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 (Bild:  colourbox.de)

Tipps für drinnen und draußen

Fußböden selbst verlegen und pflegen

Laminat, Parkett, Kork, Linoleum oder Leder – die Auswahl an Bodenbelägen ist vielfältig. Was gibt's Neues auf dem Fußbodenmarkt und was kosten die gängigsten Bodenbeläge? Wie kann man selbst verlegen und wie pflegt man seine Böden richtig?
 

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1.06.2011, 18:50 Uhr
Fußböden sind viel mehr als nur purer Bodenbelag. Sie schaffen Wohlfühlatmosphäre und Behaglichkeit, können durch ihr Design jeden Raum individuell prägen und für ein ausgeglichenes Raumklima sorgen.

Das gleiche gilt auch für Terrassen- und Balkonbeläge. Schicke Holzterrassen sind in. Aber auch kleine Balkons kann man in richtige Chill-Terrassen verwandeln.
 
Einfach für alle. Der Rundfunkbeitrag.
Weitere Informationen erhalten Sie [hier].

Welche Fußböden liegen im Trend?

Kork:
Kork ist ein Naturprodukt und wird aus der Korkeiche gewonnen. Sie wächst in Mittelmeerländern, wie Portugal oder Spanien. Vorteile: Korkböden sind sehr fußwarm, rückenschonend, da federnd, schalldämmend, antistatisch - der Boden lädt sich nicht elektrisch auf -, für Allergiker geeignet und pflegeleicht. Außerdem beeinflusst Kork das Raumklima positiv, da er Feuchtigkeit aufnimmt und wieder abgibt. Tipp: Korkböden können auch über einer Fußbodenheizung verlegt werden. Und Kork sollte immer ohne Fugen verlegt werden, so kann keine Feuchtigkeit eindringen. Nachteile: Kork ist relativ empfindlich und muss unbedingt versiegelt werden.

Leder:
Leder als Fussboden. Eigentlich scheint dieses Material viel zu empfindlich, um täglich darauf herumzutreten. Irrtum, ein Lederfußboden ist hart im Nehmen und noch dazu pflegeleicht. Das Geheimnis des Bodens – er ist nicht aus großen Lederstücken gemacht, sondern seine Oberfläche besteht aus einem Stoff, der aus Lederresten hergestellt wird. Trotzdem sieht er aus wie Leder, fühlt sich so an und riecht sogar so.
Lederfußboden gibt es zum verkleben und auch als Klicksystem Bodenfliesen.
 
Linoleum:
Linoleum ist ein Naturmaterial. Ursprünglich kommt das Wort aus dem Lateinischen. Übersetzt heißt "oleum lini" Leinöl. Neben Leinöl enthält Linoleum Kalk, Holzmehl und Jute. Vorteil: Linoleum enthält keine Schadstoffe, ist sehr robust, schwer entflammbar und wirkt antistatisch. Das heißt, der Boden lädt sich nicht elektrisch auf. Grundsätzlich gilt, je dicker der Boden ist, desto belastbarer ist er auch. Außerdem ist Linoleum auch für Fußbodenheizungen geeignet. Damit Linoleum möglichst lange erhalten bleibt, sollte es unbedingt eine Schutzschicht haben. Diese kann nach dem Verlegen mit Naturwachs aufgetragen werden oder aus PVS bestehen. Tipp: Wer ein Naturprodukt kaufen möchte, sollte darauf achten, dass der Boden das Symbol "blauer Engel" trägt. So ist sichergestellt, dass die Schutzschicht aus Naturharzen besteht.

Laminat:
Laminat ist eine Schichtpressstoffplatte, die aus mehreren Lagen mit einer Beschichtung aus Laminat besteht. Qualitativ gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Böden. Übersicht schaffen da kleine Piktogramme (Bilder), die verschiedene Eigenschaften beschreiben. Zum Beispiel: Abriebwiderstand, Lichtechtheit oder Fleckenunempfindlichkeit.
 
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Redaktion: nago / anfi
Letzte Aktualisierung: 23.01.2013, 11:32 Uhr
 

Hintergrund

Zu Gast im Studio

Klaus Krompos, Fußbodenexperte

Information

Literatur zum Thema

Andreas Ehrmantraut "Selbst Parkett, Holz- und Laminatböden verlegen. Heimwerken leicht und schnell"
64 Seiten, 4,99 Euro
ISBN: 9783817451210
Compact Verlag
Mai 2006

Peter Henn "Selbst Teppichböden, Linoleum, Kork und PVC verlegen. Compact Praxis - do it yourself"
96 Seiten, 9,99 Euro
ISBN: 9783817421909
Compact Verlag
Januar 2000

Martin Kurz "Boden, Wand, Decke - Raumgestaltung leicht gemacht"
175 Seiten, 29,80 Euro
ISBN: 9783893676439
Blottner Verlag
Oktober 2007
 
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