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15.12.2012

1:5-Packung gegen Osnabrück

OFC bekommt auf die Mütze

Maximilan Ahlschwede (Bild:  Rhode/Storch - Archiv)
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Maximilan Ahlschwede leitete die Niederlage des OFC ein
Die Offenbacher Kickers haben die Generalprobe für das Pokalspiel gegen Düsseldorf verpatzt. Nach starkem Beginn überließen die Hessen Osnabrück am Samstag das Feld – und handelten sich zum Ende eine Tracht Prügel ein.
 
Arie van Lent saß mit versteinerter Miene auf seiner Trainerbank. Der eingewechselte Yannic Thiel hatte gerade den 5:1-Endstand für Osnabrück erzielt und damit die höchste Saisonniederlage für die Kickers besiegelt. Dabei hatte van Lents Mannschaft gut begonnen und das Spiel lange Zeit offen gehalten. Zum Ende der Partie hin stellte Offenbach das Fußballspielen aber ein.

Den Torreigen eröffnete Gaetano Manno nach einem Aussetzer von Maximilan Ahlschwede, nach dem schnellen Ausgleich durch Mathias Fetsch (25.) war der OFC wieder da. Marcus Piossek (36.) brachte Osnabrück allerdings wieder in Front, Stefan Kleineheismann per Eigentor (75.), Simon Zoller (86.) und Thiel (87.) verwandelten das Spiel in ein Desaster für Offenbach.

Kickers stürmen, VfL trifft

Van Lent bot gegen den Spitzenreiter überraschend André Hahn in der Startelf auf, obwohl der Flügelspieler nach einer Kreuzbandverletzung erst wieder ins Training eingestiegen war. Diese Maßnahme fruchtete: Der Linksaußen belebte das zuletzt lahmende Offensivspiel der Kickers und sorgte mit einer Volleyabnahme (5.) und einem Kopfball (6.) für Gefahr. Die Offenbacher waren nach einer Schwächeperiode in den vergangenen Wochen deutlich um Wiedergutmachung bemüht und drückten den VfL tief in die eigene Hälfte. Einziges Manko war die fehlende Torgefahr angesichts der zahlreiche Eckbälle für den OFC.
 
Video: Van Lent über das Spiel und die bisherige Saison 3:25 Min
(© hr | heimspiel!, 15.12.2012)

Information

Dienstag im Pokal

Im letzten Spiel des Jahres empfängt der OFC am Dienstag (20.30) Bundesligist Fortuna Düsseldorf im Achtelfinale des DFB-Pokals.
Die Gäste fanden ihrerseits nur selten den Weg nach vorne – und kamen nach 23 Minuten förmlich aus dem Nichts zur Führung. Ahlschwede leistete sich einen katastrophalen Rückpass in den Lauf von Manno, der sich artig mit der Führung für Osnabrück bedankte. Viel Zeit zum Jubeln blieb den Lila-Weißen aber nicht. Markus Husterer kam nach einem Eckstoß zum Kopfball, der von Fetsch unhaltbar ins Tor abgefälscht wurde (25.).

Kurz darauf forderte ein Großteil der 4.703 Fans im Sparda-Bank-Hessen-Stadion einen Strafstoß für die Kickers, doch die Pfeife von Schiedsrichter Robert Hartmann blieb nach einem Handspiel von Alexander Krük (34.) stumm. Und es kam noch dicker für den OFC: Eine eigentlich ungefährliche Flanke brachte Timo Staffeldt artistisch vor das Tor von Robert Wulnikowski, wo Piossek problemlos zum 2:1 für den VfL einnickte (36.). Praktisch mit dem Pausenpfiff hätte Hahn beinahe den erneuten Ausgleich erzielt, sein Fernschuss strich aber knapp am Pfosten vorbei, so dass es mit 1:2 in die Kabinen ging.
 

Am Ende brechen alle Dämme

Video: Hahn: "Haben Chancen nicht genutzt" 1:01 Min
(© hr | heimspiel!, 15.12.2012)
Auch nach dem Wechsel drängten die Kickers auf den Ausgleich. Weil nun aber auch Osnabrück mehr für das eigene Spiel machte, entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Auf Seiten der Kickers scheiterten Julius Reinhardt per Freistoß aus vielversprechender Position (51.) sowie Fetsch (52.) an Osnabrücks Keeper Manuel Riemann; bei den immer stärker werdenden Gästen sorgte Manno für Gefahr.

Mit zunehmender Spieldauer ließen bei den Hessen die Kräfte nach und den Angriffen fehlte die Zielstrebigkeit. Glücklicher lief es für Osnabrück: Manno brachte einen Freistoß fast von der Grundlinie in den Fünfmeter-Raum des OFC, wo Kleineheismann den Ball noch unglücklich ins lange Eck verlängerte (75.). Damit war der Widerstand der Kickers endgültig gebrochen. Zoller und Thiel verwandelten das Spiel mit ihren Treffern in ein Debakel für das Team von van Lent.

Die Mannschaft wurde mit Pfiffen in die Katakomben verabschiedet. Van Lent hatte dafür Verständnis: "Wir haben bis zur 75. Minute ein gutes Spiel gemacht - dann haben wir uns ganz viel Unmut bei den Fans geholt", sagte er dem hr. "Von den fünf Toren waren vier selbstgemacht. Dann kriegt man eine 5:1-Klatsche, und das tut natürlich weh."
 
Kickers Offenbach – VfL Osnabrück 1:5 (1:2)

Offenbach: Wulnikowski – Stein, Kleineheismann, Husterer, Ahlschwede (64. Bender) – Feldhahn, Mehic (72. Vogler) – Reinhardt, Hahn – Rathgeber (87. Bäcker) – Fetsch

Osnabrück: Riemann – Krük, Pisot, Beermann, Neumann – Fischer, Costa – Manno (80. Glockner), Piossek (85. Thiel), Staffeldt – Zoller

Tore: 0:1 Manno (23.), 1:1 Fetsch (25.), 1:2 Piossek (36.), 1:3 Kleineheismann (Eigentor, 75.), 1:4 Zoller (87.), 1:5 Thiel (88.)

Gelbe Karten: Fischer - Stein

Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen)
Zuschauer: 4.703
 
Redaktion: fawe / safl
Bild: © Rhode/Storch - Archiv
Letzte Aktualisierung: 15.12.2012, 18:57 Uhr
 
 

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