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 (Bild:  colourbox.com)
 

Wie putzt und schält man Gemüse am besten?

  • Zunächst grobe Erdreste unter fließendem Wasser, eventuell mit einer Bürste, entfernen.

  • Das Gemüse stets ungeschnitten waschen, denn an den Schnittstellen werden sonst zu viele wertvolle Vitamine und Mineralstoffe ungenutzt weggespült.

  • Das Gemüse zum Waschen nicht in Wasser "einlegen", sondern nur so lange in einer Schüssel oder unter fließendem Wasser waschen, bis der Schmutz entfernt ist. Bei zu langem Wässern ist nämlich der Verlust an Vitaminen und Mineralstoffen sehr hoch.

  • Ist der Schmutz entfernt, gelbe oder welke Blätter entfernen und großzügig die angeschnittenen Stiele und Stängel, z. B. bei Zucchini und Brokkoli, entfernen. Denn an den Schnittstellen ist das Gemüse meist sehr holzig.

  • Die harten Blattteile, wie z. B. beim Lauch die grünen Blätter, feiner schneiden als die weichen Teile. Denn die grünen Blätter sind fester als die weißen und werden sonst beim Kochen nicht gleichmäßig gar.
 

Wie bereitet man Gemüse am besten zu?

Empfindliches und zartes Gemüse (wie z. B. Lauch oder Gurken) am besten ohne Fett in einer beschichteten Pfanne oder im Wok ca. drei bis vier Minuten anbraten. Dasselbe gilt für wasserreiches Gemüse (wie z. B. Salatgurken, Zucchini und Champignons). Der Grund: Dieses Gemüse saugt sich sonst beim Braten zu sehr mit Fett voll und die Konsistenz wird labbrig. Das Gemüse nach dem Braten aber mit einem Butterflöckchen oder einem Schuss Olivenöl geschmacklich etwas abrunden und dazu die Pfanne vom Herd nehmen.

Festeres Gemüse (wie z. B. Brokkoli oder Sellerie) nur dünsten, nicht kochen. Ein Zentimeter Salzwasser im Topf genügt, das Gemüse sollte nicht im Wasser schwimmen. Sonst zerkocht es und verliert seine wertvollen Inhaltsstoffe. Besonders schonend sind z. B. entsprechende Dünstsiebe, da wird das Gemüse nur allein mit Wasserdampf und nicht im Wasser gegart.

Tipp: Lassen Sie stets einen Deckel auf dem Topf oder der Pfanne, auch das verhindert, dass sich Vitamine und Mineralstoffe mit dem Wasserdampf in Nichts auflösen.
 

Welches Gemüse kann man auch roh essen?

Ungekocht als Rohkost ist Gemüse ein leckerer und schlanker Snack für zwischendurch. Denn als Rohkost macht Gemüse satt und hilft gegen Heißhungerattacken. Allerdings sollten Sie es geschnitten stets in einer festverschließbaren Dose aufbewahren - möglichst kühl und nicht länger als ca. drei bis vier Stunden. Sonst ist der Geschmacks- und Vitaminverlust durch die Schnittstellen zu hoch. Ca. 500 g rohes Gemüse pro Tag ist ideal, aber nicht alle Sorten sind verträglich:

Gemüse als Rohkost geeignet:
Karotten
Zucchini
Champignons
Rettich
Radieschen
Salat
Salatgurken
Sellerie

Gemüse als Rohkost weniger geeignet:
Auberginen (kann roh z. B. Kopfschmerzen verursachen)
Tomaten (das wertvolle Lycopin kann bei rohen Tomaten nicht so gut vom Körper aufgenommen werden)
Lauch (schmeckt roh nicht und ist schwer verdaulich)
Kohl (kann roh Verdauungsprobleme verursachen)

Tipp: Träufeln Sie über die Rohkost stets z. B. etwas Olivenöl oder essen Sie z. B. ein Butterbrot dazu. Denn so können die fettlöslichen Vitamine, wie z. B. Vitamin A und E, vom Körper besser aufgenommen werden und das Gemüse wird zudem leichter verdaulich.
Wichtig: Sie sollten sich nicht ausschließlich von Rohkost ernähren. Der Grund: Aus rohem Gemüse kann der Körper nicht alle Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe verdauen und aufnehmen. Gekochtes Gemüse dagegen ist bereits "vorverdaut". Vitamine und Co. können deshalb gekocht besonders gut vom Körper verarbeitet werden.
 
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Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 12.04.2013, 8:20 Uhr
 

Information

Zu Gast im Studio:

Birgit Junghans, Diplom Oecotrophologin, Ernährungsberaterin/DGE

Michael Beck, Restaurant La Fayence
 
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