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 (Bild:  colourbox.com)

Besser essen

Das perfekte Brathähnchen

Knusprige Brathähnchen stehen in Deutschland ganz oben auf dem Speisezettel. Schließlich ist Hühnerfleisch nicht nur lecker, sondern auch kalorienarm. Hier die besten Tipps von service: trends für ein gelungenes Brathähnchen!
 

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21.04.2010, 18:50 Uhr
Wie das geht und mit welchen Gewürzen Ihr Hähnchen noch zarter und schmackhafter wird, verrät Ihnen "service:trends"-Sternekoch Michael Beck.

Geflügel ist gesund - so Ernährungswissenschaftler Dr. Stephan Lück. Der Grund: Es enthält hochwertiges Eiweiß und Eiweiß ist wichtig für den Muskelaufbau. Besonders gilt das für chronisch Kranke, Senioren, heranwachsende Kinder, Schwangere und stillende Mütter. Sie haben einen erhöhten Eiweißbedarf. Rund 200 g Geflügel pro Tag sind optimal. Für alle anderen Menschen sind rund 150 g Geflügel täglich ausreichend, um den Eiweißbedarf zu decken. Weitere Pluspunkte: Geflügel ist leicht verdaulich und hat wenig Fett.

Zum Vergleich: 100 g Hähnchenbrustfilet enthalten 100 Kilokalorien und weniger als ein Gramm Fett. Dagegen enthalten 100 g Schweinehackfleisch 264 Kilokalorien und 18 g Fett.
Nächster Vorteil: Geflügel enthält wenig Cholesterin. Zu viel Cholesterin kann zu Arteriosklerose und Herzinfarkt führen. Außerdem hat Geflügel jede Menge Vitamine und Mineralstoffe, wie Kalium oder Zink. Kalium ist gut für die Muskel- und Nervenfunktionen, Zink stärkt das Immunsystem. In punkto Vitamine bietet Geflügel vor allem reichlich Folsäure und Vitamin B6. Folsäure schützt vor Arteriosklerose. Vitamin B6 ist außerdem wichtig für den Zellaufbau der Haut, sowie für den Aufbau der roten Blutkörperchen und Leberzellen. Außerdem stärkt B6 das Immunsystem und die Muskulatur. Die einzigen Nachteile: Geflügel kann mit Salmonellen belastet sein. Eine Infektion mit den Erregern verursacht Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen und Fieber. Bei geschwächten Menschen kann eine Salmonellenvergiftung sogar zum Tod führen. Deshalb sollte Geflügel nie roh, sondern immer durchgegart verzehrt werden.
 
Einfach für alle. Der neue Rundfunkbeitrag.
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Welches Geflügel ist am gesündesten?

Ernährungswissenschaftler Dr. Stephan Lück hat die Geflügelhitliste in punkto Fett, Vitamine und Mineralstoffe für Sie zusammengestellt:

Platz 1: Hähnchen. 100 g Hähnchenfleisch hat nur ein bis elf Gramm Fett. Das fettärmste Teil am Hähnchen ist die Brust, sie hat nur 1 g Fett pro 100 g. Fett sitzt beim Geflügel nämlich immer direkt unter der Haut. Hähnchenfleisch enthält zudem viel Magnesium, das ist beim Menschen gut für die Herz- und Muskelfunktionen und hilft gegen Muskelkrämpfe. Außerdem enthält Hähnchen unter allen Geflügelsorten die meiste Folsäure. Dieses Vitamin schützt gegen Arteriosklerose und beugt Fehlgeburten sowie Missbildungen bei Neuge-borenen vor. Auch der Eiweißanteil bei dem Hähnchenfleisch kann sich sehen lassen. Eiweiß ist für den menschlichen Muskelaufbau sehr wichtig.

Platz 2: Pute. 100 g Putenbrust hat etwas über 1 g Fett. Generell enthält 100 g Putenfleisch aber ca. ein bis zehn Gramm Fett. Zu viel Fett führt zu Übergewicht, Arteriosklerose und kann dadurch das Herzinfarktrisiko erhöhen. Dafür aber ist die Pute von allen Geflügelsorten am cholesterinärmsten. Zu viel Cholesterin kann nämlich Arteriosklerose und Herzinfarkt verursachen. Außerdem hat das Putenfleisch jede Menge Zink, ist also gut zur Stärkung des Immunsystems.

Platz 3: Ente. Eine Ente bringt ordentlich Fett auf die Waage. 100 g Entenfleisch enthalten 17 g Fett. Allerdings steckt in diesem Schnabeltier relativ viel Eisen. Dieser Mineralstoff ist wichtig für die Sauerstoffversorgung der Zellen und somit für die Fettverbrennung im Körper. Außerdem fördert Eisen die Konzentration. Ansonsten hat die Ente den geringsten Eiweißgehalt und ist auch kein besonders guter Vitamin- und Mineralstoffspender.

Platz 4: Gans. Eine Gans hat zwar mehr Fett als eine Ente, nämlich 17 bis 21 g Fett pro 100 g, bietet dafür aber 56-mal mehr Vitamin A als die Putenbrust. Vitamin A hilft gegen unkontrolliertes Krebszellenwachstum und Arteriosklerose, stärkt die Immunabwehr, die Sehkraft und macht eine schöne Haut. Außerdem bietet dieses Federvieh am meisten Kalium und das kurbelt die Muskel- und Nervenfunktionen an.

Platz 5: Suppenhuhn. Da ein Suppenhuhn im Schnitt älter werden darf als die anderen Schlachthähnchen, hat es auch mehr Zeit Fett anzusammeln: 100 g Suppenhuhn enthalten nämlich satte 20 bis 23 g Fett. Außerdem steckt im Suppenhuhn auch recht viel Cholesterin. Zu viel Fett und Cholesterin können Arteriosklerose verursachen und das Herzinfarktrisiko erhöhen.

Die Rezepte aus der Sendung finden Sie hier zum Ausdrucken als PDF.
 
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Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 1.02.2013, 9:06 Uhr
 

Information

Zu Gast im Studio:

Michael Beck, Restaurant La Fayence
Dr. Stephan Lück, Ernährungswissenschaftler
 
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