hr-online Informationen aus Hessen
ARD.de Hilfe Feedback Die RSS-Angebote des hr Folgen Sie uns auf twitter hr-online bei Facebook
 
Seite: 2/5
 (Bild:  picture-alliance/dpa)
 
Traditionell werden die Kräuter für die Frankfurter "Grie Soß" von Gärtnern im Stadtteil Frankfurt-Oberrad angebaut und in der richtigen Mischung in Rollen aus weißem Papier, in das die Kräuter möglichst schonend eingewickelt werden, auf den Markt gebracht. Einige Gärtnerbetriebe haben sich im "Verein zum Schutz der Frankfurter Grünen Soße" zusammengeschlossen und bei der Europäischen Union den Schutz der Bezeichnung "Frankfurter Grüne Soße" beantragt. Danach darf eine Kräutermischung mit diesem Namen nur aus den klassischen sieben Kräutern der Frankfurter Grünen Soße bestehen.

Jede Kräuterart soll maximal 30 % der Gesamtmenge betragen dürfen, und mindestens 70 % der Kräuter sollen aus der Frankfurter Region kommen. Noch hat die europäische Union allerdings nicht darüber entschieden.

Wenn Sie sicher gehen wollen, dass Ihre Kräutermischung diese strengen Kriterien erfüllt, sollten Sie beim Einkauf auf den Verpackungs-aufdruck "hergestellt nach den Richtlinien des Frankfurter Vereins zum Schutz der grünen Soße" achten.
 
Wie gesund sind die Kräuter der Frankfurter Grünen Soße?
Borretsch schmeckt stark nach Gurke, sehr erfrischend und würzig, und wirkt antibakteriell und blutdruckregulierend, so Ernährungswissenschaftler Dr. Stephan Lück. Außerdem soll Borretsch die Bildung von körpereigenen Glückshormonen fördern und so gute Laune machen.

Kerbel enthält jede Menge Eisen und Magnesium.

Kresse zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Vitamin C, Eisen, Kalzium und Folsäure aus. Außerdem sind in Kresse Senföle enthalten, deren ätherische Öle antibakteriell und krebsvorbeugend wirken und das Immunsystem unterstützen.

Petersilie soll ähnlich wie Borretsch die Stimmung verbessern. Außerdem fördert Petersilie die Verdauung, enthält den krebshemmenden Stoff Limonen und ist reich an den Vitaminen C und E. Die in der Petersilie enthaltenen ätherischen Öle wirken entzündungshemmend.

Letzteres gilt auch für die Pimpinelle, an der ansonsten vor allem der Gehalt an Vitamin C erwähnenswert ist.

So übrigens auch beim Sauerampfer, der im Mittelalter als Mittel gegen Skorbut eingesetzt wurde. Wer Nierensteine hat, sollte wegen der enthaltenen Oxalsäure beim Genuss von Sauerampfer aber lieber zurückhaltend sein.

Auch Schnittlauch ist eine wahre Vitamin C-Bombe, wirkt aber auch - ähnlich wie Knoblauch - durch die enthaltenen Schwefelverbindungen antibakteriell.
 

Osthessen: Rhöner Hirtenpfanne

Was ist das Besondere am Rhönschaf?
Eine ganz andere berühmte Spezialität kommt aus Osthessen und auf vier Beinen daher: Das Rhönschaf! Das Rhönschaf gilt als eine der schönsten deutschen Schafrassen und hat ganz besondere Merkmale: Ein schwarzes, schmales Gesicht, schwarze Ohren, einen weißen Körper und weiße Beine. In den 80er Jahren waren die Tiere fast ausgestorben. Jetzt hat sich der Bestand durch Züchtung aber wieder erholt und das Rhönschaf gilt sogar im Ausland als echte Spezialität. Das Fleisch des Rhönschafes ist dunkel und schmeckt würzig, fast vergleichbar mit Wild. Das berühmteste Gericht ist die "Rhöner Hirtenpfanne" aus Lammhackfleisch, Wirsing und Bratkartoffeln. Einfach und schnell in der großen Pfanne zubereitet, war die Hirtenpfanne schon früher beim Schafehüten eine nahrhafte und praktische Mahlzeit. Kennern schmeckt sie aufgewärmt sogar noch besser.

Wie gesund ist Lamm?
Lammfleisch hat eine kräftig rosa bis dunkelrote Farbe - je älter das Tier, desto dunkler ist der Farbton. Der mildwürzige Geschmack harmoniert hervorragend mit Knoblauch und mediterranen Kräutern. Lammfleisch ist nicht nur gesund und fettarm, es macht sogar schlank. Der Grund: In Lammfleisch steckt sehr viel schlankmachendes L-Carnitin. L-Carnitin ist ein Eiweißbaustein, der wie eine Art "Transportschiffchen" funktioniert, das die Fettmoleküle zur Verbrennung in die Muskeln transportiert. Außerdem steckt im Lammfleisch eine ordentliche Portion Eisen, die der Körper für die Blutbildung und den Sauerstofftransport im Körper benötigt.
 
Seite:   <<    1    [2]    3    4    5    >>   
Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 15.09.2011, 11:22 Uhr
 

Hintergrund

Zu Gast im Studio:

Michael Beck, Restaurant La Fayence
Dr. Stephan Lück, Ernährungswissenschaftler

Voting

 (Bild: swr)

Machen Sie mit!

Was schmeckt Deutschland am besten? Willkommen beim kulinarischen Wettstreit der Regionen! Geben Sie Ihre Stimmen Ihren hessischen Favoriten und nehmen Sie an unserem Gewinnspiel teil!
 
hr-online enthält Links zu anderen Internetangeboten. Wir übernehmen keine Verantwortung für Inhalte fremder Webseiten.