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15.12.2012

FSV verliert in Berlin

Kurz geschlafen, Spiel verloren

Nils Teixeira im Zweikampf mit Herthas Ramos. (Bild:  picture-alliance/dpa)
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Nils Teixeira im Zweikampf mit Herthas Ramos.
Die Überraschung zum Weihnachtsfest wäre fast geglückt: Der FSV Frankfurt lag bei Hertha BSC lange Zeit auf der Siegerstraße, doch drei verschlafene Minuten kurz vor Schluss brachten die Bornheimer um mögliche Punkte.
 

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So verlor der FSV das Gastspiel in Berlin mit 1:2. Michael Görlitz hatte die Hessen in Führung gebracht (55.), Marcel Ndjeng (82.) und Ronny (84.) drehten die Partie noch für die Hertha. Gegen den Favoriten zeigte die Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann vor allem eine starke Defensivleistung und brachte die Hertha an den Rand der Verzweiflung. Doch zwei Unachtsamkeiten in der Schlussphase ließ den FSV am Ende mit leeren Händen dastehen. Dennoch: Die Bornheimer überwintern mit 27 Punkten in der oberen Tabellenhälfte.

Fast das schnellste Tor

Schiedsrichter Tobias Christ hatte die Partie gerade angepfiffen, da war der FSV vor 29.851 Zuschauern im Berliner Olympiastadion schon in höchster Not. Herthas Ronny verlängerte den Ball weiter auf Peer Kluge, der von der Strafraumgrenze frei abziehen konnte - knapp am linken Pfosten von FSV-Schlussmann Patric Klandt vorbei. Sieben Sekunden waren da gespielt. Es wäre das früheste Tor in der Geschichte der 2. Bundesliga geworden, doch die Hessen ließen sich von dieser Schrecksekunde nicht aus der Ruhe bringen. Das Motto des Spielnachmittages gegen den Tabellenzweiten war klar: In der Defensive diszipliniert und kompakt stehen und vorne mutig die Chance suchen.
 

FSV mit spätem K.o. in Berlin 

 
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Die beste für die Frankfurter in der ersten Halbzeit hatte Torjäger Edmond Kapllani, der eine Flanke knapp über das Hertha-Tor setzte (33.). Das war es dann aber schon mit guten Chancen für die Hessen, die sich vor allem in der Schlussphase der ersten Halbzeit kaum mehr aus der eigenen Hälfte bewegten. Die Hertha war bemüht, das Spiel zu machen, kam gegen dicht gestaffelte Frankfurter aber nur selten durch. So vergab Adrian Ramos gute Möglichkeiten für den Aufstiegskandidaten (34. und 44.).
 

Görlitz schockt die Hertha

"Wie müssen hinten weiter gut stehen, aber auch unsere Möglichkeiten vorne suchen", mahnte FSV-Geschäftsführer Uwe Stöver in der Halbzeitpause an. Und wohl auch der Trainer hatte seine Mannschaft daran erinnert, dass gegen eine behäbig und wenig konsequenzte Hertha etwas drin sein könnte. Mit Odise Roshi brachte er für Kapllani eine frische Offensivkraft. Und so war es tatsächlich der FSV, der nach dem Seitenwechsel zum Torerfolg kam.

Nachdem Herthas Schlussmann Thomas Kraft gegen den heranstürmenden Matthew Leckie noch klären konnte (49.), war er wenig später geschlagen. Ein Freistoß von Tim Heubach prallte von der Hertha-Mauer ab und landete bei Görlitz. Der Mittelfeldspieler zog von der Strafraumgrenze beherzt ab und brachte den Außenseiter in Führung.
 

Ronny macht den Unterschied

Die Hertha war sichtlich geschockt. Noch nie konnten die Hauptstädter in dieser Saison einen Rückstand in einen Sieg ummünzen. Der FSV spielte derweil ruhig und konzentriert, Berlins Kreativspieler Ronny und Ramos fanden gegen die vielen FSV-Beine kein spielerisches Mittel.

Die Zeit spielte für den FSV, doch zwei Unachtsamkeiten der Bornheimer sorgten für die Wende zu Gunsten der Hertha. Während die FSV-Spieler sich noch sortierten, führte Ronny einen Freistoß schnell aus, schickte Marcel Ndjeng, der Klandt aus kurzer Distanz bezwang (82.). Der Brasilianer war es auch, der nach einem schnellen Angriff die Bornheimer Hintermannschaft stehen ließ und das Spiel tatsächlich noch drehte.
 
Hertha BSC Berlin - FSV Frankfurt 2:1 (0:0)

Berlin: Kraft - Ndjeng, Lustenberger, Brooks, Bastians - Niemeyer, Kluge (80. Wagner) - Allagui (61. Kachunga), Ronny, Sahar (58. Mukhtar) - Ramos

Frankfurt: Klandt - Huber, Schlicke, Heubach, Teixeira (87. Yun) - Manuel Konrad, Stark - Leckie, Michael Görlitz (83. Bambara) - Verhoek, Kapllani (46. Roshi)

Tore: 0:1 Michael Görlitz (55.), 1:1 Ndjeng (82.), 2:1 Ronny
(84.)

Gelbe Karten: - Teixeira (2), Michael Görlitz, Stark (3)

Schiedsrichter: Tobias Christ (Münchweiler)
Zuschauer: 29.851


 
Redaktion: safl
Bild: © picture-alliance/dpa
Letzte Aktualisierung: 15.12.2012, 15:51 Uhr
 
 

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