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9.02.2013

Eintracht torlos

Glanzloses Remis gegen Nürnberg

Timmy Simons (li.) und Alexander Meier im Zweikampf (Bild:  Rhode/Storch)
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Die Partie in Frankfurt war eng umkämpft
Eintracht Frankfurt hat am Samstag im Heimspiel gegen den 1.FC Nürnberg einen Big Point im Kampf um die Europapokal-Plätze verpasst. Gegen defensiv eingestellte Franken mühten sich die Hessen, hätten aber auch durchaus verlieren können.
 
Audio: Trapp: "Nicht wirklich ansehnlich" 21 Sek
(© hr, 09.02.2013)

Fernsehen

 (Bild: hr)
Einen Spielbericht sehen Sie im hr-"heimspiel!" am Sonntag ab 23.40 Uhr.

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Die Hessen trennten sich am Samstag 0:0 vom 1.FC Nürnberg, der den Frankfurtern das Leben mit einer starken Defensivleistung schwer machte. Das war zwar für die 45.400 Zuschauer in der Commerzbank-Arena nicht immer attraktiv, aber aus Sicht der Gäste effektiv. Die Hausherren verpassten es damit, die Ausrutscher der Konkurrenz aus Dortmund (1:4 gegen Hamburg) und Leverkusen (3:3 in Mönchengladbach) zu nutzen. So bleibt die Eintracht (37) hinter der Borussia (39 Punkte) und Leverkusen (38) Vierter.

"Insgesamt bin ich mit dem Punkt zufrieden. Nürnberg hatte die besseren Chancen und Kevin Trapp hat uns im Spiel gehalten", sagte Eintracht-Trainer Armin Veh. "Wir waren nicht präsent genug. Woran es lag, kann ich nicht sagen." Der erneut starke Trapp sprach vom "erwartet schweren Spiel". Für die Zuschauer sei die Begegnung nicht wirklich ansehnlich" gewesen.

Zambrano rechtzeitig gelandet

Veh musste noch auf einen Flieger aus Caracas warten, ehe er seine endgültige Startelf benennen konnte. Darin saß Abwehrchef Carlos Zambrano, der auf dem Rückweg seiner Länderspielreise mit Peru wegen Querelen mit dem Militär in Venezuela festhing. Am Samstagmorgen landete der 23-Jährige und gab sein grünes Licht, damit startete die gleiche Elf wie beim 2:0-Sieg in Hamburg in der Vorwoche.
 

Nürnberg trotzt Eintracht Punkt ab 

 
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Zambrano war auch gleich mittendrin im Geschehen: Gewohnt kompromisslos im Zweikampf rauschte der Peruaner im Luftkampf in Markus Feulner hinein und holte sich bereits nach wenigen Minuten die erste Ermahnung von Schiedsrichter Christian Dingert ab. Der Unparteiische stand in der 4. Minute ebenfalls im Fokus, als er der Eintracht einen möglichen Strafstoß verweigerte. Timm Klose war Stefan Aigner in die Hacken gelaufen, der Frankfurter aber zugegebenermaßen mit Verzögerung gefallen. In der 37. Minute ließ Dingert dann ausgleichende Gerechtigkeit walten – Sebastian Rode prallte im eigenen Strafraum der Ball an den ausgestreckten Arm, der Schiedsrichter ließ weiterlaufen.
 

Nürnberg abwartend und gefährlich

Information

Nürnberger Fanprotest

Der Nürnberger Fanblock wurde erst mit knapp halbstündiger Verspätung gefüllt. Die Anhänger der Franken protestierten dagegen, dass sie ihre Fahnen nicht mit in den Innenraum bringen durften. Vor dem Stadion kam es zu Ausschreitungen. Dabei wurden etwa zehn Polizisten verletzt.
Nürnbergs Trainer Michael Wiesinger hatte seine Mannschaft gut eingestellt. Die Franken überließen den Hausherren weite Teile des Spielfelds und packten erst tief in der eigenen Hälfte zu. Bei Ballgewinnen schaltete Nürnberg blitzschnell um und kam so zu guten großen Gelegenheiten. Doch sowohl gegen Maik Frantz (22.) als auch gegen Tomas Pekhart (25., 34.) war Kevin Trapp im Tor der Hessen zur Stelle.

Die Eintracht, bei der Srdjan Lakic nach seinem Galaauftritt in Hamburg als einzige Spitze engagiert war, aber zeitweise in der Luft hing, konnte aus ihren Spielanteilen kein Kapital schlagen. Einzig nennenswerte Möglichkeiten vor der Pause waren ein indirekter Freistoß aus 18 Metern, den Alexander Meier knapp neben den rechten Winkel setzte (30.), und ein Distanzschuss von Bamba Anderson (42).
 

Kaum Chancen nach der Pause

Auch im zweiten Abschnitt wirkte das Kombinationsspiel der Hessen nicht so flüssig wie gewohnt. Nürnberg stellte die Passwege geschickt zu, sodass Pirmin Schwegler und Sebastian Rode aus dem Zentrum heraus keine Dominanz ausstrahlen konnten. Darunter litt das gesamte Offensivspiel der Eintracht, die nichtsdestotrotz durch Takashi Inui (52.) die erste und für längere Zeit einzige Gelegenheit nach der Pause verbuchen konnten. Meier hatte den Japaner bedient, dessen Schuss war aber zu zentral.

Für den ansonsten unauffälligen Inui war nach gut 70 Minuten dann auch Schluss, Veh brachte Karim Matmour für die linke Angriffsseite. Den besten Angriff der Frankfurter initiierte wenig später der immer stärker werdende Rode, der Bastian Oczipka die Linie entlang schickte. Die Hereingabe des Linksverteidigers fand Meier, doch wie schon gegen Inui blieb FCN-Torhüter Raphael Schäfer Zweikampfsieger.

Nürnberg hatte seine besten Aktionen immer dann, wenn die Eintracht den Ball in der Vorwärtsbewegung herschenkte. Auf diese Weise tauchte Javier Pinola in der 81. Minute vor Trapp auf, der Keeper hatte aber keine großen Probleme, seine makellose Bilanz bei dem unplatzierten Versuch des Argentiniers zu halten. Kurz vor Schluss zeigte sich Trapp bei einem Schuss des eingewechselten Muhammed Ildiz ungewohnt wacklig, bügelte seinen Fehler aber direkt beim Nachschuss von Sebastian Polter aus. So blieb es beim leistungsgerechten 0:0.

Eintracht Frankfurt – 1.FC Nürnberg 0:0

Frankfurt: Trapp – Jung, Zambrano, Anderson, Oczipka – Schwegler, Rode – Aigner (89. Kittel), Meier, Inui (72. Matmour) – Lakic

Nürnberg: Schäfer – Chandler, Nilsson, Klose, Pinola – Simons – Kiyotake, Feulner, Balitsch (86. Ildiz), Frantz (75. Mak) – Pekhart (78. Polter)

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Lakic, Anderson – Nilsson, Pekhart, Balitsch

Schiedsrichter: Christian Dingert (Thallichtenberg)
Zuschauer: 45.400
 
Redaktion: fawe / alb
Bild: © Rhode/Storch
Letzte Aktualisierung: 9.02.2013, 19:29 Uhr

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NW-Frankfurter am 10.02.2013 13:29
@pgismo67 Und wer überwacht die Überwacher?
Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren. B... [+]
Dennis am 10.02.2013 11:40
Das gute an dem Spiel war das es nicht verloren wurde und das hoffentlich jeder wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen ist. Es muss in jedem... [+]
Christian am 10.02.2013 11:37
Tja solche spiele gibt's. Ich hab's vorher genau so erwartet. Club defensiv mit Kontern u wir setzen uns nicht durch. Eklatant mE wie platt einige ... [+]
pgismo67 am 10.02.2013 11:36
Ein gutes Zeichen! Im Spiel war nicht mehr möglich, ABER ES WAR RUHE im Stadion. Die Kamera scheint zu wirken. Endlich geht es den Randalierer... [+]
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