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 (Bild:  colourbox.de)
 

Worauf kommt es an bei einem japanischen Garten?

Die Philosophie von japanischen Gärten besteht darin, die Natur so authentisch wie möglich nachzubilden und ihr dadurch ein Stück näher zu kommen. Dabei kann man Elemente nachbauen, die einem persönlich in der Natur gefallen, wie etwa ein Bach oder eine kleine Berglandschaft.

Wunderbar harmonieren die weichen Blütenteppiche von Azaleen, die sich über die Miniaturlandschaften ausbreiten, mit dem Charakter eines Japanischen Gartens. Vor allem Japanische Azaleen haben einen fernöstlichen Charakter und fühlen sich beispielsweise in der Nähe eines kleinen Bachlaufes wohl. Die oft dicht wachsenden, kissenartigen Büsche wirken wie ineinander geschobene Halbkugeln ("Kokarikomi" - kleine geschnittene Büsche). Oder sie liegen großflächig wie ganze Hügel in der Gartenlandschaft ("Okarikomi" - große geschnittene Büsche). Vor allem Steine bilden einen guten Kontrast zum farbigen Blütenteppich.

Man sagt Japangärten nach, dass sie den Menschen ausgeglichener und glücklicher machen. Dies liegt zum Beispiel an den Formen, die in dieser Gartenarchitektur zum Einsatz kommen. Das sind symmetrische Formen, ruhige Linien und Parallelen. So wirkt zum Beispiel eine Steinplatte, die parallel zur Wasseroberfläche eines Teiches oder Sees liegt, beruhigend, weil dies unserem Verständnis von Sicherheit entspricht. Unser Instinkt weiß, dass wir von einer ebenen Platte eher am Wasser trinken könnten, als von einer schiefen.

Der Unterschied zum Zen-Garten besteht darin, dass dieser mehr ein karger Kiesgarten ist, der den Geist beruhigen und auf die Meditation vorbereiten soll. Oft gibt es in einem solchen Garten eine kleine Teehütte, in der die Teezeremonie vollzogen wird. Der Japanische Garten ist also eine Oase für die Sinne!
 

Welche Pflanzen eignen sich als Begleiter von Rhododendren?

Rhododendren kann man gut in Begleitung mit anderen Pflanzen stellen, da dies oft ihre Wachstumsbedingungen verbessert. Da Rhododendren am besten in lichtem Schatten stehen, sind hohe Bäume oder Sträucher gute Nachbarn. Sie geben auch dem bunten Farbfeuerwerk der Rhododendren einen ruhigen und ausgleichenden Rahmen. Hat man beispielsweise eine heimische Wald-Kiefer in seinem Garten stehen, eignet sich die Pflanzung von Rhododendron in der Nähe. In kleineren Gärten passen die Mädchen-Kiefer und Lärchen gut zum Rhododendron, weil sie den gewünschten lichten Schatten spenden.

Am besten wählt man natürlich Nachbarpflanzen, die ähnliche Standortansprüche wie die Rhododendren haben, ohne ihnen Konkurrenz im Wurzelbereich zu machen. Daher sind vor allem tief wurzelnde Pflanzen und Gehölze gut geeignet.

Auch japanische Gehölze wirken natürlich vor allem im fernöstlich gehaltenen Garten sehr gut mit Rhododendren zusammen. Japanische Ahorne sind mit ihren vielen Sorten und 2-4 Metern Wuchshöhe gern gewählte Begleiter, nicht nur im Hintergrund. Weitere Gehölze für den Vordergrund sind ähnlich schattenverträgliche immergrüne Sträucher wie Lorbeerkirsche oder Mahonien. Sommergrüne Begleiter sind die duftend weißen Scheineller und Erlenblättrige Zimterle. Für zarte Azaleen empfehlen sich viele kleine immegrüne Sträucher, zum Beispiel ein kugelig geschnittener Buchsbaum.
 
Ebenso wie immergrüne Sträucher bilden schattenverträgliche Bodendecker einen schönen Blühteppich vor Rhododendren. Diese haben außerdem den Vorteil, dass sie ähnlich wie eine Mulchschicht mit ihrem Schattenwurf die Bodentemperatur regulieren und weniger Feuchtigkeit verdunsten lassen, was den flach liegenden Wurzeln der Rhododendren vor allem im Sommer sehr gut tut. Dekorativ in weiß blühen das immergrüne Kleeblatt-Schaumkraut und der Teppich-Hartriegel mit roten Früchten. Einen blauen Blütenteppich bringt das Kleine Immergrün, die Goldnessel verzaubert mit gelben Blüten.

Wunderbare Ergänzungen zu Rhododendren sind außerdem Gräser und Farne. Sie ummalen das oft derbe Buschwerk der Rhododendren mit ihren zarten, filigranen Rispen. Ihre Ansprüche entsprechen denen der Rhododendren und es gibt viele schattenverträgliche Sorten. Farne vor allem lieben eine höhere Luftfeuchtigkeit. Anspruchsloser Frauenfarn, Wurmfarn oder Schildfarn, der gut geschützt auch wintergrün ist, sind einige Beispiele.
 
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Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 23.01.2013, 12:32 Uhr
 

Hintergrund

Zu Gast in der Sendung:

Immo Herbst, Gartenbau-Techniker und -Meister
Andrea Maisch, Deko-Expertin

Information

Literatur zum Thema:

Andreas Bärtels "Das große Buch der Rhododendren und Azaleen"
173 Seiten, 49,90 Euro
ISBN: 978-3-8001-4806-6
Ulmer Verlag
August 2006

Katharina Adams "Rhododendren"
96 Seiten, 7,95 Euro
ISBN: 3-8354-0072-X
blv
Juli 2006

Rainer Härig "Rhododendron und Azaleen"
112 Seiten, 14,90 Euro
ISBN: 103-8001-4683-5
Ulmer Eugen Verlag
April 2004
 
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