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 (Bild:  colourbox.de)
 
Erste Hilfsmittel gegen Macken im Laminat:
Da gibt es zwei Möglichkeiten: Wenn die Macke tief genug ist, kann sie mit Wachs (Baumarkt, ab drei Euro) aufgefüllt werden. Auch hier beachten: die richtige Farbe verwenden. Wachs verwendet man übrigens auch bei tiefen Kratzern im Parkett! Das Problem: Die ausgebesserte Stelle wird nie wieder ganz neu aussehen. Deshalb die zweite Alternative: Die Laminatplatte auswechseln. Vor allem, wenn sich die Macke am Rand befindet, ist das kein Problem. Hierbei beachten: sehr vorsichtig immer die ganze Reihe Laminat entfernen. Sich so bis zu der Stelle vorarbeiten, die ausgetauscht werden muss. Diese Methode funktioniert aber nur bei Klicklaminat, d. h. das Laminat darf nicht verklebt worden sein.

Kratzer vermeiden - so sieht Ihr Fußboden lange Jahre wie neu aus!
Grundsätzlich sollten Schmutz, so weit wie möglich, vermieden werden. Eine Schmutzmatte vor der Haustür fängt den gröbsten Schmutz ab. Wer seine Fußböden schonen will, sollte auf Schuhe mit spitzen Absätzen sowie Schuhe mit schwarzen Sohlen im Haus besser verzichten. Am fußbodenfreundlichsten sind Schuhe mit weichen, hellen Sohlen. Diese machen keine Kratzer in den Boden und hinterlassen auch keine unschönen Streifen. Wer an seinen Böden hängt, der kann zudem fußbodenschonende Sessel oder Stühle kaufen. Alle anderen Möbel können natürlich mit kleinen Filzaufklebern oder Teflonuntersetzern kratzfrei gemacht werden. Auf Nummer sicher geht man mit einer durchsichtigen Acrylplatte. Diese wird zum Beispiel unter die Rollen des Bürostuhls gelegt.
 

Fußbodenbeläge für draußen - Holzterrassen sind in!

Die Abende werden länger, die Temperaturen klettern weiter , es zieht einen nach draußen und am besten auf den eigenen Balkon oder die Terrasse. Holzterrassen liegen voll im Trend.
Die Holzarten für Terrassen werden in Dauerhaftigkeitsklassen eingeteilt. Klasse eins – sehr dauerhaft (über 25 Jahre Haltbarkeit) bis Klasse 5 weniger dauerhaft (weniger als 5 Jahre Haltbarkeit). Die Tropenhölzer sind die dauerhaftesten Terrassenhölzer, allen voran Ipe und Cumaru. Aber auch heimische Hölzer wie Robinie und Eiche sind geeignete Hölzer mit einer Dauerhaftigkeit von 20 Jahren.

Dauerhaftigkeitsklassen:

  • 1 sehr dauerhaft
    Ipé / Lapacho
    Massaranduba
    Mukulungu /Afri Kulu
    Cumarú

  • 1 bis 2
    Garapa
    Itaúba
    Robinie
    Merbau,

  • 2 dauerhaft
    Bangkirai / YelIow Balau
    Eiche
    Thermohölzer

  • 2 bis 3
    Sibirische Lärche
    Western Red Cedar
    Yellow Cedar

  • 3 mäßig dauerhaft
    Douglasie (Europ. Herkünfte 3-4)
  • 3 bis 4
    Kiefer
    Europ. Lärche

  • 4 wenig dauerhaft
    Fichte
    Tanne

  • 5 nicht dauerhaft
    Das Splintholz aller Holzarten

Quelle: Schradi Garten- & Landschaftsbau GmbH
Mail: info@landschaftsgaertner.org
Internet: www.landschaftsgaertner.org

Alternativen zur Holzterrasse:

Wer den Look einer Holzterrasse haben will, aber kein Holz verwenden will, für den gibt es verschiedene Alternativen. Zum Beispiel WPC (Wood Plastic Composites) ein Material aus Holz und Kunststoff, das besonders UV-beständig, pflegeleicht und splitterfrei ist. Absolut holzfrei ist ein neues Produkt auf dem Markt namens Resysta. Das Material besteht aus Reishülsen, Steinsalz und Mineralöl – sieht aber aus wie Holz, fühlt sich so an und riecht sogar danach.
 

Glattes oder geriffeltes Holz für die Terrasse?

Auf den geriffelten Dielen sammelt sich zwischen den Riffeln gerne Feuchtigkeit und auch Moos, Algen und Dreck. Das ist der Grund warum eine Terrasse plötzlich glatt wie eine Eisbahn ist. Als Fußreflexmassage ist die Riffelung angenehm und es wird auch nicht so heiß wie auf einer glatten Oberfläche.

Der Trend geht jetzt wieder mehr zu den glatten Terrassendielen, die man im Übrigen im Gegensatz zu den geriffelten auch abschleifen kann.

Rutschgefahr auf der Holzterrasse:
Damit die Freude an Holzdielen auf der Terrasse nicht durch eine unfreiwillige Rutschpartie bei Nässe oder Bodenfrost getrübt wird, empfehlen Gartenprofis wirkungsvolle und gleichzeitig unauffällige Vorkehrungen. Was die Noppenmatte in der Duschwanne, ist ein leicht gekörnter Anstrich auf glatten Oberflächen im Außenbereich.

So bietet beispielsweise der Hersteller PNZ einen transparenten Rutschhemmer an, der auf unterschiedlichen Untergründen wie Fliesen, Marmor, Stein, Beton und eben auch Holz funktioniert. Dabei bleiben die Oberflächenmaserungen, -farben und Oberflächendekore komplett erhalten. Die Firma Osmo hat das Anti-Rutsch Terrassenöl auf den Markt gebracht. Dieses Öl enthält spezielle Partikel, die die Oberfläche rauer machen und "Ausrutscher" verhindern. Neben der Rutschsicherheit bietet das farblose Öl einen verbesserten UV-Schutz zur Erhaltung des natürlichen Holzfarbtons.
 

Wie pflege ich meine Holzterrasse richtig?

Gerade die Reinigung und Pflege der eigenen Holzterrasse bereitet jedoch so Manchem Kopfzerbrechen.
Moos und Algen haben sich auf der Oberfläche und in den Zwischenräumen abgelagert. Vor allem aber der gräuliche Ton der Oberfläche stört den Betrachter.

Die Grundreinigung:
Ein Wasser/Schmierseifen-Gemisch sollte ausreichend sein. Kurzes Anfeuchten der zu bearbeitenden Fläche mit dem Wasserschlauch ist zu empfehlen, danach wird in Faserrichtung des Holzes mit Wurzelholzbürste und Schmierseife gereinigt. Für starken Moos und Algen Bewuchs gibt es spezielle Reiningungsmittel. Diese sind jedoch meist sehr teuer. Ein günstiges Hausmittel hat den gleichen Effekt. Soda (Natriumcarbonat) vermischt mit Wasser, entfernt den hartnäckigen Belag. Auch die Unterkonstruktion einer Terrasse bedarf der Beachtung.

Um Fäulnis, Pilzen und Schädlingen vorzubeugen, müssen Laub und Verschmutzungen regelmäßig entfernt werden. Hochdruckreiniger oder Dampfstrahler sollten ausschließlich mit speziellen Aufsätzen und angepassten Wasserdruck verwendet werden. Viele Hersteller weisen diesbezüglich in ihren Bedienungsanleitungen hin und das mit gutem Grund. Die Schutzschicht des Holzes platzt bei zu hohem Druck auf und wird mit der Zeit zerstört. Die Folge sind immer kürzere Reinigungsintervalle, sowie eine potentielle Verletzungsgefahr durch Holzsplitter.

Das Schleifen der Oberfläche gehört von Zeit zu Zeit zum Reinigungsprozess dazu. Aber auch hier sollte das Augenmerk auf den Erhalt der Schutzschicht liegen. Eine einfache Methode ist die Beimischung von Sand in das Wasser/Schmierseifengemisch. So wird die Oberfläche sanft gereinigt und erhält nebenbei noch einen leichten Peeling Effekt.
 
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Redaktion: nago / anfi
Letzte Aktualisierung: 23.01.2013, 11:32 Uhr
 

Hintergrund

Zu Gast im Studio

Klaus Krompos, Fußbodenexperte

Information

Literatur zum Thema

Andreas Ehrmantraut "Selbst Parkett, Holz- und Laminatböden verlegen. Heimwerken leicht und schnell"
64 Seiten, 4,99 Euro
ISBN: 9783817451210
Compact Verlag
Mai 2006

Peter Henn "Selbst Teppichböden, Linoleum, Kork und PVC verlegen. Compact Praxis - do it yourself"
96 Seiten, 9,99 Euro
ISBN: 9783817421909
Compact Verlag
Januar 2000

Martin Kurz "Boden, Wand, Decke - Raumgestaltung leicht gemacht"
175 Seiten, 29,80 Euro
ISBN: 9783893676439
Blottner Verlag
Oktober 2007
 
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