Laserpointer sind ein praktisches Hilfsmittel in der modernen Welt. Normalerweise werden sie als Zeigestock bei Präsentationen eingesetzt. Doch häufig werden Sie als gefährliche Waffe benutzt.
Im Handel sind problemlos auch starke Laserpointer zu kaufen, die schwere Augenverletzungen hervorrufen können. Immer wieder kommt es zu Laserpointer-Attacken auf Autofahrer, Straßenbahnfahrer und sogar Flugzeuge.
Was vielleicht nur als dummer Streich gedacht war, kann für das Opfer böse enden. Prof Dr. Ing. Hans-Dieter Reidenbach von der Fachhochschule Köln beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Gefahren, die von Laserpointern ausgehen können. Er warnt vor dem Einsatz der kleinen Laser: "Die missbräuchliche Anwendung solcher Laserpointer kann zu sehr gefährlichen Situationen führen. Das gilt im Straßenverkehr, im Schienenverkehr aber auch im Luftverkehr."
Dabei sind Laserpointer eigentlich nur für Präsentationen gedacht. Doch die Gefahren, die von dem modernen Zeigestock ausgehen, werden meist völlig unterschätzt.
Warum ist der Laserstrahl so gefährlich?
Ein Laserpointer besteht neben Batterien und Elektronik vor allem aus einer Diode, die Licht abgibt. Dieses Licht wird in einem speziellen Laserkristall mit Hilfe von Spiegeln lawinenartig verstärkt. Das austretende Licht ist extrem hell und gebündelt. Laser strahlen meist nur in einer einzigen Farbe, neben grün sind rot oder blau am häufigsten.
Über das Internet sind auch starke Laserpointer sehr einfach zu bestellen. Maximal ein Milliwatt Leistung sind in Deutschland erlaubt.
Als Stichprobe hat alles wissen ein harmlos scheinendes Modell gekauft. Die Labormessung zeigt: In Wirklichkeit hat der gekaufte Laser eine Leistung von über 70 Milliwatt, er ist also 70 Mal stärker als erlaubt. Viel zu starke Laser kommen jedoch sehr häufig vor: "Wir gehen davon aus, dass deutlich mehr als die Hälfte solcher heute im Handel befindlichen Geräte tatsächlich Grenzwerte überschreiten und damit von ihnen große Gefahren ausgehen können", schätzt Professor Reidenbach.