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Auf verschneiter Straße unterwegs (Bild:  colourbox.de)
 

Woran Sie sonst noch denken sollten

Autoschloss: Je nach Fahrzeugtyp ein leidiges Thema, das alle Jahre wieder auftaucht, wenn Ihr Automodell dafür anfällig ist. Ein gefrorenes Autoschloss kann an den Nerven zehren, besonders wenn man es eilig hat. Da hilft nur ein Entfrosterspray, das in den Schließzylinder gesprüht wird. Benutzen Sie kein Feuerzeug, denn die Flamme macht das Material kaputt. Und ganz wichtig: Den Schlossenteiser nicht im Handschuhfach oder Kofferraum aufbewahren – er nützt Ihnen wenig, wenn Sie nicht ins Auto reinkommen.

Wischblätter: Scheibenwischer und Dichtungen sind in der kalten Jahreszeit besonders wichtig. Gerade im Winter verschleißen die Scheibenwischblätter durch die extreme Beanspruchung und den vermehrten Gebrauch schneller. Schlieren auf Heck- und Frontscheibe sind die Folge und das Fenster wird nicht mehr vollständig gereinigt. Wenn sich Frost ankündigt, klappen Sie am besten die Wischblätter von der Scheibe Ihres parkenden Autos weg, dann können diese nicht festfrieren. Für eine bessere Sicht sollten Sie die Scheiben auch ab und zu von innen putzen, denn durch die Heizungsluft bildet sich schneller ein Schmierfilm. Wenn die Scheibe von innen beschlägt, ein so genanntes Antibeschlagtuch benutzen, kein Taschentuch, das verschmiert und verschlechtert die Sicht zusätzlich. Das Gebläse anstellen oder ein Fenster öffnen, auch das hilft.

Scheibenversiegelung mit Lotus-Effekt: Relativ neu ist die Möglichkeit die Autoscheiben mit einer speziellen Versiegelung zu behandeln. Diese setzt sich als dünner Film auf die Scheiben. Die präparierte Oberfläche verhindert ein Verschmieren der Windschutzscheibe und sorgt somit für gute Sicht. Auch Eis kann sich weniger gut festsetzen. Autoglashersteller bieten so eine Versiegelung an, sie hält circa 20.000 Kilometer, also etwa ein Jahr und kostet um die 35 Euro. Auch im Fachhandel gibt es Spezialprodukte, die ähnliches versprechen und mit denen man die Scheiben selber behandeln kann. Das ist günstiger, aber kann kniffelig sein. Denn die Scheiben müssen perfekt sauber sein, sonst versiegelt man den Schmutz mit.

Dichtungen: Insbesondere die Gummidichtungen an Türen, Fenstern und Klappen leiden unter dem Frost. Durch die niedrigen Temperaturen besteht die Gefahr, dass das Gummi spröde, rissig und hart wird. Bei Belastung können die Dichtungen reißen und kaputtgehen. Spezielle Pflegemittel schützen die Dichtungen vor Frost und verhindern das Anfrieren der Tür. Mit einem so genannten Talkumstift sollten die Gummis am besten jetzt gut gefettet werden, das hält für die gesamte Wintersaison.

Roststellen: Kleine Roststellen sollten vor dem Wintereinbruch entfernt werden. Nach dem Schleifen die Stelle mit einem Lackstift versiegeln. Beim Entrosten darauf achten, dass der Rost vollständig entfernt wird, ansonsten bilden die Rost-Rückstände die Basis für neue Roststellen. Eine gründliche Wäsche und eine sorgfältig aufpolierte Schicht Hartwachs machen den Lack resistent gegen Streusalz und Wasser.

Schneeketten: Spätestens für den Skiurlaub oder die Fahrt ins Hochgebirge sind Winterreifen allein nicht mehr ausreichend. Dann sollten Sie unbedingt Schneeketten dabei haben. Bei einer dick mit Schnee bedeckten Fahrbahn, geht sonst nichts mehr. Auch an Steigungen ist oft kein Vorwärtskommen ohne Schneeketten möglich. Deshalb herrscht in Österreich, Italien und der Schweiz in vielen Seitentälern oder vor Pässen sogar Schneekettenpflicht. Für die Fahrt mit Schneeketten gibt es eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 50 km/h, das gilt auch auf Autobahnen. Übrigens können Sie sich – wenn Sie die Schneeketten nicht häufig brauchen, auch welche leihen. Automobilclubs wie der ADAC und AvD beispielsweise bieten diesen Service - auch für Nicht-Mitglieder - an.
 
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Redaktion: mad
Letzte Aktualisierung: 17.01.2013, 14:26 Uhr
 

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Zu Gast im Studio:

Sabine Götz
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