Sanfte Verwandte: Rettich und Radieschen
Frisch, knackig, scharf und etwas bitter - Rettich und Radieschen sind aus der leichten Sommerküche nicht wegzudenken. Das Radieschen besticht durch Feinheit und tolle Farbe, der Rettich punktet mit herzhaftem Geschmack. Ihre Domäne sind die kalten Vorspeisen oder Beilagen zu Deftigem: Beim Erhitzen geht nämlich nicht nur ein Teil des typischen Geschmacks, sondern auch der wertvollen Inhaltsstoffe verloren. Rettich und seine Verwandten enthalten viel Wasser und wenig Kalorien, dazu relativ viel Kalzium und Kalium, Vitamin C und Vitamin B. Die scharfen Senföle im Rettich regen die Verdauung an. Die enthaltenen Bitterstoffe wiederum treiben die Galle, sodass fette Gerichte leichter verdaulich werden. Die sekundären Pflanzenstoffe wirken antibiotisch und stärken das Immunsystem.
Es gibt verschiedene Formen und Farben beim Rettich. Gesund und wohlschmeckend sind sie alle. Und dank der Sortenvielfalt lassen sich fast ganzjährig frische Exemplare finden: Im Mai und Juni gibt es weiße und rosafarbene Rettiche, von Juli bis September die weißen Sommer- und Herbstrettiche und von Oktober bis Februar die runden schwarzen Winterrettiche. Rot oder schwarz ist jeweils nur die Schale, das Fruchtfleisch ist immer weiß.
Die Schale wird - außer bei den Winterrettichen - nicht entfernt, sondern nur sorgfältig abgeschrubbt, denn im Randbereich der Wurzel sitzen die meisten Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe. Qualität und Frische der Wurzeln ist beim Einkauf recht leicht erkennbar: Die Blätter sollten grün und knackig sein. Außerdem muss sich das Fleisch fest und prall anfühlen. Allzu große Exemplare können holzig sein. Im Gemüsefach des Kühlschranks können Rettich und Radieschen einige Tage aufbewahrt werden. Dazu wird am besten das Laub entfernt. Die Wurzeln sollten in ein feuchtes Tuch eingeschlagen werden. Zum längeren Lagern eignen sich nur die Winterrettiche mit ihrem festen Fleisch.
Eine schnelle und einfache Variante für das Abendessen ist Butterbrot belegt mit feinen Scheiben von Rettich oder Radieschen. Geschmacklich ähnlich, aber optisch ungewöhnlich ist Radieschenbutter. "Pro Pfund Butter werden etwa vier bis sechs Radieschen sehr fein gehackt und untergemengt.