Worauf kommt es an bei einem japanischen Garten?
Die Philosophie von japanischen Gärten besteht darin, die Natur so authentisch wie möglich nachzubilden und ihr dadurch ein Stück näher zu kommen. Dabei kann man Elemente nachbauen, die einem persönlich in der Natur gefallen, wie etwa ein Bach oder eine kleine Berglandschaft.
Wunderbar harmonieren die weichen Blütenteppiche von Azaleen, die sich über die Miniaturlandschaften ausbreiten, mit dem Charakter eines Japanischen Gartens. Vor allem Japanische Azaleen haben einen fernöstlichen Charakter und fühlen sich beispielsweise in der Nähe eines kleinen Bachlaufes wohl. Die oft dicht wachsenden, kissenartigen Büsche wirken wie ineinander geschobene Halbkugeln ("Kokarikomi" - kleine geschnittene Büsche). Oder sie liegen großflächig wie ganze Hügel in der Gartenlandschaft ("Okarikomi" - große geschnittene Büsche). Vor allem Steine bilden einen guten Kontrast zum farbigen Blütenteppich.
Man sagt Japangärten nach, dass sie den Menschen ausgeglichener und glücklicher machen. Dies liegt zum Beispiel an den Formen, die in dieser Gartenarchitektur zum Einsatz kommen. Das sind symmetrische Formen, ruhige Linien und Parallelen. So wirkt zum Beispiel eine Steinplatte, die parallel zur Wasseroberfläche eines Teiches oder Sees liegt, beruhigend, weil dies unserem Verständnis von Sicherheit entspricht. Unser Instinkt weiß, dass wir von einer ebenen Platte eher am Wasser trinken könnten, als von einer schiefen.
Der Unterschied zum Zen-Garten besteht darin, dass dieser mehr ein karger Kiesgarten ist, der den Geist beruhigen und auf die Meditation vorbereiten soll. Oft gibt es in einem solchen Garten eine kleine Teehütte, in der die Teezeremonie vollzogen wird. Der Japanische Garten ist also eine Oase für die Sinne!