zu bieten, gegen fast jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen. service:gesundheit zeigt ihnen, wie sie das Richtige finden und richtig damit umgehen, denn auch bei der Medizin aus der Natur kann es unerwünschte Nebenwirkungen geben.
Einfach für alle. Der neue Rundfunkbeitrag.
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Der Weissdorn - ein Heilkraut für das Herz
Trotz ihrer 81 Jahre ist Margarete H. noch sehr aktiv. Obwohl sie schon seit Jahren herzkrank ist. Von ihrer Mutter hat sie ein schwaches Herz geerbt, zudem stolpert ihr Herz auch noch häufig. Die Untersuchung bei der Hausärztin ergibt die Diagnose "Herzschwäche im Anfangsstadium" - noch nicht gefährlich, aber eine Erkrankung, die behandelt werden muss. In ihrem Fall empfiehlt ihre Hausärztin, es zunächst mal mit einem pflanzlichen Präparat, einem Mittel aus Weißdorn zu versuchen. Weißdorn wächst auch bei uns, seine Blüten und Blätter enthalten Stoffe, die die Herzkranzgefäße erweitern und so für eine bessere Durchblutung des Herzmuskels sorgen. Allerdings sind Weißdornpräparate nur bei leichten bis mittelschweren Herzerkrankungen empfehlenswert, und man braucht ein bisschen Geduld. Denn ihre Wirkung wird meist erst nach etwa acht Wochen spürbar, hält aber auch noch einige Wochen an, wenn das Präparat bereits nicht mehr eingenommen wird. Bei Margarete H. wirkt der Weißdorn sehr gut, mit ihren täglichen Tabletten und zusätzlichen Tropfen für den Akutfall haben sich ihre Beschwerden deutlich gebessert.
Deutsche Gesellschaft für Naturheilkunde e.V.
Prof. Dr. med. Gustav Dobos
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