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 (Bild:  picture-alliance/dpa)
 
Garen und Backen: Zum Garen im Ofen am besten 20 bis 30 g schwere Kartoffeln auf ein Blech legen. Das Blech vorher mit einem hoch erhitzbaren, geschmacks-neutralen Öl (am besten Sonnenblumenöl) einreiben. Dann jeweils zwei bis drei Hände voll Rosmarin und Meersalz über den Kartoffeln verteilen. Keine Angst vor der großen Menge, denn im Backofen nehmen die Kartoffeln den Geschmack weniger intensiv an als im Kochtopf, deshalb ist hier eine größere Salz- und Gewürzmenge nötig.

Die Kartoffeln am besten vorher ein- bis zweimal mit der Gabel anpieksen, damit sie besser den Geschmack vom Rosmarin und Meersalz aufnehmen können. Nach
20 Minuten bei Ober- und Unterhitze im E-Herd, im Gasherd dagegen auf Stufe 3, sind sie fertig. Dicke Kartoffeln brauchen bei gleicher Temperatur nicht nur länger (insgesamt ca. eine Stunde), sie nehmen auch wegen ihrer Größe schlechter z. B. den Rosmaringeschmack an. Fünf Minuten vor Ende der Garzeit die Kartoffeln mit etwas Zucker bestreuen, das verleiht ihnen eine herrliche Süße. Diese Kartoffeln passen z. B. hervorragend zu Grünkohl und Kassler.

Braten: Die besten Bratkartoffeln bekommen Sie, wenn die Kartoffeln 2/3 der Zeit vorgegart, also nicht ganz weich gekocht werden. Dann ist die Stärke besser aufgeschlüsselt und die Kartoffeln werden knuspriger. Nach dem Kochen die Kartoffeln mit einem Pellbesteck schälen und in drei bis vier Millimeter große Scheiben schneiden. Eine Teflonpfanne mit Sojaöl leicht benetzen. Die Kartoffel-scheiben zwei bis drei Minuten auf jeder Seite anbraten. Am Ende gut salzen und pfeffern und etwas klein geschnittene Petersilie vorsichtig drunterheben. Wer es mag, kann auch Majoran nehmen.

Wer Bratkartoffeln mit Speck und Zwiebeln liebt, der sollte den Speck in kleine Würfel schneiden und in der Pfanne ausbraten, dann die Kartoffeln dazugeben und die Kartoffelscheiben jeweils pro Seite zwei bis drei Minuten goldbraun braten. Zwei Minuten vor Ende der Bratzeit die Zwiebeln dazugeben und diese glasig braten lassen. Nicht vorher dazugeben, sonst verbrennen sie! Den letzten Pfiff erhalten die Bratkartoffeln, wenn Sie eine Minute vor Ende eine Butterflocke unterrühren.

Tipp: Die Bratkartoffeln in einer beschichteten Pfanne ohne Fett kurz anbraten, da so das Wasser in den Kartoffeln erst einmal verdampft, umso intensiver ist später auch der Geschmack. Außerdem reduzieren Sie die Kalorien, da die Kartoffeln beim weiteren Braten nicht mehr das Fett so in sich aufsaugen können.
 

Südhessen: Odenwälder Brennkäs

Was ist der Odenwälder Brennkäs?
In Südhessen gibt es ein weiteres kulinarisches Highlight: Den Odenwälder Brennkäs. Und der ist aus Hessen nicht mehr wegzudenken. Schon früher ist der Käse bei der Zubereitung oft im Topf angebrannt, wenn er nicht schnell genug gerührt wurde. Und daher hat er auch seinen Namen: Brennkäs. Ob mit oder ohne Kümmel: Dieser südhessische Leckerbissen ist der perfekte Schmelzkäse. Galt der Odenwälder Brennkäs früher noch als Arme-Leute-Essen, ist er heute auch außerhalb Hessens eine beliebte Spezialität.

Wie gesund ist Käse?
Käse ist sogar sehr gesund, denn er liefert jede Menge Kalzium und Eiweiß. Kalzium z. B. sorgt für stabile Knochen und gesunde Zähne, Eiweiß hält die Muskeln auf Trapp, macht uns fit und stärkt vor allem die Abwehrkräfte. Außerdem steckt im Käse eine ordentliche Portion Vitamin A und B. Vitamin A sorgt für gute Augen, Vitamin B unterstützt die Nerven und verschönert die Haut.

Allerdings gilt beim Käse die Devise: Weniger ist mehr! Sonst wird das eigentlich gesunde Lebensmittel schnell zur Fettfalle. Von Weich- und Frischkäse, der mehr als 50 % Fett i. d. Trockenmasse enthält, sollten Sie deshalb nur ca. zweimal pro Woche höchstens 100 g essen. Für alle, die auf ihr Gewicht und ihre Cholesterinwerte achten möchten, gilt: Finger weg von Hartkäse, da ist der Fettgehalt nämlich am höchsten. Greifen Sie besser zu Camembert oder Edamer, die nur rund 16 % Fett enthalten, oder zu fettreduzierten Produkten mit nur 0,1 % (z. B. bei Frischkäse).

Für normalgewichtige und gesunde Menschen gilt: Empfehlenswert sind täglich zwei bis drei dünn geschnittene Käsescheiben, beispielsweise auf dem Frühstücksbrot. Bei einer solchen Tagesdosis sind auch Sorten mit hohem Fettgehalt völlig in Ordnung. Wer Osteoporose vorbeugen möchte, sollte zu Käsesorten mit viel Kalzium greifen, etwa Parmesan, Emmentaler oder Bergkäse.

 
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Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 15.09.2011, 11:22 Uhr
 

Hintergrund

Zu Gast im Studio:

Michael Beck, Restaurant La Fayence
Dr. Stephan Lück, Ernährungswissenschaftler

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 (Bild: swr)

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