Trainer Arie van Lent weiß, was die Stunde geschlagen hat. "Der Einsatz ist da, aber jetzt müssen wir den Bock endlich mal umstoßen", nahm der 42-Jährige seine Mannschaft in die Pflicht. Nach der 1:3-Pleite vergangene Woche in Bielefeld stehen die Offenbacher gegen den Tabellen-15. gehörig unter Druck. Eine weitere Niederlage am Samstag (14 Uhr) gegen Alemannia Aachen kann sich der OFC nicht erlauben, wie die Tabelle zeigt: Denn der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt nur noch fünf Punkte.
Ganz anders die sportliche Lage beim Gegner aus Aachen: Trotz ausgedünnter Personaldecke holte der insolvente Zweitliga-Absteiger aus den letzten beiden Partien vier Zähler. Zweimal führte dabei der ehemalige Offenbacher Jugendspieler Sascha Herröder die Alemannia als Kapitän aufs Feld. "Viele haben Aachen totgesagt. Sie haben aber gezeigt, dass sie noch leben", warnte van Lent vor dem Kontrahenten.
Gute Erinnerungen ans Hinspiel
Dennoch hat der Tabellenelfte an Aachen gute Erinnerungen, im Hinspiel gelang nach vier Niederlagen der erste Saisonsieg. "An dieses Spiel erinnern wir uns gerne", sagte der damalige Doppeltorschütze Mathias Fetsch. Keeper Robert Wulnikowski kehrt nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung in Bielefeld ins OFC-Gehäuse zurück. Dafür muss der DFB-Pokal-Viertelfinalist auf seinen gelb-gesperrten Kapitän Sead Mehic verzichten. Fraglich ist der Einsatz von Nicolas Feldhahn (Erkältung ) und Marcel Avdic (Oberschenkelprobleme).