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 (Bild:  colourbox.de)
 

Was tun, wenn der Boden ungeeignet ist für Rhododendren?

Böden, die allein durch eine Aufbesserung mit den oben genannten Maßnahmen nicht den Ansprüchen des Rhododendrons gerecht werden, also vor allem alkalische und schwere, undurchlässige Böden, kann man durch ein Substrat ersetzen.

Man entnimmt entweder eine Menge an Boden, die doppelt so breit sein sollte wie die Pflanze nach ein Paar Jahren sein wird (und ca. 40-50 cm tief) und ersetzt diesen Bereich mit einem Substrat, das man entweder selbst herstellen kann oder fertig im Gartenhandel kaufen kann.

Oder man füllt 20-30 cm davon auf den Mutterboden auf, sodass eine Art höher gelegenes Beet entsteht, welches man mit ein paar liegenden Holzpfählen an den Seiten und senkrechten Stützstäben im Boden befestigt.

In beiden Fällen sollte die Substraterde durch eine 10-20 cm dicke Kies- oder Häckselschicht vom kalkhaltigen Mutterboden getrennt werden, damit kein kalkhaltiges Wasser aufsteigen kann. Gleichzeitig ist somit eine Dränage bei starkem Regen gegeben.
 
Wie bereitet man Bodensubstrate für Rhododendren selbst zu?

Zur einen Hälfte besteht die Mischung aus Torf. Die andere Hälfte kann eine Mischung aus Laub- oder Rindenhumus und reifem Kompost sein. Dazu kann man entweder ein Fünftel Holzspäne, Sägemehl, Estrich- oder feinen Sand zur Lockerung und Durchlässigkeit mischen.

Einen Grunddünger kann man ebenso direkt in das Substrat mischen; Am besten eignen sich zwei Hände mineralischen Langzeitvolldüngers, der wenig Salz (Chlorid) enthält. Es eignet sich beispielsweise Blaukorn Entec von Compo, der über 4-5 Monate gleichmäßig düngt. Pflanzt man den Rhododendron im Frühjahr, das heißt spätestens Mitte Mai, wird im selben Jahr keine weitere Düngung mehr notwendig. Hat man den Rhododendron im Herbst, also bis Mitte November gepflanzt, sollte im März des darauf folgenden Jahres noch einmal dieselbe Menge zugegeben und vorsichtig eingearbeitet werden.
 

Was ist bei der Pflege von Rhododendren wichtig?

Gerade weil die Wurzeln der Rhododendren so weit oben liegen, ist es hier schwierig, Unkräuter zu entfernen, ohne dem Wurzelwerk zu schaden. Deswegen ist es wichtig, dass vor dem Einpflanzen hartnäckige Unkrautwurzeln von Quecke, Giersch und Ackerweide vollständig entfernt werden.

Ansonsten ist eine gute Maßnahme gegen Unkraut immer eine Mulchschicht. Es eignen sich beispielsweise Falllaub von anderen hartlaubigen Baumarten, Torf oder geschredderte Zweige und Äste.

Mulchen ist für den Rhododendron wichtig, weil dadurch die Feuchtigkeit länger im Boden bleibt und für eine ausgeglichene Temperatur im Boden sorgt. Außerdem verkrustet die Bodenoberfläche nicht, sodass der Boden immer wasserdurchlässig bleibt. Zuletzt bereichert die langsam verrottende Mulchschicht das Bodenleben mit den nach und nach freigesetzten Nährstoffen.

Die Stärke der Mulchschicht hängt von der Größe der Pflanze ab. Großwüchsige Sorten können bis zu 10-15 cm vertragen, kleineren Japanische Azaleen zum Beispiel reicht eine 3-5 cm dicke Schicht.

Was den Wasserbedarf angeht, ist es für Rhododendren wichtig, dass sie in einer feuchten Umgebung stehen. Vor allem direkt nach dem Einpflanzen muss die junge Pflanze gut mit Wasser durchtränkt werden. Bis sie gut angewachsen ist, sollte man sie dann regelmäßig, an heißen Tagen täglich, gießen.
 
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Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 23.01.2013, 12:32 Uhr
 

Hintergrund

Zu Gast in der Sendung:

Immo Herbst, Gartenbau-Techniker und -Meister
Andrea Maisch, Deko-Expertin

Information

Literatur zum Thema:

Andreas Bärtels "Das große Buch der Rhododendren und Azaleen"
173 Seiten, 49,90 Euro
ISBN: 978-3-8001-4806-6
Ulmer Verlag
August 2006

Katharina Adams "Rhododendren"
96 Seiten, 7,95 Euro
ISBN: 3-8354-0072-X
blv
Juli 2006

Rainer Härig "Rhododendron und Azaleen"
112 Seiten, 14,90 Euro
ISBN: 103-8001-4683-5
Ulmer Eugen Verlag
April 2004
 
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