hr-online Informationen aus Hessen
ARD.de Hilfe Feedback Die RSS-Angebote des hr Folgen Sie uns auf twitter hr-online bei Facebook
 
Reh an einer Böschung (Bild:  colourbox.de)

Tipps für Autofahrer

Wenn das Wildschwein auf die Straße läuft

Wild und Autos: Treffen sie aufeinander, kracht es. Die Folgen sind oft verheerend – nicht nur für das Tier, sondern auch für den Menschen. m€x klärt darüber auf, wie man im Fall des Falles richtig reagiert.
 

Thema in

Sendungslogo
5.12.2012, 20:15 Uhr
Rund 20.000 Mal krachte es zwischen Wild und Autos auf Hessens Straßen zwischen April 2010 und März 2011. Das Gefährliche: Wild wechselt vor allem bei Dämmerung oder Dunkelheit die Straßenseite.

Förster Ralf Bördner vom Forstamt Wiesbaden beobachtet seit Jahren einen Anstieg der Wildunfälle: "Unsere Wildtiere sind eigentlich tagaktive Tiere. Aber durch die Beunruhigung, die in den letzten Jahrzehnten in ihrem Lebensraum stattgefunden hat, ist das Wild fast ausschließlich nachts aktiv, das heißt, aktiv bei Dämmerung."

Wie können wir Autofahrer solche Unfälle verhindern? Der ADAC hat Unfälle mit Wild simuliert. Die Erkenntnis: Auf keinen Fall dem Wild ausweichen, sondern das Lenkrad festhalten, gerade auf das Wild zuhalten und bremsen. Denn wer versucht, dem Wild auszuweichen, verursacht leicht einen Crash mit einem entgegenkommenden Auto. Und bekommt dann Schuld. Die Versicherung zahlt nur, wenn sich eindeutig nachweisen lässt, dass Wild im Spiel war.

Seit Jahren nimmt die Zahl der Wildunfälle zu. Sie sind kaum vermeidbar, da es keinen wirksamen Schutz gegen die plötzliche Wildwechsel gibt. Und doch versuchen verzweifelte Pächter alles, um das Wild von der Straße zu halten. Reflektierende Aluscheiben und CDs sollen das Wild erschrecken. Doch das funktioniert nicht, weiß Bördner: "Reflektoren und Warnbänder sind meistens keine langfristige dauerhafte Wirkung."
 
Laut Polizeipräsidium Mittelhessen verteilen sich die Wildunfälle auf das ganze Jahr. Es gibt Spitzen im April und Mai sowie im Oktober und November. Die Wildunfälle verteilen sich auf alle Wochentage und ereignen sich meist in der Abenddämmerung, zur Nachtzeit und am frühen Morgen. Verkehrsteilnehmer sollten zu diesen Zeiten bei Fahrten außerhalb geschlossener Ortschaften und in Waldgebieten besonders vorsichtig fahren und immer mit dem Queren von Wild rechnen.

Die richtige Reaktion

Auf keinen Fall dem Wild ausweichen, sondern das Lenkrad festhalten, gerade auf das Wild zuhalten und bremsen. Denn wer versucht, dem Wild auszuweichen, verursacht leicht einen Crash mit einem entgegenkommenden Auto.


Autorin: Anke Heinhaus
 
Redaktion: anfi
Letzte Aktualisierung: 13.12.2012, 9:00 Uhr
 
 
hr-online enthält Links zu anderen Internetangeboten. Wir übernehmen keine Verantwortung für Inhalte fremder Webseiten.
SZM-Daten dieser Seite