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 (Bild:  picture-alliance/dpa)
 

Was braucht man zum Schnitzel braten?

Eisenpfanne:
Welche Pfanne Sie wirklich brauchen, hängt ganz davon ab, welche Zubereitungsarten Sie bevorzugen. Perfekt für einfach gebratene Schnitzel und solche, aus deren Bratensatz gleich eine Soße gemacht wird, ist eine Eisenpfanne. Aus Bratfett und Fleischsaft bildet sich am Schnitzel eine herzhafte Kruste, die Röststoffe verleihen auch der Soße eine feine Würze. Wenn Sie Ihre Eisenpfanne gut pflegen, das heißt mit einem weichen Schwamm und wenig Spülmittel reinigen und gelegentlich einölen, dann können Sie auch panierte Schnitzel darin braten.

Beschichtete Pfanne:
Für Schnitzel, Spieße und Rouladen universell einsetzbar ist eine beschichtete Pfanne. Titanbeschichtete Alugusspfannen haben der klassischen Teflonpfanne den Rang abgelaufen. Ihr Vorteil: Die Beschichtung ist fast unverwüstlich und löst sich beim Einsatz von Metallpfannenwendern nicht ab. Für einen Vier-Personen-Haushalt ist je eine Pfanne mit 30-32 cm (für große panierte Schnitzel und für Schnitzel mit Soße), mit 26-28 cm (für Naturschnitzel) und mit 15 cm Durchmesser (zum Rösten von Nüssen oder von kleinen Mengen Zwiebeln etc.) zu empfehlen.
 
Grillpfanne:
Diese Spezialpfanne eignet sich bestens fürs fettarme Braten. Die Schnitzel liegen dabei nicht vollständig im Bratfett, sondern auf Bratstegen und werden sozusagen "gegrillt". Bei kurzer Bratzeit werden sie innen saftig und erhalten außen die charakteristischen Grillstreifen. Erwärmen Sie die Grillpfanne auf mittlere bis starke Hitze und pinseln Sie dann die Grillstege dünn mit Öl ein - am besten mit einem hitzebeständigen Silikonpinsel. Marinierte Schnitzel werden in der Grillpfanne besonders zart.

Schmorpfanne mit Deckel:
Eine beschichtete Schmorpfanne aus Aluguss ist unverzichtbar für alle gefüllten Schnitzel und Rouladen, die nach dem Anbraten zugedeckt schmoren sollen. Auch bei schwacher Hitze bildet sich Wasserdampf im Inneren, der die Schnitzel weich und zart macht. Die Schmorpfanne leistet auch gute Dienste bei Schnitzeln, die nach dem Braten in der Soße ziehen sollen, damit sich die Aromen optimal verbinden, oder wenn mit dem Fleisch auch andere Zutaten geschmort werden. Für vier Personen ist eine Größe von 30-32 cm Durchmesser optimal.

Pfannenwender & Co:
Früher waren nur Pfannenwender aus Holz oder Kunststoff angesagt, weil Metall die Beschichtung der Pfanne beschädigt hätte, aber bei den heutigen Beschichtungen sind Kratzer kein Thema mehr und auch ein Pfannenwender aus Metall kann Ihnen gute Dienste leisten. Zur Grundausstattung gehört außerdem ein Fleischmesser mit schmaler, biegsamer Klinge.
 

Wie friert man Schnitzel richtig ein und taut sie wieder auf?

Am leckersten schmecken Schnitzel natürlich frisch. Wenn Sie sie trotzdem einfrieren wollen: Achtung vor Bakterien! Deshalb die Schnitzel am besten mit einem Handvakuumierer einzeln einvakuumieren und maximale vier Wochen einfrieren. Außerdem gilt die Faustregel: schnell einfrieren, langsam auftauen. Sonst können sich Eiskristalle bilden, die die Zellstruktur des Fleisches zerstören, es tritt Wasser aus dem Fleisch aus und das Schnitzel wird zäh. Damit das Fleisch schön zart bleibt, sollten Sie Schnitzel am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen.

Nehmen Sie das Fleisch aus dem Gefrierbeutel, legen Sie es auf ein Haarsieb und stellen Sie darunter einen tiefen Teller oder eine Schüssel. So kann das Abtauwasser abfließen und es entsteht auf dem Fleisch kein Nährboden für Bakterien. Das Ganze mit einem flachen Teller oder Alufolie abdecken, damit das Fleisch keine Fremdgerüche aus dem Kühlschrank annimmt.
 
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Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 2.09.2011, 9:14 Uhr
 

Hintergrund

Zu Gast im Studio:

Volker Hintz, Koch
Dr. Stephan Lück, Ernährungswissenschaftler

Information

Literatur zum Thema:

Margit Proebst "Schnitzel. Einfach clever - über 100 Rezepte"
128 Seiten, 9,90 Euro
ISBN: 3-7742-6991-2
Gräfe & Unzer
August 2005

Reinhardt Hess "1 Schnitzel - 50 Rezepte"
64 Seiten, 7,50 Euro
ISBN: 3-8338-0655-9
Gräfe & Unzer
Februar 2007

Reinhard Dippelreither "Das Schnitzel-Kochbuch - Alte und neue Rezepte"
80 Seiten, 9,95 Euro
ISBN: 3-7020-1064-5
Leopold Stocker Verlag
September 2004

"Schnitzel, Steaks & Co - Die gute Küche"
96 Seiten, 3,95 Euro
ISBN: 3-8174-6460-6
Compact Verlag
April 2008
 
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