Was ist der Odenwälder Brennkäs?
In Südhessen gibt es ein weiteres kulinarisches Highlight: Den Odenwälder Brennkäs. Und der ist aus Hessen nicht mehr wegzudenken. Schon früher ist der Käse bei der Zubereitung oft im Topf angebrannt, wenn er nicht schnell genug gerührt wurde. Und daher hat er auch seinen Namen: Brennkäs. Ob mit oder ohne Kümmel: Dieser südhessische Leckerbissen ist der perfekte Schmelzkäse. Galt der Odenwälder Brennkäs früher noch als Arme-Leute-Essen, ist er heute auch außerhalb Hessens eine beliebte Spezialität.
Wie gesund ist Käse?
Käse ist sogar sehr gesund, denn er liefert jede Menge Kalzium und Eiweiß. Kalzium z. B. sorgt für stabile Knochen und gesunde Zähne, Eiweiß hält die Muskeln auf Trapp, macht uns fit und stärkt vor allem die Abwehrkräfte. Außerdem steckt im Käse eine ordentliche Portion Vitamin A und B. Vitamin A sorgt für gute Augen, Vitamin B unterstützt die Nerven und verschönert die Haut.
Allerdings gilt beim Käse die Devise: Weniger ist mehr! Sonst wird das eigentlich gesunde Lebensmittel schnell zur Fettfalle. Von Weich- und Frischkäse, der mehr als 50 % Fett i. d. Trockenmasse enthält, sollten Sie deshalb nur ca. zweimal pro Woche höchstens 100 g essen. Für alle, die auf ihr Gewicht und ihre Cholesterinwerte achten möchten, gilt: Finger weg von Hartkäse, da ist der Fettgehalt nämlich am höchsten. Greifen Sie besser zu Camembert oder Edamer, die nur rund 16 % Fett enthalten, oder zu fettreduzierten Produkten mit nur 0,1 % (z. B. bei Frischkäse).
Für normalgewichtige und gesunde Menschen gilt: Empfehlenswert sind täglich zwei bis drei dünn geschnittene Käsescheiben, beispielsweise auf dem Frühstücksbrot. Bei einer solchen Tagesdosis sind auch Sorten mit hohem Fettgehalt völlig in Ordnung. Wer Osteoporose vorbeugen möchte, sollte zu Käsesorten mit viel Kalzium greifen, etwa Parmesan, Emmentaler oder Bergkäse.