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Gedeck (Bild:  colourbox.de)
 
Tipp 3: Flecken kaschieren
Manchmal kommt es vor, dass einige hartnäckige Flecken vom letzten Gastmahl die Wäsche überstanden haben. Im Restaurant würde man diese Tischdecke jetzt austauschen, aber zu Hause hat man oft nur eine. In so einem Fall rät der Profi zu farbigen Tischläufern, Schals und anderen Deko-Elementen, um die Flecken abzudecken. Auch Platzdecken aus Bast sehen nicht nur schick aus, sie können auch sehr effektiv kleine Flecken kaschieren und die Tafel sieht wieder perfekt aus.

Tipp 4: Gläser und Besteck
Jetzt wird gedeckt. In der klassische Reihenfolge kommt erst das Geschirr, dann das Besteck und zum Schluss Gläser und Servietten dran. Der Profi macht allerdings nichts ohne seine Handschuhe. Die Handschuhe trägt Alexander Neuburger deshalb, damit keine Fingerabdrücke auf den Tellern hinterlassen werden. Das ist im Prinzip wie bei einem gut gemachten Verbrechen. Das perfekte Verbrechen. Man hinterlässt keine Fingerabdrücke, sagt er. Die Teller müssen im gleichen Abstand stehen. Dann wird das Besteck aufgelegt. Dafür gibt es eine ganz einfache Regel. Man fängt mit dem Hauptgangbesteck innen an und arbeitet sich nach außen vor. Dann gibt es die Grundregel, die lautet: Messer endet mit "r", liegt also rechts und die Gabel endet mit "l", liegt also links. Der Abstand zwischen dem Besteck: Eine Daumenbreite. Vor dem Eindecken empfiehlt sich grundsätzlich ein kritischer Blick durch die Gläser. Hier bloß keine Fingerabdrücke hinterlassen. Im Notfall nachpolieren. Die Reihenfolge der Gläser ist einfach. Weißwein wird zuerst zur Vorspeise getrunken, das Glas steht deshalb ganz außen. Zur Hauptspeise gibt es Rotwein und Wasser, diese Gläser stehen innen und grundsätzlich rechts.

Tipp 5: Servietten
Am Schluss kommt die Dekoration. Ein Element, dass an keiner Tafel fehlen darf: Servietten. Am besten aus Stoff und hübsch in Form gebracht. Als Tafelspitz, Zigarre oder Fächer. Kleiner Deko-Tipp vom Fachmann: Verschiedene Falttechniken am Tisch kombinieren, wie die Kerzen, ein absoluter Hingucker für jede festliche Tafel.
 

Ein Muss am gedeckten Tisch: Servietten

Servietten gelten als das A und O eines festlich gedeckten Tisches. Traditionell sind sie aus Stoff hergestellt. Inzwischen haben sich im Alltagsgebrauch Papierservietten durchgesetzt. Sie geben dem Tisch das gewisse Etwas. Trotzdem müssen sie nicht gewaschen und gebügelt werden, sondern werden nach dem Gebrauch im Papiermüll entsorgt. Papierservietten gibt es in unterschiedlichen Größen und Qualitäten. Hochwertige Papierservietten sind dicker und fester als die günstigen Varianten. Sie fühlen sich ähnlich wie Stoffservietten an. Mit ihnen kann man sogar die Falttechnik, die klassisch nur bei Stoffservietten gemacht wird, anwenden.

Stoffservietten sind meist aus Baumwolle oder Leinen. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen. Zwei Standardmaße haben sich inzwischen durchgesetzt. Die kleine Variante in 40x40 cm und die größere Variante, die so genannte Dinnerserviette in 50x50 cm. Da eine Serviette primär dazu dient, sich den Mund und die Finger abzuwischen, sollte sie aus hochwertigem, nicht zu festem Material sein. Wer Wert darauf legt, dass die Serviette - über die Beine gelegt - gut die Kleidung bedeckt und so vor Flecken schützt, der sollte lieber zum größeren Format greifen.
 
Servietten falten
Servietten gehören mit zur Tischdekoration. Mit ihnen können wir unserer Kreativität richtig freien Lauf lassen. Serviettenfalten ist schon fast eine eigene Kunst für sich. Wer weder Zeit noch Muße für eine aufwendige Falttechnik hat, es gibt ganz einfach Varianten mit großem Aha-Effekt. Die jeweilige Formen und Figuren, die Sie mit einer Stoffserviette oder einer hochwertige Papierserviette falten können, haben sogar Namen. Zu schönen und leichten Faltvarianten zählen: Tafelspitz, doppelter Tafelspitz, Bischofshut, Lilie oder doppelter Stern. Genaue Schritt für Schritt-Anleitungen mit Bildern und sogar Filmen finden Sie Internet, wenn Sie bei den verschiedenen Suchmaschinen die Begriffe: Servietten falten und den jeweiligen Namen der Faltvariante eingeben.

Der Serviettenring
Tischschmuck und Erkennungsmerkmal in einem. Gerade bei Feierlichkeiten mit der Familie ist der Serviettenring oder die Stoffserviette mit Monogramm hilfreich, weil man "seine" Serviette leicht wieder erkennt und diese über die Feiertage wie beispielsweise Weihnachten oder Ostern einfach behält. Klassische Serviettenringe gibt es aus Edelstahl, versilbert oder in Sterlingsilber, moderne Serviettenringe sind oft aus Holz oder Kunststoff. Dann sind diese oft leicht individualisiert und lassen sich so gleich zuordnen.
 
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Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 8.05.2012, 8:07 Uhr
 

Hintergrund

Zu Gast in der Sendung:

Renate Bug, Tischwäscheexpertin
 
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