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Kaffee (Bild:  colourbox.de)

Das geht noch besser

Wenn der Kaffee öde schmeckt

Das Lieblingsgetränk der Deutschen ist kein kühles Bier, sondern heißer Kaffee. Was zeichnet guten Kaffee aus? Und wie kann man vermeiden, dass er bitter schmeckt oder kaum Aroma hat?
 

Was zeichnet guten Kaffee aus?

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7.09.2011, 18:50 Uhr
Kaffee muss langsam und schonend geröstet werden. Bei 200° C zwischen 15 und 30 Minuten. Jeder Kaffee enthält Gerbsäure und bei empfindlichen Menschen kann diese Magenschmerzen verursachen. Die Säure löst sich erst nach acht Minuten Wärme aus den Zellen und braucht dann noch einmal zehn bis zwölf Minuten, um zu entweichen. Kaffee aus Langzeitröstung ist weniger dunkel und bitter. Die ätherischen Öle, die den Geschmack ausmachen, bleiben erhalten und können sich entfalten. Zum Vergleich: Industriell erstellter Kaffee wird zum Teil nur 90 Sekunden lang auf 600° C erhitzt, Bitterstoffe bleiben erhalten, das Aroma leidet.

Der schwarze Muntermacher rangiert auf der Beliebtheitsskala - laut einer Studie des Deutschen Kaffeeverbandes - ganz oben. Stolze 150 Liter tranken wir im Jahr 2010 und hängten damit die genussfreudigen Italiener und Franzosen locker ab. In Deutschland wird jeden Tag etwa ein Containerschiff voll an Rohkaffee verbraucht. Kaffee ist nach Erdöl Welthandelsgut Nummer 2.

Falls Ihr Kaffee geschmacklich noch Wünsche offen lässt, haben wir hier ein paar Tipps für Sie.
 
Einfach für alle. Der Rundfunkbeitrag.
Weitere Informationen erhalten Sie [hier].

Darum schmeckt der Kaffee zu bitter

  • Das Kaffeepulver wurde zu hoch dosiert; man rechnet 7-8 g pro Tasse. Bei mehreren Tassen gilt die Regel: Ab der zweiten Tasse nimmt man die Gesamtmenge minus 25 %.

  • Aufguss-Methode und Mahlgrad des Pulvers sind nicht aufeinander abgestimmt. Zu intensiver Kontakt zwischen Kaffeemehl und Wasser; gröberes Kaffeepulver nehmen.

  • Das Wasser ist zu heiß. Wenn es beim Aufbrühen kocht, werden Bitterstoffe freigesetzt.

  • Falsche Warmhaltemethode: Isolierkannen eignen sich zum Warmhalten besser als Wärmeplatten - auch die von Kaffeemaschinen. Durch die ständige Hitzeeinwirkung verdunstet das Wasser und setzt dadurch Bitterstoffe frei.

  • Der pH-Wert des Wassers ist zu hoch.
 

Darum hat der Kaffee zu wenig Aroma

  • Die Dosierung des Kaffeepulvers stimmt nicht - zu wenig Pulver pro Tasse.

  • Sie kochen mit sehr weichem Wasser. Eine Messerspitze Salz im Kaffeewasser kann Abhilfe schaffen.

  • Aufguss-Methode und Mahlgrad des Pulvers sind nicht aufeinander abgestimmt. Zu grobes Pulver verhindert, dass sich das typische Kaffeearoma entfaltet. Der Kontakt zwischen Wasser und Kaffeemehl ist dann zu kurz; das Wasser rinnt hindurch, ohne die Geschmacksstoffe aufzunehmen.
 
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Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 8.09.2011, 13:19 Uhr
 

Hintergrund

Gast im Studio:

Thomas Hansen, Deutscher Kaffee Röstmeister
Matthias Hoppenworth, Deutscher Latte Art Meister
 
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