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18.05.2013

Drittliga-Ticker

Aktuelles von OFC, Lilien und SVWW

Die Lilien kämpften erfolglos. (Bild:  Rhode/Storch)
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Die Lilien kämpften erfolglos.
+++ Schuster prophezeit radikalen Neuaufbau +++ Darmstadt kämpft, steigt aber ab +++ Kickers zeigen bei Remis Moral +++ Wehen verabschiedet sich mit Pleite +++ Vier weitere Kickers-Spieler sollen gehen +++ Personalsorgen beim SVWW +++
 

+++ Schuster prophezeit radikalen Neuaufbau +++

Video: Riesige Enttäuschung bei den Lilien 4:37 Min
(© hr | heimspiel!, 18.05.2013)
Fassungslosigkeit in Darmstadt nach dem Abstieg aus der 3. Liga. "Die Jungs haben alles gegeben. Das ist eine Riesenenttäuschung", sagte der völlig niedergeschlagene Trainer Dirk Schuster nach dem 1:1-Unentschieden beim Saisonfinale gegen die Stuttgarter Kickers. Er müsse den Abstieg erst einmal verdauen, antwortete er auf die Frage, ob er den Gang in die Regionalliga mit dem Verein antreten werde. Eine tiefe Zäsur wird Darmstadt 98 laut Schuster aber auf keinen Fall erspart bleiben: "Unheimlich viele Spieler können den Verein verlassen. Wahrscheinlich muss es einen radikalen Neuaufbau geben." "Das tut sehr weh, vor allem, dass die Quetsche zweimal nicht rein geht", sagte Stefan Hickl zu dem unglücklichen Spielverlauf mit zwei Lattentreffern. Sein Mannschaftskollege Preston Zimmerman gab die Parole aus: "Ein Verein wie Darmstadt wird immer aufstehen."
 

+++ Darmstadt kämpft, steigt aber ab +++

Der SV Darmstadt 98 ist aus der 3. Liga abgestiegen. Den Lilien reichte am Samstag ein 1:1 gegen den direkten Rivalen Stuttgarter Kickers nicht, um den Klassenerhalt noch zu packen. Nur mit einem Sieg wäre Darmstadt an Stuttgart vorbeigezogen. Ein früher Gegentreffer brachte die Lilien aus dem Konzept. Kevin Dickelhuber verwandelte nach elf Minuten die einzige Chance der Gäste. Danach spielten nur noch die Lilien, doch erst in der 83. Minute gelang Elton da Costa der Ausgleich. Pech für Darmstadt: Gleich zwei Mal verhinderte das Aluminium einen Treffer.
 

+++ Kickers zeigen bei Remis Moral +++

Kickers Offenbach hat eine verkorkste Drittliga-Saison mit einer starken Leistung abgeschlossen. Der OFC erkämpfte sich am letztem Spieltag ein
0:0 beim 1. FC Heidenheim, der dadurch im Saisonfinale von Relegationsplatz drei auf Tabellenrang fünf abrutschte. Trotz zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle rackerten die Kickers in der bedeutungslosen Partie 90 Minuten lang und zeigten einige schöne Offensivaktionen. Offenbach war dem Sieg sogar lange Zeit näher. Nicolas Feldhahn traf in der 18. Minute nur die Latte. Für den 1. FC vergab Robert Strauß die beste Chance (48.).
 

+++ Wehen verabschiedet sich mit Pleite +++

Mehr zum Thema

Der SV Wehen Wiesbaden hat sich mit einer Niederlage vor heimischem Publikum aus der Saison verabschiedet. In der Brita-Arena verlor der SVWW am Samstag gegen Zweitliga-Aufsteiger Karlsruher SC mit 2:4. Die Partie war nach Treffern von Dennis Kempke, Dominik Peitz und Hakan Calhangolu schon nach gut 20 Minuten so gut wie entschieden. In der zweiten Hälfte legte Timo Kern zum 4:0 nach. Wehen kam kaum zu eigenen Chancen. Erst kurz vor Schluss gelangen José Vunguidica und Patrick Bieler von zwei Minuten zwei Treffer für Wehen.
 

+++ Vier weitere Kickers-Spieler sollen gehen +++

Die Offenbacher Kickers werden kommende Saison ein komplett anderes Gesicht bekommen. Wie die "Offenbach Post" berichtet, sollen mit Stefan Vogler, Jan Washausen, Lars Bender und Marcel Stadel vier weitere Leistungsträger gehen. Zuvor war bereits der geplante Abschied von Thomas Rathgeber, Marcel Avdic und Stefan Kleineheismann bekannt geworden. Nico Feldhahn, Marc Stein, Matthias Schwarz und Fabian Bäcker will der OFC laut dem Bericht halten. Allerdings müssten die Spieler auf Geld verzichten.

Meldungen vom Freitag, 17. Mai
 

+++ Personalsorgen beim SVWW +++

Mit großen Personalsorgen empfängt der SV Wehen Wiesbaden am Samstag (13.30 Uhr) den souveränen Aufsteiger Karlsruhe. Neben den Langzeitverletzten fallen Sven Schimmel, Alf Mintzel, Milan Ivana und Jeff Gyasi definitiv aus. Außerdem sind Marco Christ und Lars Guenther angeschlagen, sollen aber zumindest auf der Ersatzbank Platz nehmen. "Wir müssen alle Reserven ausschöpfen", sagte Trainer Peter Vollmann, der sein Team auch für das Hessenpokal-Finale am Dienstag (19 Uhr) fit halten muss. Mit der Partie verabschiedet sich der SVWW mit Schimmel, Ivana, Thorsten Barg, Pascal Bieler und Nicolas Görtler gleich von fünf Spielern.

Meldungen vom Donnerstag, 16. Mai
 

+++ Wehen kämpft Kassel nieder +++

Der SV Wehen Wiesbaden hat am Donnerstag das Finale des Hessenpokals erreicht. Der Drittligist setzte sich beim viertklassigen KSV Hessen mit 1:0 durch. Im Finale wartet am Dienstagabend Darmstadt 98 auf den SVWW. Die Partie vor nur 1.600 Zuschauern im Auestadion war dominiert vom schlechten Wetter und den entsprechend mäßigen Platzverhältnissen. Wegen Hagels musste die Partie sogar zwischenzeitlich unterbrochen werden. Nach der Zwangspause war Wehen schneller wieder im Spiel, Maciej Zieba gelang in der 61.Minute das Tor des Abends. Der Sieger des Hessenpokals ist für den DFB-Pokal qualifiziert.
 

+++ Kickers mit Notelf nach Heidenheim +++

Die Offenbacher Kickers plagen vor dem letzten Saisonspiel beim 1.FC Heidenheim heftige Personalsorgen. Der OFC muss beim Spiel am Samstag ab 13.30 Uhr neben den Langzeitverletzten auch auf Julius Reinhardt, Marc Stein, Stefan Kleineheismann und Stefan Vogler verzichten. Dazu fehlt Mathias Fetsch gelbgesperrt. Dafür meldete sich Lars Bender vor der Abfahr in die Voith-Arena fit. Aufgrund der Personalnot soll mindestens ein Spieler der U19 in den Kader rücken, kündigte Trainer Rico Schmitt an.
 

+++ OFC: Rathgeber und Avdic sollen gehen +++

Die Offenbacher Kickers treiben den finanziell bedingten Umbruch laut einem Medienbericht voran. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, plant der Verein nicht mehr mit Thomas Rathgeber und Marcel Avdic, obwohl beide noch einen Vertrag beim OFC haben. Kein neues Vertragsangebot erhalte zudem Verteidiger Stefan Kleineheismann.
 

+++ OFC überweist 200.000 Euro an DFB zurück +++

Kickers Offenbach muss keinen weiteren Punktabzug in dieser Saison fürchten. Der OFC überwies die vom Kautionfonds des DFB ausgeliehenen 200.000 Euro fristgerecht zurück. Damit ist der erste Schritt auf dem Weg zur Lizenz für die kommende Saison geschafft. Die Kickers müssen nun bis zum 28. Mai ihre Unterlagen vorlegen, der DFB entscheidet dann bis zum 10. Juni. Die Kickers führen Verhandlungen mit der Stadt über eine Reduzierung der Stadionmiete und mit dem Land wegen einer Bürgschaft.
 

+++ Darmstadt - Stuttgarter Kickers im Livestream +++

Fernsehen

Im Abstiegsendspiel zwischen dem SV Darmstadt 98 und den Stuttgarter Kickers geht es für beide Clubs um alles. Gewinnen die Lilien ihr Heimspiel am Samstag, halten sie auf jeden Fall die Klasse. Ein Unentschieden reicht den Südhessen nur, wenn Dortmund II sein Spiel beim VfB Stuttgart II verliert. hr-online überträgt das Spiel ab 13.30 Uhr im Livestream. Die Highlights gibt es anschließend wie gewohnt ab 17 Uhr im "heimspiel!" des hr-fernsehens.
 

+++ OFC castet neue Spieler +++

Die Offenbacher Kickers haben unter der Woche eine bunte Mischung an Testspielern im Mannschaftstraining begutachtet. 13 Akteure nahmen auf Einladung von Sportchef Manni Bender an den Übungseinheiten teil. Darunter waren neben Randy Edwini-Bonsu (acht Zweitliga-Einsätze für Braunschweig) hauptsächlich Spieler aus unteren Ligen sowie welche aus Österreich, der Schweiz und Italien. Bender begründete die ungewöhnliche Casting-Maßnahme dem "kicker" gegenüber mit der Geldnot des Clubs: "Wir müssen derzeit im unteren Preissegment suchen." Wer sich für die nächste Runde empfehlen konnte, wurde bisher nicht übermittelt.
 

+++ Lilien für Abstieg gewappnet +++

Clubboss Rüdiger Fritsch plagen vor dem Saisonfinish des SV Darmstadt 98 im Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers keine Existenzsorgen. Ein möglicher Abstieg in die Regionalliga wäre zwar aus sportlicher Sicht sehr bitter, sagte er im "kicker"-Interview (Donnerstag). Aber "wirtschaftlich würde bei uns nichts zusammenbrechen. Die TV-Gelder fallen weg, aber vom Etat her könnten wir gleich wieder angreifen." Die Sponsoren hätten ligaunabhängig ihre Zusagen bis 2015 gegeben. Ob Fritsch im Falle eines Abstiegs noch im Amt bleiben würde, hänge nicht von ihm ab: "Ich würde die Verantwortung übernehmen. Das heißt erst einmal, Rechenschaft gegenüber Verein, Fans, Sponsoren und Politik abzulegen. Wenn ich positiven Zuspruch bekomme und die Arbeitsgrundlagen weiter stimmen, werde ich bestimmt nicht das Schiff verlassen, nur weil es mal stürmt."
 

+++ Vollmann warnt vor Kassel +++

Im Hessenpokal kämpft der SV Wehen Wiesbaden heute Abend (19 Uhr) bei Regionalligist KSV Hessen Kassel um den Einzug ins Endspiel. "Kassel ist ein körperlich sehr starkes und robustes Team", warnte SVWW-Trainer Peter Vollmann vor dem vermeintlichen Underdog: "Deshalb wollen und werden wir natürlich in Topbesetzung auflaufen", so Vollmann, der allerdings auf die verletzten Alf Mintzel und Milan Ivana verzichten muss. Mit der besten Elf will auch KSV-Coach Uwe Wolf dagegenhalten, der dafür in der Liga zuletzt vier Stammkräfte schonte. Im Finale kommenden Dienstag in Offenbach wartet der SV Darmstadt 98. Der Hessenpokal-Sieger nimmt am DFB-Pokal teil.
 
Meldungen vom Mittwoch, 15. Mai
 

+++ Ivana muss gehen +++

Zu den Spielern, die der SV Wehen Wiesbaden am Samstag vor dem Saisonfinale in der Brita-Arena gegen den Karlsruher SC verabschiedet, wird nun auch Milan Ivana gehören. "Milan wird in diesem Herbst 30 Jahre alt, er ist kein preiswerter Spieler und er hat in der Rückrunde nicht mehr so überzeugen können wie in 2012", sagte der Sportliche Leiter Michael Feichtenbeiner am Mittwoch zur Begründung. Der Vertrag sei nicht verlängert worden. Feichtenbeiner sprach von einer "schwierigen Entscheidung". Ivana war im Januar 2012 nach Wiesbaden gekommen. In 48 Punktspielen hatte der Slowake sechs Tore erzielt. Neben ihm werden auch Thorsten Barg, Sven Schimmel, Pascal Bieler und Nicolas Görtler sowie Athletik-Trainer Robert Wohlrab verabschiedet.
 

+++ SVWW will an die Spitze +++

Der SV Wehen Wiesbaden will sich in der kommenden Spielzeit als Topteam der 3. Fußball-Liga etablieren. "Wir wollen von Anfang an in der Spitzengruppe dabei sein", forderte Sportdirektor Michael Feichtenbeiner am Mittwoch. Das Potenzial dazu sei da, sagte der 52-Jährige, der vor genau fünf Monaten sein Amt antrat. Einen Tabellenplatz gab er mit seiner Marschroute nicht vor. Dazu sei die Liga zu ausgeglichen. Nachdem sich die Mannschaft von Trainer Peter Vollmann vor dem Saisonfinale am Samstag gegen Karlsruhe in der Rückrunde vom 14. auf den 7. Platz vorgearbeitet hat, schaut der Sportdirektor vor allem auf den Hessenpokal. Ein Sieg im Halbfinale am Donnerstag (19 Uhr) gegen Hessen Kassel und das Erreichen des Finales sind laut Feichtenbeiner Pflicht: "Wir wollen mit dem Pokalsieg unsere erfolgreiche Rückrunde veredeln."

Meldungen vom Dienstag, 14. Mai
 

+++ Vollmann sucht Pokal-Formation +++

Beim SV Wehen Wiesbaden ist vor dem Hessenpokal-Halbfinale am Donnerstag beim KSV Hessen Kassel mächtig Feuer unterm Dach. Noch immer ärgert sich Trainer Peter Vollmann über die schwache Vorstellung bei der 0:1-Derbypleite am Samstag in Offenbach. "Gerade vor einem solch wichtigen Pokalspiel waren die Niederlage und die Leistung kontraproduktiv", monierte der Coach, "gegen den OFC haben wir eine große Chance verpasst, weiteres Selbstvertrauen vor der schweren Aufgabe in Kassel zu tanken." Der 55-Jährige kündigte Änderungen in der Startformation an: "Darüber muss man nach der Leistung einzelner Spieler nachdenken", so Vollmann.
 

+++ Bruchhagen spricht von "ruinöser Liga" +++

Heribert Bruchhagen sieht die finanziellen Schwierigkeiten vieler Drittligisten in den Strukturen der Spielklasse begründet. "Die dritte Liga ist eine ruinöse Liga für alle Traditionsclubs", sagte der Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Eintracht im hr-"heimspiel!". Das erführen Clubs wie Kickers Offenbach und Darmstadt 98 am eigenen Leib. "Da gibt es kaum Ansätze für Lösungsmöglichkeiten", meinte Bruchhagen mit Blick auf fehlende TV-Gelder. Besonders das Schicksal des OFC geht ihm nahe: "Der Verlust der zweiten Liga hat Offenbach offenbar sehr hart getroffen", so der 64-Jährige, der von einem "sehr guten sportlichen Verhältnis" mit der ehemaligen Kickers-Führungsriege Dieter Müller und Thomas Kalt berichtete.
 

+++ Fetsch gibt OFC sein Wort +++

Die Offenbacher Kickers können auch im kommenden Jahr auf ihren Kapitän bauen: Angreifer Mathias Fetsch will seinen bis Juni 2014 laufenden Vertrag bei dem finanziell gebeutelten Drittligisten erfüllen. "Ich bleibe. Ich habe noch Vertrag", sagte der 25-Jährige der "Bild" (Dienstag). Fetsch erteilte damit zahlreichen Interessenten eine Abfuhr. Zuletzt hatte es Gerüchte um eine bevorstehende Einigung mit dem Zweitligisten SC Paderborn gegeben. Für seinen Sturmpartner Stefan Vogler ist das Kapitel OFC hingegen offenbar beendet. Der 22-Jährige ist noch bis Sommer vom Bundesliga-Absteiger Greuther Fürth ausgeliehen, eine Weiterverpflichtung ist nicht angedacht: "Es sieht wohl so aus", zitierte die Zeitung Vogler.
 
Redaktion: frbe / anbu
Bild: © Rhode/Storch
Letzte Aktualisierung: 18.05.2013, 18:03 Uhr
 
 

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