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Heimliche Eindringlinge

Invasion der Käfer

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Messingkäfer (Bild: )
Messingkäfer, Brotkäfer & Co.: Sie flüchten sich in isolierte Küchenwände, Vorratsschränke und Heizungsrohre. Haben sie sich erst einmal eingenistet, wird man sie kaum wieder los. Und dann wird's unangenehm.
 

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15.07.2009, 21:00 Uhr
Niptus hololeucus, der Messingkäfer ist einer der Eindringlingen, die es sich gerne in der warmen Behausung von Homo Sapiens gemütlich machen wollen.

Durch Vögel und über Lebensmittel- und Tiernahrungstransporte der globalisierten Industriegesellschaft hat er sich in ganz Europa verbreitet. Auch wenn er selbst gar nicht fliegen kann – er ist ausdauernd! Einmal im Haus sucht der Eindringling ein Versteck. Der Messingkäfer ist ein Materialschädling. Organische Dämmstoffe sind eine Delikatesse genauso wie Rosshaarpolster, Leder, sogar Matratzen.

Ein anderer weit gereister Untermieter ist der australische Teppichkäfer. Er nistet sich gerne in Teppichen ein. Warum er in seiner Heimat von Blütenpollen lebt, bei uns aber alle Stoffe und Leder frisst, ist ein noch ungeklärtes Rätsel.
 

Selbst Desinfektionsmittel helfen nicht

Video: Wie man mit Nützlingen gegen Schädlinge vorgeht 4:45 Min
(© hr | alles wissen, 26.08.2009)
Exotische Invasoren wie Messing- und Teppichkäfer sind kaum aufzuhalten. Selbst stark desinfizierende Reinigungsmittel erzeugen bei ihnen vermutlich noch nicht einmal Übelkeit.

Derzeit gibt es nichts was die beiden Weitgereisten aufhält: Keine Lockstoffe, keine Fallen, nicht einmal Chemie verspricht hundertprozentigen Erfolg. Auch ein Staubsauger wird dem Messingkäfer nicht gefährlich. Der Chitinpanzer des Messingkäfers ist extrem stabil. Im Staubsaugerbeutel kann er wochenlang überleben. Und wehe die Einsaugverschlüsse sind undicht.
 

Exot aus Ägypten

 (Bild: )
Die Pharaoameise ist dank der Klimaerwärmung überall auf dem Vormarsch.
In Heizungsräumen und Kellern macht sich wegen der Wärme der Rohre noch ein anderer Exot breit: Monomorium pharaonis, die Pharaoameise, ist dank der Klimaerwärmung überall auf dem Vormarsch. Angeblich kam sie im vorigen Jahrhundert beim Transport einer Mumie nach Europa – daher ihr Name.

Die Pharaoameise frisst alles: Speisereste, Abfälle und Exkremente. Durch dabei aufgesammelte Keime wird sie zu einem extrem gefährlichen Krankheitsüberträger. Denn sie kommt häufig mit menschlicher Nahrung in Kontakt.
 
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Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 10.06.2010, 16:14 Uhr
 
 
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