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Flasche mit Gift-Aufkleber (Bild:  picture-alliance/dpa)

Risiken erkennen

Gefährliche Gifte zu Hause

Gifte - wir finden sie als Zivilisationsmüll tief unter der Erde, als Abgase in der Luft, aber auch dort, wo wir sie nicht erwarten: Ganz in unserer Nähe, mitten in unserem Alltag können Stoffe lauern, die unserer Gesundheit schaden können.
 

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4.07.2012, 21:45 Uhr
Das Problem ist, dass man viele Gifte weder sieht, riecht noch schmeckt. Da ist es gut, zu wissen, wie man sich schützen kann.alles wissen hat deshalb mehrere Gifte für Sie unter die Lupe genommen, mit denen wir häufiger in Berührung kommen.
 

Schimmel in der Spülmaschine

In rund zwei Drittel aller deutschen Haushalte sorgt eine Spülmaschine für sauberes Geschirr. Doch in ihr können Schimmelpilze lauern. Laut einer internationalen Studie sollen in jedem zweiten Haushaltsspüler Schimmelkulturen entdeckt worden sein. Unter anderem solche, die man auch "Schwarze Hefen" nennt und die besonders gesundheitsgefährdend sein sollen. Schimmelpilze können bei Personen mit Vorerkrankungen Infektionen auslösen und sie können Gifte bilden, die für den Menschen gesundheitsgefährlich werden können. Zudem Schimmelpilze auch Allergien auslösen.

Pilze fühlen sich an den Gummidichtungen besonders wohl
Zusammen mit der Uni Gießen haben wir deshalb getestet, ob auch in Hessens Spülmaschinen bösartige Schimmelpilze wachsen. Insgesamt 12 Maschinen waren in unserer Stichprobe. Da sich die Pilze besonders an den Gummidichtungen wohl fühlen, nehmen wir hier abstriche und schicken sie zur Untersuchung ins Labor. Wie viele Spülmaschinen sind von den Schimmelpilzen befallen?
 
Unser Testergebnis
In allen zwölf Proben finden die Forscher Schimmelpilze. Allerdings relativ wenige - und nur solche, die ohnehin in der Küche vorkommen. Deshalb kann man die Ergebnisse relativ gelassen sehen. Trotzdem sollte man aber im Rahmen einer guten Küchenhygiene auch die Spülmaschine nicht zu vergessen. Die Verbraucherzentralen empfehlen Spülmaschinenpulver oder Tabs mit Bleichmittel. Die sind besonders wirksam gegen Mikroorganismen. Außerdem sollte man die Maschine mindestens einmal im Monat auf höchster Temperatur laufen lassen.

Und: Gummiabdichtungen regelmäßig mit Haushalts- oder Essigreinigern abwischen. Dann bleibt die Maschine nicht nur sauber, sondern auch schimmelfrei.
 

Giftige Gase im Hallenbad

Auch hier würde kaum jemand giftige Stoffe erwarten: Schwimmen gilt ja als gesund, gut für Knochen und Gelenke. Und es stärkt die Lunge. Doch Forscher haben in Schwimmbädern einen problematischen Stoff entdeckt. Von "erhöhtem Asthma-Risiko" durch Chlor und sogar von "Gift" ist die Rede. Was ist da dran? Kann Schwimmen etwa krank machen?

Bei der chemischen Reaktion von Harnstoff und Chlor bildet sich ein giftiges Gas
Im Verdacht die Gesundheit zu schädigen, steht bisher vor allem das Gas "Tri-Chlor-Amin". Es entsteht im Wasser bei der chemischen Reaktion von Chlor mit Harnstoff. Eingeatmet gelangt es direkt in die Lungenzellen. Das Gas riecht. Es ist der typische Hallenbadgeruch, den jeder mit Chlor in Verbindung bringt.
 
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Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 13.07.2012, 9:35 Uhr
 

Information

Verbraucherzentrale Hessen e.V.
vertreten durch den geschäftsführenden Vorstand
Jutta Gelbrich
Große Friedberger Straße 13-17
60313 Frankfurt
Internet: www.verbraucher.de

Umweltbundesamt
Wörlitzer Platz 1
06844 Dessau-Roßlau
Mail: info@umweltbundesamt.de
Internet: www.umweltbundesamt.de

Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST
Bienroder Weg 54 E
38108 Braunschweig
Tel.: 0531/ 21550
Fax: 0531/ 2155900
Mail: info@ist.fraunhofer.de
Internet: www.ist.fraunhofer.de

Professur für Milchwissenschaften
Leiter: Prof. Dr. Dr. habil. Ewald Usleber
Ludwigstraße 21
35390 Giessen
Tel.: 0641/ 9938950
Fax: 0641/ 9938959
Mail: milchwissenschaften@vetmed.uni-giessen.de
Internet: www.uni-giessen.de

Giftinformationszentrum der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen
Klinische Toxikologie der Universitätsmedizin Mainz
Langenbeckstraße 1
55131 Mainz
Giftnotruf: 06131/ 19240
Mail: mail@giftinfo.uni-mainz.de
Internet: www.giftinfo.uni-mainz.de
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"Fugu - Delikatesse mit Risiko"
von Udo Polmer
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