Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Süß- und Sauerkirschen. Der einzige Unterschied zwischen den beiden Sorten ist, dass Sauerkirschen einen höheren Fruchtsäuregehalt haben und wie der Name schon sagt, sauer schmecken.
Es gibt rund 500 Sorten Süßkirschen und 250 Sorten Sauerkirschen, die wiederum unterteilt sind: Herzkirschen (weich, rot bis schwarz) und Knorpelkirschen (fest, heller) sind Süßkirschen und zum Rohverzehr wie gemacht - wohingegen Sauerkirschen am besten gekocht, gebacken oder eingemacht werden.
Eine der bekanntesten Sauerkirschen ist die Schattenmorelle. Das Wort Schattenmorelle hat aber nichts mit dem Wort Schatten zu tun. Der Name leitet sich aus einer Verballhornung des Château de Moreille in der westfranzösischen Region Poitou-Charentes ab, wo diese Sorte gezüchtet wurde. Aus Château de Moreille wurden so Schattenmorellen.
Ganz einfach eigentlich, gäbe es nicht noch "Bastardkirschen", Kreuzungen zwischen Süß- und Sauerkirschen. Für die Sortenbestimmung sind nebst gewissen Baumeigenschaften vor allem die Frucht und der Stein entscheidend. Für eine sichere Bestimmung benötigt man 20 - 30 voll entwickelte reife Früchte. Mit Ausnahme der Gliederung in Süß- und Sauerkirschen - hier ist eine deutliche Abgrenzung möglich - sind die Übergänge in den meisten Fällen fließend.
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