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Chili-Schote (Bild:  colourbox.de)
 
Wie kann man Chilis entschärfen?
Chilis können durch Trocknen, Einlegen oder Einfrieren haltbar gemacht werden. Dadurch verlieren sie aber einige ihrer gesunden Inhaltsstoffe. Um die Schoten zu entschärfen, kann man Samen und Rippen entfernen, da diese besonders viel Capsaisin enthalten. Zum Schutz vor Reizungen kann man dabei Gummihandschuhe tragen.
 

Meerrettich - Wurzel mit Wirkung

Als Verfeinerung von Fleischspeisen ist der Meerrettich bestimmt allen bekannt. Die Wurzel der Meerrettichpflanze wird als Gemüse, Gewürz oder in der Pflanzenheilkunde verwendet.

Der Hauptwirkstoff der Meerrettichwurzel ist ein Glykosid mit dem Namen Sinigrin. Durch spezielle Enzyme werden daraus Senföle - sobald Sauerstoff dazu kommt. Wenn man nun den Meerrettich reibt, werden diese Öle als Dämpfe frei. In der Naturheilkunde nennt man ihn das "Antibiotikum der Bauern". Radi heißt er in Süddeutschland und ist eine von zehn verschiedenen Retticharten, die zur Familie der Kreuzblütengewächse gehören. Egal ob am Stück, geschnitten, geraspelt, geschält oder mit Schale - im rohen Zustand bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe gut erhalten. Das sind antibiotisch wirkende Senföle, schwefelhaltige Öle und viel Vitamin C. Dazu kommen noch Bitterstoffe, die die Produktion der Gallenflüssigkeit unterstützen und so die Verdauung anregen. Die scharfe Wurzel hilft gegen allerlei Infektionskrankheiten und auch gegen Schmerzen. Sogar Grippeerregern bietet der Meerrettich Paroli, was ihn zu einem unschätzbaren Helfer in der Hausapotheke macht.
 

Sanfte Verwandte: Rettich und Radieschen

Frisch, knackig, scharf und etwas bitter - Rettich und Radieschen sind aus der leichten Sommerküche nicht wegzudenken. Das Radieschen besticht durch Feinheit und tolle Farbe, der Rettich punktet mit herzhaftem Geschmack. Ihre Domäne sind die kalten Vorspeisen oder Beilagen zu Deftigem: Beim Erhitzen geht nämlich nicht nur ein Teil des typischen Geschmacks, sondern auch der wertvollen Inhaltsstoffe verloren. Rettich und seine Verwandten enthalten viel Wasser und wenig Kalorien, dazu relativ viel Kalzium und Kalium, Vitamin C und Vitamin B. Die scharfen Senföle im Rettich regen die Verdauung an. Die enthaltenen Bitterstoffe wiederum treiben die Galle, sodass fette Gerichte leichter verdaulich werden. Die sekundären Pflanzenstoffe wirken antibiotisch und stärken das Immunsystem.

Es gibt verschiedene Formen und Farben beim Rettich. Gesund und wohlschmeckend sind sie alle. Und dank der Sortenvielfalt lassen sich fast ganzjährig frische Exemplare finden: Im Mai und Juni gibt es weiße und rosafarbene Rettiche, von Juli bis September die weißen Sommer- und Herbstrettiche und von Oktober bis Februar die runden schwarzen Winterrettiche. Rot oder schwarz ist jeweils nur die Schale, das Fruchtfleisch ist immer weiß.

Die Schale wird - außer bei den Winterrettichen - nicht entfernt, sondern nur sorgfältig abgeschrubbt, denn im Randbereich der Wurzel sitzen die meisten Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe. Qualität und Frische der Wurzeln ist beim Einkauf recht leicht erkennbar: Die Blätter sollten grün und knackig sein. Außerdem muss sich das Fleisch fest und prall anfühlen. Allzu große Exemplare können holzig sein. Im Gemüsefach des Kühlschranks können Rettich und Radieschen einige Tage aufbewahrt werden. Dazu wird am besten das Laub entfernt. Die Wurzeln sollten in ein feuchtes Tuch eingeschlagen werden. Zum längeren Lagern eignen sich nur die Winterrettiche mit ihrem festen Fleisch.

Eine schnelle und einfache Variante für das Abendessen ist Butterbrot belegt mit feinen Scheiben von Rettich oder Radieschen. Geschmacklich ähnlich, aber optisch ungewöhnlich ist Radieschenbutter. "Pro Pfund Butter werden etwa vier bis sechs Radieschen sehr fein gehackt und untergemengt.
 
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Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 23.05.2013, 11:46 Uhr
 

Hintergrund

Zu Gast im Studio:

Michael Beck, Koch
Rainer Schecker, Gärtner

Information

Literatur zum Thema:

Hans Gerlach "Aromen & Gewürze"
160 Seiten, 19,95 Euro
ISBN: 103-440-12589-0
Verlag Franckh-Kosmos
August 2011

Matthias Rösch "Senf selbermachen und genießen"
90 Seiten, 9,95 Euro
ISBN: 103-7750-0527-7
Verlag Haedecke
Juli 2009

Oliver Hoffinger u.a. "Chili - 120 scharfe Rezepte"
208 Seiten, 45 Euro
ISBN: 103-89910-333-5
Verlag Collection Rolf Heyne
März 2007
 
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