Nicht ganz so feurig sind Pfefferkörner, aber auch sie enthalten einen ganz speziellen Stoff: Piperin. Am meisten davon enthält schwarzer Pfeffer. Er ist deshalb besonders würzig. Der etwas mildere weiße Pfeffer wird durch Schälen der reifen Früchte gewonnen. Grüner Pfeffer wird unreif geerntet und behält so seinen fruchtig frischen Geschmack. Die ätherischen Öle, die die typische Pfefferwürze ausmachen, kommen frisch gemahlen am besten zur Geltung. Pfeffer ist appetitanregend, fördert die Verdauung und macht Speisen bekömmlicher.
Welche Pfeffersorten gibt es?
Alle "echten Pfeffer" stammen von den Pfeffergewächsen (Piperacea), einer Pflanzenfamilie mit etwa 700 Arten. Der immergrüne tropische Pfefferstrauch ist ein Schlinggewächs, das sich an Bäumen empor rankt oder an Stützpfählen kultiviert wird. Er kann bis zu zehn Meter hoch werden. Drei Jahre nach der Pflanzung trägt der Strauch die ersten Früchte, die in Beeren dicht zusammenstehen. Die Pfefferbeeren bestehen aus kleinen runden Steinfrüchten, die sich im Laufe des Reifungsprozesses von grün über gelb nach rot verfärben. Erst vom dritten Jahr ab trägt der Pfefferstrauch seine Beeren, die in Rispen herunterhängen - ähnlich wie Johannisbeeren. Blüte und Ernte liegen etwa drei Monate auseinander, sodass dreimal im Jahr geerntet werden kann. Da der Pfefferstrauch auf ein tropisches Klima angewiesen ist, gedeiht er nicht in unseren Gefilden.