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6.12.2012

FSV-Verteidiger Tim Heubach

Hoffnungsträger mit geheimen Talenten

Tim Heubach (Bild:  Rhode/Storch)
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Tim Heubach hat sich beim FSV etabliert.
Tim Heubach ist die Überraschung beim Zweitligisten FSV Frankfurt. Aus der Regionalliga kommend hat er sich auf der so wichtigen Innenverteidiger-Position etabliert. Heute spielt er mit seinem Team gegen Sandhausen.
 

Fernsehen

 (Bild: hr)
Einen Bericht des FSV-Spiels zeigt das hr-fernsehen im "heimspiel!" am Samstag ab 17 Uhr.

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Noch hat Tim Heubach keine Probleme, wenn er in Frankfurt unterwegs ist. Wenn ihm mal jemand einen Blick nachwirft, liegt das wohl eher an seinen 1,92 Metern Gardemaß und den auffällig blonden Haaren als an seinem Beruf als Profifußballer. "Ich kann weiterhin ganz normal durch die Gegend laufen. Ich leg da auch nicht so Wert drauf. Das ist schon ganz gut so", sagte er vor dem Start der Rückrunde am Freitag gegen Sandhausen (18 Uhr) zu hr-online.

Als Promi wird der Innenverteidiger des FSV Frankfurt nicht wahrgenommen. Das mag sich in Zukunft ändern. Denn Heubach ist eine der Überraschungen der Hinrunde. Aus der Regionalliga kommend profitierte der 24-Jährige vom Ausfall des Brasilianers Gledson – und ist nach seinen ersten 15 Zweitligaspielen aus dem Bornheimer Defensivverband nicht mehr wegzudenken. Vor kurzem gab es dafür von Trainer Benno Möhlmann ein nicht alltägliches öffentliches Extralob.
 

Pausen in Liga vier

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FSV mit Personalproblemen

Den FSV plagen auch vor dem Spiel gegen Sandhausen am Freitag Personalsorgen. Zwar kann Trainer Möhlmann auf Verteidiger Heubach zählen, dafür fällt mit Mittelfeldmann Manuel Konrad (Gelbsperre) ein wichtiger Defensivspieler aus. Auch Moses Lamidi muss nach einer schweren Schulterverletzung passen. Dazu kommen die Langzeitverletzten Zafer Yelen und Gledson.
Vor allem die Transformation aus der eher gemächlichen Regionalliga in die zweithöchste Spielklasse hat Heubach erstaunlich gut hinbekommen. Der größte Unterschied sei im mentalen Bereich, erläuterte der Blondschopf. "Man muss immer hellwach sein. In der vierten Liga konnte man sich öfters Pausen nehmen und mal durchschnaufen."

Trotzdem sieht der Linksfuß auch im spielerischen Bereich noch Verbesserungspotenzial: "Schwächen gibt es überall." Gerade im Passspiel – der Grundlage des modernen Innenverteidiger-Spiels – sei noch Luft nach oben. "Mit einem guten Pass kann man halt schon eine gute Angriffssituation einleiten. Da ist es wichtig, dass man sich da auch weiter entwickelt."
 

Linksfüße als Mangelware

Tim Heubach (hinten) gegen Braunschweigs Domi Kumbela. (Bild:  Rhode/Storch - Archiv)
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Zumeist eng am Gegenspieler: Tim Heubach (hinten) gegen Braunschweigs Domi Kumbela.
Doch nicht nur beim Verhindern und Einleiten von Angriffen hat sich Heubach zuletzt einen Namen gemacht. Erst im jüngsten Spiel gegen Eintracht Braunschweig setzte er in der Nachspielzeit einen sehenswerten Fallrückzieher an den Innenposten. Geschwindigkeit und Torriecher sind versteckte Talente des Innenverteidigers. "Ich habe bis zur B-Jugend Linksaußen und Stürmer gespielt. Da habe ich ein bisschen was mitgenommen", erläuterte der gebürtige Neusser, der seine Ausbildung bei Borussia Mönchengladbach genossen hat. Doch danach ging es für Heubach Schritt um Schritt nach hinten. "Linksfüße waren auch bei Gladbach auf der Verteidigerposition Mangelware. Deshalb haben sie mich dahingestellt. Das hat ganz ordentlich geklappt."

Kopfballstark, großgewachsen, lernfähig und ein Linksfuß: Mit all diesen Attributen ist Heubach ein attraktives Paket. Wie sehr es im Profifußball an fähigen Innenverteidigern mangelt, dafür reicht ein Blick in den Frankfurter Stadtwald, wo sich die Eintracht auf genau dieser Position quält. Natürlich ist Heubach noch nicht soweit – und verschwendet auch keinen Gedanken daran: "Das glaubt mir wahrscheinlich keiner, aber ich schaue wirklich nur aufs nächste Spiel. Alles andere bringt nichts. Was soll ich jetzt sagen, was ich in zwei Jahren für Ziele habe, da kommt eh was dazwischen."
 
Redaktion: phsc
Bilder: © Rhode/Storch - Archiv (1), © Rhode/Storch (1)
Letzte Aktualisierung: 6.12.2012, 13:57 Uhr
 
 

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