Michael Feichtenbeiner wird neuer Sportdirektor beim SV Wehen Wiesbaden. Der abstiegsgefährdete Drittligist stellte den 52-Jährigen am Freitag vor. Mit Christian Hock kehrt zudem ein alter Bekannter zum SVWW zurück.
Mit der Neubesetzung von zwei vakanten Führungspositionen stellt Wehen die Weichen für die Zukunft. Während sich Feichtenbeiner als Sportdirektor um die Kaderplanung kümmern soll, wurde Hock wie erwartet als Leiter des Nachwuchs-Leistungszentrums (NLZ) vorgestellt. "Wir sind daher froh, dass wir mit der Verpflichtung in diesen wichtigen Bereichen nun sehr gut aufgestellt sind", sagte Geschäftsführer Wolfgang Gräf in Wiesbaden.
Unbefristete Verträge
Führungskräfte Gräf (M.) stellt Feichtenbeiner (l.) und Hock vor.
Beide unterschrieben in Wehen nach Vereinsangaben unbefristete Verträge und treten ihre Arbeit offiziell zum neuen Jahr an. Feichtenbeiners Hauptaufgabe wird die Personalplanung für die kommende Spielzeit sein. "Er muss eine Analyse des Kaders machen und daraus seine Schlüsse ziehen", hatte Geschäftsführer Gräf schon zuvor die Anforderungen knapp umrissen. Die Position eines Sportdirektors oder Sportlichen Leiters war beim Drittligisten seit der Entlassung von Uwe Stöver im März 2009 vakant.
Der gebürtige Stuttgarter Feichtenbeiner hat bereits seine Spuren im Rhein-Main-Gebiet hinterlassen. Von 2000 bis 2002 trainierte er den heutigen Ligarivalen SV Darmstadt 98. Weitere Trainerstationen des 52-Jährigen, der als aktiver Fußballer nicht über den Amateurbereich hinauskam, waren unter anderem Rot-Weiß Erfurt, Sportfreunde Siegen und der SC Pfullendorf. Erfahrungen als Sportdirektor sammelte er bereits in den Jahren 2009 und 2010 beim Zweitligisten Energie Cottbus. Zuletzt war Feichtenbeiner als Trainer beim indonesischen Club Medan Bintang sowie als Scout bei Celtic Glasgow tätig.
Hock kümmert sich um den Nachwuchs
Mit Hock als neuem Leiter des Nachwuchs-Leistungszentrums kehrt ein alter Bekannter zum SVWW zurück. Der 42-Jährige war in den Jahren 2006 bis 2008 Cheftrainer in Wehen und führte den Verein in dieser Zeit bis in die 2. Bundesliga. Hock wird Nachfolger von Thomas Schumacher, der im Oktober im Zuge von Betrugsvorwürfen zurückgetreten war.