Grundsätzlich gilt: So weit es irgendwie geht, sollten Sie zu einheimischen Gemüsesorten greifen, z. B. Karotten, Frühlingszwiebeln, Sprossen und Kartoffeln sind auch aus deutschem Anbau erhältlich. Einmal sind die Transportwege wesentlich geringer und damit auch der Vitamingehalt höher. Zum anderen ist in der Regel auch die Belastung mit Pestiziden und Nitrat geringer. In der gesamten EU gelten zwar die gleichen Höchstgrenzen für diese Belastungen, doch manche Länder gehen knapper an die Höchstgrenzen als viele deutsche Bauern.
Birgit Junghans rät aus ihrer Erfahrung daher so weit es geht auf Gemüse aus Spanien, Marokko und Israel besser zu verzichten. Der Grund: Obst und Gemüse aus diesen Ländern fallen häufig dem Bundesamt für Risikobewertung (BFR) auf. Ganz anders sieht das bei Bioprodukten aus, hier gelten deutlich strengere Richtwerte, die auch sehr streng kontrolliert werden. Allerdings sind solche Produkte auch teurer. Herbizide und Pestizide lagern sich im Körperfett des Menschen ab und können auf diesem Wege Leber und Nieren schädigen. Pestizide können in hohen Dosierungen sogar krebserregend sein.
Hohe Nitratwerte finden sich oft in Frühgemüsesorten, die sehr stark gedüngt worden sind, damit die Pflanzen schneller wachsen. Das Gefährliche: Nitrat wird nämlich von Bakterien in Nitrit umgewandelt und kann auf Dauer krebserregend sein. Außerdem kann Nitrat bei Kleinkindern blutbildschädigend wirken. Diese Krankheit nennt man auch Blausucht und sie endet meist tödlich.
Die Rezepte aus der Sendung finden Sie
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